@hallo delphin,
Gut andere meinen man wäre abhängig , aber wenn es mir selbst hilft ,
ist es mir egal zumal ich ja unter Ärztlicher Beobachtung stehe.
jo und das ist es genau, dass du nicht abhängig bist!
die welt der medizin, hat sich zum thema abhängigkeit in den letzten
jahren unwarscheinlich zugunsten der regulären kontrollierten einnahme
dieser medikamente (u.a.morphine, opiate etc.), positiv verändert.
nicht zuletzt wurde der einsatz in den grundsätzen der schmerzbehandlung
der
who chronischer schmerzpatienten in verschiedenen stufen fest
geschrieben.
wenn diese medikamente unter ärztl. aufsicht, geregelt und/oder in
kombination mit anderen schmerzmedikamenten genommen werden,
so ist eben das suchtpotenzial nicht oder wenn überhaupt kaum gegeben.
sicher schreibt man retardierten formen die beste wirksamkeit, hinsichtlich
der abhängigkeit, zu. dennoch sind alle anderen arzneiformen genauso
einsetzbar.
erst wenn z.bsp. opiate und morphine unkontrolliert genommen werden,
noch dazu viell.nicht retardiert, kann die s.g. abhängigkeit von diesen
entstehen. die folge, man nimmt immer mehr, weil der körper nach immer
mehr verlangt. kurzes ansteigen der schmerzlinderung, aber ein genauso
schnelles abfallen der linderung und somit noch mehr schmerzen.
ohne reguläre ärztliche kontrolle der einnahme, ist der abhängigkeit
tür und tor geöffnet.
@ liebe anurju,
[Das von Mondbein erwähnte Tilidin, welches es nur über
Betäubungsmittelrezept gibt, ist ein Akutmittel - also nicht retardiert
und dabei besteht eine deutlich höhere Suchtgefahr.
das sollte man nicht generell so pauschal sagen. auch mit dem tilidin. dies gibt es
ebenso retardiert.
so lange die kontrollierte, regelmässige einnahme besteht, ist eine suchtgefahr
eher ausgeschlossen oder minimiert.
es kommt immer drauf an, auf was der betroffene wie reagiert und welches mittel
die schmerzmediziner bevorzugen.
die aufnahme des "tilidin oder auch valoron, als originalpräperat" in die
gruppe der BTM /betäubungsmittel, ist einzig und allein der tatsache geschuldet,
dass sich dieses medikament als "life style droge" unter konsumenten
unwarscheinlich verbreitet hat, meist um durch unsachgemässen gebrauch,
ein suchtfaktor "kick" zu erzeugen!
z.bsp. durch teilweiser injektion per i.m/i.v. oder unkontrollierten hohen
gebrauch dieses medikamentes, besonders unter jugendlichen.
diese personen haben sich zum teil dieses medikament, was durchaus ein
hohen stellenwert in der schmerzbehandlung besitzt, oft illegal (über das internet)
oder per rezeptdiebstahl beschafft.
von daher hofft man, denkonsum dieser medikamente, mit der BTM.pflicht,
seit januar 2013 einzudämmen. eine reduzierung oder sogar verhinderung
der vo für den schmerzpatienten, ist damit nicht vorgesehen.
@liebe delphin "
Gut andere meinen man wäre abhängig ,"
schmerzmedizin-ist immer noch kein eigenständiges ärztliches fachgebiet.
ärzte die sich damit beschäftigen, unterziehen sich aus- und fortbildungen,
im vorgeschriebenen masse der ärztekammer. dennoch, je nach engagement,
intuition und aktivität des betreffenden arztes auf diesem gebiet, kommt eine
unterschiedliche ausprägung der behandlung von schmerzen zu stande.
also die ausrichtung, mit der der betreffende arzt arbeitet.
dieses fachrichtung der "schmerzmedizin" steht immer noch in den
s.g."kinderschuhen" und bedarf weiterer intensiver verbreitung und vertiefung
in der ärztlichen ausbildung.
die heutigen, (meist) niedergelassenen (allgemein) - ärzte stehen einer
invasiven medikamentösen schmerzbehandlung mit opiaten und morphinen,
manchmal immer noch sehr skeptisch gegenüber. sie haben es nicht anders
gelernt und tun sich dadurch mit der verordnung dieser medikamente für
chronisch schmerzgeplagte oft sehr schwer.
diese ärzte stehen manchmal noch auf dem standpunkt, diese medikamente
sind nur etwas für patienten in der finalen phase, nicht aber für den kontrollierten
dauergebrauch so war es ursprünglich auch vorgesehen.
ich selber profitiere seit 2007 von der schmerzmedizin und bin meinem heutigen
schmerzarzt, dehr dankbar, innovativ auf diesem gebiet zu arbeiten.
er ist erster vorreiter der durchsetzung der schmerzmedizin in b., für chronische
schmerzpatienten und führt eines der grössten schmerzzentren in deutschland.
worauf er zu recht stolz sein kann!
sauri