Hallo zusammen,
gestern hatte ich Dienst in der Wohnungsloseninitiative. Bereits kurz nach Dienstbeginn waren unterschwellige Aggressionen spürbar. Da ich im Raum saß (die anderen aus meinem Team waren hinter der Theke), konnte ich sehen, welche Männer sich anfeindeten. Als sie dann anfingen, sich anzukeifen und mit "um die Ecke bringen" drohten, ging ich dazwischen.
Den "Harmloseren", drängte ich in den Fernsehraum und redete freundlich und ruhig auf ihn ein.
Den zweiten (stark rechts gesinnt) ließ ich zufrieden, da mir wüste Geschichten bekannt sind.
Den ersten Mann konnte ich beruhigen, während dann Aggressionen bei seinem Bruder hochschwappte und ich mit den auch noch vornahm. Dieser ließ sich auch beruhigen, aber mit den Worten, daß er den anderen nach 20.00 Uhr (Dienstende) "kalt machen würde". *augenroll*
Mit ist es gelungen, die Situation zu entschärfen und die beiden Brüder zu beruhigen. Bei bedrohlichen Situationen wird für gewöhnlich die Polizei gerufen, aber die meisten Gäste sind i.d.R. recht friedlich und wir wollen nicht "unnötig" die Ruhe gefährden.
Meine Deeskalation hatte später zur Folge, daß ich offensichtlich mindestens zwei Freunde für´s Leben gewonnen habe *schmunzel*, ich von dem ersten eine Deko-Eule geschenkt bekam (sie sieht etwas gewöhnungsbedürftig aus und ich denke nicht darüber nach, auf welchem Weg er sie sich beschafft hat

) und er mich später auch noch in den Urlaub auf die Bahamas eingeladen hat, wenn er im Lotto gewonnen hätte.
Nun hoffe ich inständig, daß er gestern SO betrunken war, daß er sich bei seinem Lottogewinn nicht mehr daran erinnert *bg*
Viele Grüße
Sabinerin