Pflanzliche Antidepressiva wirken auch chemisch - eigentlich wirkt Johanniskraut wie ein Wiederaufnahmehemmer. Ich habe es nicht vertragen - die Nebenwirkungen waren einfach nicht akzeptabel. Ein "chemisches" Antidepressiva konnte ich dagegen nahezu nebenwirkungsfrei und mit sehr positiver Wirkung nehmen. Das ist sehr lange her - trotzdem habe ich diese große Hilfe nicht vergessen.
Meine Psychiaterin hat mir im Gespräch auch bestätigt, dass sie Johanniskraut für viele Patienten nur als Wegbegleiter verschreibt. Viele Patienten sind eher bereit pflanzliche Präparate auszuprobieren, obwohl das Wirkungs/Nebenwirkungsprofil gar nicht so günstig ist (nur schwache Wirkung bei relativ starken Nebenwirkungen). Sie verschreibt sehr oft zu Beginn Johanniskraut um dann später auf ein besser verträgliches modernes Antidepressiva umzustellen, wenn die Patienten dafür bereit sind. Bei mir war es genauso.
So etwas in einem Forum zu schreiben, wo sich Menschen mit einer unheilbaren Krankheit treffen (und trotzdem auf Medikamente angewiesen sind) ist mutig. Die moderne Medizin ist nicht nur da um zu heilen - sondern auch um Schmerzen zu lindern, Symptome zu unterdrücken und Folgeerkrankungen zu vermeiden. Wenn man z.B. eine Blinddarmentzündung hat wirkt das Narkosemittel natürlich "chemisch" und es "heilt" auch nicht. Trotzdem wäre ohne dieses Mittel eine Operation nicht möglich und die Heilung somit ausgeschlossen.
Man kann natürlich gegen Schmerzmittel, gegen Narkosemittel, gegen Antidepressiva sein - alls diese Medikamente übertünchen etwas - ohne zu heilen. Nur dann kann man 90% der modernen Medizin nicht anwenden. Für mich ist das ein typisches romantisches Bild, das man fast nur in der ersten Welt, in den Industriestaaten findet. Ich bin/war sehr viel beruflich in anderen Ländern - und je ärmer die Länder sind, umso weniger versteht man dort so eine Argumentation. Wenn man wirklich so arm ist, dass man all diese "Chemie" nicht kaufen kann - erst dann merkt man, auf welchem Niveau wir hier diskutieren.
lg hamo
Meine Psychiaterin hat mir im Gespräch auch bestätigt, dass sie Johanniskraut für viele Patienten nur als Wegbegleiter verschreibt. Viele Patienten sind eher bereit pflanzliche Präparate auszuprobieren, obwohl das Wirkungs/Nebenwirkungsprofil gar nicht so günstig ist (nur schwache Wirkung bei relativ starken Nebenwirkungen). Sie verschreibt sehr oft zu Beginn Johanniskraut um dann später auf ein besser verträgliches modernes Antidepressiva umzustellen, wenn die Patienten dafür bereit sind. Bei mir war es genauso.
Ich bin gegen Antidepressiva, da sie das eigentliche Problem, das angegangen werden sollte, übertünchen. Sie wirken eben wie ein Schmerzmittel, einfach mal vorübergehend ohne zu heilen. Außerdem handelt es sich um Chemie.
So etwas in einem Forum zu schreiben, wo sich Menschen mit einer unheilbaren Krankheit treffen (und trotzdem auf Medikamente angewiesen sind) ist mutig. Die moderne Medizin ist nicht nur da um zu heilen - sondern auch um Schmerzen zu lindern, Symptome zu unterdrücken und Folgeerkrankungen zu vermeiden. Wenn man z.B. eine Blinddarmentzündung hat wirkt das Narkosemittel natürlich "chemisch" und es "heilt" auch nicht. Trotzdem wäre ohne dieses Mittel eine Operation nicht möglich und die Heilung somit ausgeschlossen.
Man kann natürlich gegen Schmerzmittel, gegen Narkosemittel, gegen Antidepressiva sein - alls diese Medikamente übertünchen etwas - ohne zu heilen. Nur dann kann man 90% der modernen Medizin nicht anwenden. Für mich ist das ein typisches romantisches Bild, das man fast nur in der ersten Welt, in den Industriestaaten findet. Ich bin/war sehr viel beruflich in anderen Ländern - und je ärmer die Länder sind, umso weniger versteht man dort so eine Argumentation. Wenn man wirklich so arm ist, dass man all diese "Chemie" nicht kaufen kann - erst dann merkt man, auf welchem Niveau wir hier diskutieren.
lg hamo
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