Hallo Fynn
Natürlich sind Standardfragen wichtig (wenn sie denn überhaupt gestellt werden), aber sie führen eben oft auch dazu, dass man quasi aussortiert wird, wenn es kein lehrbuchmässiger Verlauf ist.
Das gilt ja häufig schon bei den Blutwerten
... aber man muss erstmal einen finden, der einem dann auch noch zuhört und sich nicht schon eine Meinung wegen z.B. fehlenden Entzüdungswerten etc. gebildet hat und gar nichts anderes mehr hören will. Das ist das Problem, was einen irgendwann so frustriert und zermürbt
Diese Erfahrung einer Art "Schubladen-Denken", machte ich einige Male
und das im Zeitraum von ca. 14 Jahren.
Sogar als sich positive ANA-Werte zeigten, CRP-Werte erhöhten
und die Blutsenkungswerte nicht im Normbereich waren,
meinten so manche Rheumatologen immer noch
- trotz kontinuierlicher Verschlechterung der Gelenks-Muskel-Sehnen-Problematik -
es muss nicht Rheuma sein, es kann auch eine andere Erkrankung, bezüglich derzeit aufscheinende Laborwerte
(welche mal auffällig waren und dann wieder nicht), im Hintergrund sein.
Orthopäden sind für sie zuständig, so das "Credo" ...
Kaum war ich bei den orthop. Fachärzten, stand meist einhellig die Frage im Raum: "Haben sie Rheuma?"
Viele Jahre vergingen mit dem "Hin und Her" ...
Wenigstens wusste ich bereits, welche (verträglichen) Medikamente mir dabei helfen,
die Schmerzen, Rötungen und Schwellungen zu lindern und somit wollte ich keine rheum. Ordination mehr betreten.
Nachdem ich dies für mich beschlossen hatte, ergab es sich allerdings,
dass sich ein Neurologe viel Zeit nahm und auch einige Untersuchungen durchführte,
u.a. auch ein aktuelles Gesamt-Wirbelsäule-MRT veranlasste und in der Gesamtschau
mir mitteilte, dass in meinem Fall, unbedingt eine gründlichere und umfangreichere,
rheumatologische Untersuchung stattfinden muss und dies auch in seinem mehrseitigen Befund vermerkte.
Mündlich wurde mir mitgeteilt am besten in einer Spezialklinik - ansonsten in einer rheum. Ambulanz
mit einem großen Labor!
Nach 4 Wochen wurde mir ein mehrseitiges Ergebnis zugesandt,
in welchem zu lesen war, dass ein ANA-Screening,
ein Fluoreszenzmuster einer rheumatologischen Erkrankung aufzeigte.
Dennoch hat dieses Ergebnis nichts an der medikamentösen Behandlung meiner Erkrankungen verändert.
Therapiemöglichkeiten sind nämlich aufgrund eines Immundefektes bei mir nur eingeschränkt möglich.
Soweit noch zu meinen Erfahrungen.