Liebe Katy,
das willst du alles nicht lesen, nicht wahr? Du hast hier viel, viel Verständnis, Hilfe und Anregungen für deine (besch...) Situation bekommen. Wir alle hier wissen, dass das Ganze für dich beängstigend ist und sich außerdem noch Sch... anfühlt. Der Punkt ist: Die Leute hier haben dir alles gegeben, was sie zu deiner Situation beitragen können. Mehr fällt uns nicht ein. Und wenn du noch hundertmal nach irgendwelchen kleinen Details oder möglichen Zusammenhängen fragst - ich glaube nicht, dass hier noch jemand ist, der etwas dazu beitragen kann, was dir weiterhilft. Und vergiss bitte nicht, dass es den allermeisten hier ebenfalls nicht besonders geht und nicht wenige hier im Gegensatz zu dir gar keine Aussicht auf vollständige Ausheilung haben. Niemand meint es hier böse oder will dich angreifen.
Medizin ist keine exakte Wissenschaft - oft gibt es keine genauen Antworten oder hundertprozentig gesicherte Schlussfolgerungen und wenn man es sich noch so wünscht.
Ich kenne dich nicht und kann von daher nur etwas zu dem schreiben, was du hier von dir erzählst. Deine Situation fühlt sich im Moment sicher sehr verzweifelt an, sonst würdest du nicht so hartnäckig nachfragen. Man bekommt aber schon den Eindruck, dass du - zusätzlich zu den Einschränkungen und Schmerzen, die du momentan aushalten musst - dich in eine Angst vor einer manifestierten RA hineinsteigerst und irgendwie nach dem einen Punkt suchst, der das 1000prozentig ausschließt. Und diesen Punkt gibt es einfach nicht. Meine Befürchtung ist, dass dadurch zusätzlicher Stress entsteht, der deine Schmerzen (und damit die Einschränkungen) verschlimmert.
Wenn du dir ein Bein gebrochen hättest, würdest du doch auch nicht schon mal Prothesen recherchieren, für den Fall dass es nicht wieder zusammenwächst und amputiert werden muss, oder? Versuch deine Situation eher wie einen Beinbruch zu sehen - einige Monate ist man außer Gefecht gesetzt, aber dann ist alles wieder gut. Und aller Wahrscheinlichkeit nach wird es ja bei dir so sein.
Mein Ratschlag lautet (das meiste wurde schon in der einen oder anderen Form genannt):
1. In deiner derzeitigen Verfassung keine weitreichenden Entscheidungen treffen, sondern versuchen, Zwischenlösungen zu finden.
2. Bessere Schmerzbehandlung - Schmerztherapie vielleicht? Ein anderes Schmerzmittel?
3. Hilfe holen. Frag deinen Hausarzt nach Haus- und Familienpflege (so hieß dass zumindest früher). Sag, dass du aufgrund der akuten Situation Probleme hast, dich und dein Kind zu versorgen.
4. Versuche, dich mal drei Tage nicht mit Nachforschungen bezüglich deiner Krankheit zu befassen. Google das nicht, telefoniere mit keinem Arzt, und (ich weiß, dass das schwer ist) versuche, keine Angst zu haben. Die ändert sowieso nichts an der Situation... und so schnell geht auch kein Zeitfenster zu. Die Krankheit wird nach den drei Tagen dadurch nicht schlimmer. Versuche, stattdessen etwas für dich zu tun. Telefoniere mit Freunden, vielleicht kannst du ja mit Babysitter und Kind mal baden gehen oder auf den Spielplatz, lies ein Buch, iss zwei Kilo Schoki oder hau dich mit einer Staffel deiner Lieblingsserie vor den Fernseher - was auch immer dich entspannen könnte.
5. Versuche einen Tag nach dem anderen zu bewältigen. Du musst jetzt nicht die Probleme lösen, die vielleicht in 6 Monaten auftreten (das geht auch gar nicht). So gehe ich übrigens Treppen oder längere Strecken - nicht an die Strecke oder das Ziel denken, sondern nur an den nächsten Schritt. Und irgendwann ist die Treppe geschafft oder das Ziel erreicht.
So, mehr habe ich jetzt auch leider nicht zu bieten. Zu diesem Threadthema hatte ich jetzt nichts beizutragen, eher zu deiner allgemeinen Situation.
Ich hoffe, du kannst etwas für dich rausziehen.
LG, Birte
Danke Birte.
Du schreibst sehr nett und verständnisvoll aber auch du schätzt mich falsch ein. Klar habe ich Angst aber die fühle ich nicht als Angstgefühl. Den ersten Schock hab ich überwunden und bin seiten heiss auf Infos.. Und ja...Am liebsten nach einer Info die eine RA ausschließt.
Das Beinbruchbeispiel gefällt mir.
Thema Familienpflege aufgrund meines Jobs auch nach Feierabend nicht möglich.
Das mit den Treppen mache ich genauso.
Und Thema 3 Tage nicht googlen...Dafür hab ich seit Erstellung des Threads hier gar keine Zeit mehr. Hab auch schon alles gefunden was ich bei Dr. GOOGLE finden hätte können.
Also googlen tu ich eh nicht mehr. Wende mich jetzt an Ärzte und.....Dieses Forum.
Hier ist ja auch keiner verpflichtet mir zu helfen. Wer keine Antwort weiss auf eine Frage muss doch gar nicht antworten. Allein in diesem Thread gab es zu Beginn 2 oder 3 Beispiele. Mehr wollte ich doch gar nicht. Und über weniger wäre ich auch nicht enttäuscht. Es gibt halt nicht auf jede Frage eine Antwort. Kein Problem aber fragen darf man doch.
Komischerweise sieht dies dieses Forum sogar vor: du hast einen Erfolg erzielt, weiter so ;-)))))))))) bloß nicht ernst nehmen. Nicht dass hier noch jemand meint, ich brauche Erfolge.
Und zu dem , was du mir geraten hast,,was ich tun soll anstatt zu googlen, nämlich
"Versuche, stattdessen etwas für dich zu tun. Telefoniere mit Freunden, vielleicht kannst du ja mit Babysitter und Kind mal baden gehen oder auf den Spielplatz, lies ein Buch, iss zwei Kilo Schoki oder hau dich mit einer Staffel deiner Lieblingsserie vor den Fernseher - wasauch immer dich entspannen könnte.
Telefonieren geht nur mit Lautsprecher. Kann das Telefon nicht lange halten...aber.... Ich rede viel mit Freunden (gibt ja whatsapp und Sprachnachrichten),
Baden gehen oder Spielplatz geht leider nicht , kann wegen den Schmerzen nicht auf Bänken sitzen geschweige denn auf dem Boden....A b e r:
Ich bin sehr oft mit bequemem Gartenstuhl im Garten mit der Familie oder Freunden, bin nie allein, so dass ich immer Hilfe habe mit meinem Kind. Hab ich mal keine,,dann kommt die Babysitterin und geht auf den Spielplatz, damit mein Kind auch mal draußen laufen kann und nicht nur im Kinderwagen sitzen muss,weil Mama ja nicht hinterherkommt, wenn er läuft. Buch lesen, Schoko (bzw aktuell steh ich so auf Grießpuddings und Nutellabrötchen) gibt es ständig.
Und ein Serienjunkie bin ich sowieso. Mein Tag besteht aus vielerlei Ablenkungen von dooden Gedanken und die Ablenkung macht auch die Schmerzen erträglicher. Bewegung so gut es geht, viel frische Luft, viel Zeit mit Kind und Freunden oder Familie und wenig Zeit allein auf dem Sofa, weil da die Schmerzen größer sind..Das ist meine Dewise. Ich bin durch und durch ein positiver Mensch. Willensstark und finde immer eine Lösung.
(Können sich einige sicher hier nicht vorstellen ).
Aber...Diese Krankheit gerade. Virus ,RA oder sonst was....Die hat mich erwischt und teilweise in die Knie gezwängt. Und dann kommt die auch noch zu einer Zeit, wo ich mein Kind und das Mamassein genießen möchte (wer möchte das nicht).
Auch ein positiver Mensch kann bei etwas so unerwartetem und dann noch schmerz vollen und mega Einschränkungen fordernd mal einknicken. Und das tu ich ja nichtmal. Zumindest nicht 24 std täglich sondern vielleicht die 1 std am tag, die ich hier schreibe oder Google (jetzt nicht mehr ).