Heute war Tag 4 meiner ambulanten Reha. Es ist sehr anstrengend, gefällt mir aber sehr gut. Die Termine sind zeitlich super gut aufeinander abgestimmt. Nun hatte ich heute ein Seminar "Schmerzbewältigung". Dieses wurde gehalten von einem Psychologen!!! Und der sprach das aus, was sonst niemand zugibt. Auf die Psychoschiene geschoben zu werden ist oft nur Hilflosigkeit von Ärzten. Dieser Psychologe ist mir SEHR sympatisch.
Von ihm hab ich heute viel gelernt. Bei ihm hab ich noch ein Einführungsgespräch, welches ich am 1.Tag verpasst habe. Er sprach ja mit mir als chronisch krankem Patienten und weiss nicht, das ich doppelt davon profitiere, nähmlich auch als Angehörige. Er sagte: Schmerzbewältigung ist eine sehr wichtige Sache. Man sollte sich auch mit anderen Dingen beschäftigen, sich unbedingt ablenken und seine Mitmenschen nicht ständig in die negativen Seiten der Krankheit hineinziehen. Zuerst muss man selbst wollen, das sich was ändert. In einer Ecke sitzen und jammern kommt oft einem Aufgeben gleich und tut keinem
gut, auch nicht der Partnerschaft bzw. Familie. Denn der Andere kann genauso wenig für die Erkrankung wie man selbst auch. Das Freunde oft keine Freunde mehr sind wenn sich irgendeine dem Alltag und Freizeit auswirkende Krankheit zeigt, ist keine schöne Erfahrung.
Es ging um Partnerschaftsprobleme und zig andere Dinge. Ich muss ihn unbedingt nach Infomaterial fragen. In dieser einen Stunde fühlte ich mich
sehr ernst genommen. Von meinen Diagnosen erfährt er wohl erst beim Einzelgespräch. Die stehen bei mir in der Karte, die ich immer bei mir hab während der Anwendungen. Bin gespannt darauf, was er mir zu einem bestimmten Punkt sagt, den er heut kurz allgemein ansprach. Ich bin sicher, dass mir die Reha viel positives bringt....und darum freu ich mich heute....und ich bin bei der Bewegungstherapie im Wasser nicht "abgesoffen"
Liebe Grüsse von Sylke