Termin (in zwei Wochen) bei einem Arzt geholt der spezielle Blutanalysen durchführt, um rauszubekommen, was an Nahrungsergänzungsmittel tatsächlich benötigt wird, um nicht was
Hallo Silke,
Ich bin sehr gespannt, was bei der Blutuntersuchung heraus kommt. Bitte schreib uns das Ergebnis und was es für dich bedeutet.
Ich hatte auch schon mal an so eine umfassende Blutanalyse gedacht, aber die "normalen" Ärzte belächeln solche Vorschläge eher bzw. bieten so etwas nicht an, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann.
Ich wünsche mir schon immer eine eher ganzheitlich ausgerichtete Herangehensweise bei der die Fachärzte miteinander interagieren und wirklich zusammenarbeiten.
Man stelle sich vor es gäbe eine Praxis, in der man mehrere Sprechzimmer hintereinander durchläuft in denen jeweils andere Fachärzte sitzen, z. B. zuerst ein internistischer Allgemeinmediziner, dann ein Rheumatologe, dann ein Orthopäde und zuletzt ein Psychologe und ein Schmerztherapeut oder am besten auch noch einen Heilpraktiker oder Homöopat. Und wenn dann alle ihre Untersuchungen gemacht haben, setzen sie sich zusammen und beraten das sinnvolle, interdisziplinäre vorgehen.
Das wäre ein Behandlungstraumland bei dem es den Patienten insgesamt bestimmt deutlich besser ginge und die Behandlung viel schneller, zielgerichteter und effektiver wäre. ... Traumland eben.
Meine chronische Polyarthritis bzw. rheumazoide Arthritis brach aus, als über einen Zeiraum von 2- 3 Jahren viele negative Faktoren zusammen kamen. Ich hatte zu der Zeit wahnsinnig viel gearbeitet und unglaublichen Stress und im Vorfeld zwei Nervenzusammenbrüche und sogar stressbedingte Herzkranzgefäßverkrampfungen. Mir war damals völlig klar, das es so nicht weitergehen konnte und hörte sowohl meinen Körper aber auch meine Seele nach Hilfe schreien, aber ich kam irgendwie aus dem Hamsterrad nicht heraus. Ich hatte mir zu der Zeit auch eine wichtige Stellung erarbeitet und war ziemlich erfolgreich. Trotzdem, dass ich eigentlich wusste das es mich krank machte, konnte ich irgendwie nicht loslassen und hatte auch keinen guten Plan B.
Was ich damals auch nicht wusste, dass ich eine erbliche Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit) hatte, durch die ich, wie sich dann durch Zufall herausstellte, solche Unmengen an Eisen im Körper hatte, das ich schon Rostflecken bekam. Allein das hätte als Auslöser für die RA schon gereicht und ist bei anderen Betroffenen auch häufig der Fall.
Sind deine Eisen, Ferritin und Transferrinwerte ok? Hämochromatose ist eine Volkskrankeit. Sie kann diverse Autoimunkrankeiten und Organschäden auslösen und führt unbehandelt zum Tod, wird aber nur selten diagnostiziert, weil viele Ärzte sich damit nicht auskennen. Ein einfacher Gentest gibt Klarheit, falls die genannten Blutwerte auffällig sein sollten.
Was ich auch damals noch nicht wusste, ist, dass ich ausgeprägt hochsensibel bin. Für so genannte HSP (high sensitive people) ist die emotionale Wahrnehmung in vielen Bereichen meist viel intensiver (bis zu Faktor 5) als bei "normalen" Menschen. Daher war der geistige und körperliche Stress wohl auch entsprechend schlimmer für mich und hatte irgendwann die fatalen Auswirkungen.
Welcher Faktor der eigentliche Auslöser war, kann keiner sagen. Es wird wohlmöglich auch die Gemengelage der sich überschneidenden negativen Faktoren gewesen sein, aber erst als ich mein Leben mehr oder weniger gezwungenermaßen umgekrempelt habe ging es mir wieder besser.
Vielleicht konnte ich dir mit meiner Geschichte ein paar Anhaltspunkte geben, die dir helfen könnten.
Liebe Grüße und gute Besserung wünscht Manoul
