Aggression als Diskussionsersatz?
Hallo, Lexxus:
1.

Es ist bei diesem Thema offenbar unvermeidlich, dass sich Fleisch-"esser", meist (leider) ziemlich uninformiert und dann auch noch betont unsachlich und überflüssigerweise aggressiv mit unüberlegten Argumenten gegen Vegetarier wenden. Was soll das denn? Siehe meinen Punkt 1 in meinem Beitrag oben: Ich sagte, dass Vegetarier keinesfalls "militant" reagieren sollten. Und das tun wir auch in der Regel nicht, erwarten Höflichkeit deshalb aber auch von Nicht-Vegetariern.
2.

Sabinerin hat wohltuend und sehr sachlich und konsequent dazu verschiedene Deiner Anwürfe erwidert. Danke dafür!
3. Deine Empfehlung, "ich solle ein anständiges Bio-Buch lesen", ist wohl kaum ernst zu verstehen. Ich selbst bin Biologe, dies nur nebenbei, das kannst Du auch meiner Forum-Biografie hier entnehmen.
4. Zum Thema Haustiere und deren Ernährung: Es ist ernährungsphysiologisch klar, dass z. B. Hunde als sog. "Beutegreifer" (jedenfalls von ihrer Stammform, dem Wolf, her) u. a. Fleischfresser sind. Das ist Natur und unabänderlich. Das hat aber mit Vegetarismus, so wie wir ihn pflegen, absolut nichts zu tun. Wir wollen (und können) ja nicht die Hunde umkrempeln und ihnen unsere "Kultur" ernährungsphysiologisch aufzwingen.
5. Ich sprach in meinem obigen Beitrag von "Ernährungskultur". "Kultur" in diesem Sinne ethischer Weiterentwicklung ist einzig dem Menschen vorbehalten. Da der Mensch ein "Allesfresser" ist (vom Zahnbau und von seinen Verdauungsorgangen her), kann er sich "kultiviert" sehr wohl auch ausschließlich von pflanzlicher Nahrung ernähren und muss (so er sich "kultiviert" vom Steinzeitmenschen unterscheiden will!) nicht als Fleischfresser und Beutejäger (wie der Wolf) seinen Hunger stillen.
6. Vegetarismus erfordert allerdings genaue Kenntnisse der Nahrungs-Pflanzenzusammensetzung, damit (vor allem bei Kleinkindern) keine Mangelerscheinungen auftreten (z. B. Vitamin B 12-Mangel).
7. Ich empfehle jedem Mitmenschen einmal, sich nicht nur das lecker duftende Jägerschnitzel einzuverleiben, sondern mal einen Schlachthofbetrieb anzusehen und dann nochmals angesichts der Realität darüber nachzudenken, ob wir als "kultivierte" Menschen es nötig haben, eine solch (m. E. barbarische) Tötungsmaschinerie in Gang zu halten, um das Endprodukt "Jägerschnitzel" dann genüsslich zu verzehren. Mit "Kultur" in meinem Sinne hat dies nichts zu tun.
8. Aber: Ich selbst akzeptiere, wenn jemand eine andere "Kultur" hat, wenn sie denn nicht so weit geht, wie die "Schächterei" (=

Abstecherei von Tieren ohne Betäubung) bei Moslems und Juden. Leider ist Schächten in Deutschland de facto erlaubt....
Ich wünsche allen eine "kultiviert-gepflegte" Mahlzeit!

A. St.