Hallo
@Haru
Willkommen im RO-Forum.
Das klingt ja nach schlechten Aussichten bei dir.

Es gibt Erkrankungen, die man wirklich nicht braucht. Leider kenne auch ich das gut. Diagnosen tödlicher Krankheiten sind ziemlich schwere Kost und es braucht viel Hilfe und auch Zeit um das zu händeln.
Hoffentlich hast du eine gute psychologische Begleitung. Falls nicht, möchte ich dir das dringend empfehlen. Mir hat es sehr geholfen. Ich hatte aber auch das ungewöhnliche Glück seiner Zeit kurzfristig eine richtig tolle Psychologin zu finden, die mich mehrere Jahre sehr hilfreich begleitet hat.
Deine Medikation klingt für mich verwirrend. Ich bin zwar kein Mediziner, habe aber einen langjährigen Erfahrungsschatz mit diversen Krankheiten und entsprechenden Medikationen.
Du schreibst, dass du Tadalafil bekommst. Das kenne ich nur als Prostata-Medikament und Therapie gegen erektile Dysfunktion. Also ein Medikament für Männer. Wogegen soll das bei dir helfen?
Bei Morbus Cushing Syndrom ist der Körper mit Cortisol überladen. Warum bekommst du dann zusätzlich noch 20 mg Kortison? Das ist relativ hochdosiert und klingt für mich irgendwie unlogisch.
Morbus Still impliziert meist hohe Ferritinwerte. Die Eisenüberlagerung ist mitverantwortlich für Leber-, Milz- und Herzschäden usw.
Ist bei dir schon mal auf Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit) getestet worden?
Das ist ein Gedefekt, der durch einen einfachen Gentest diagnostiziert oder ausgeschlossen werden kann.
Eine gravierende Eisenüberladung als Krankheitsauslöser gerade für Autoimunerkrankungen wäre typisch, aber für eine relativ junge Frau eher ungewöhnlich, aber nicht unmöglich. Könnte sein, dass Ärzte deshalb diese Spur nicht verfolgen.
Eine Eisenüberladung könnte auch viele andere Dinge erklären von denen du berichtest.
Sobald Klarheit besteht ob sich Hämochromatose ausschließen lässt, würde ich mich an deiner Stelle darum bemühen, an einer Humanstudie für eine mRNA-Therapie teilzunehmen, die gerade an einigen Unikliniken laufen. Damit könnten möglicher Weise zumindest die autoimunbedingten rheumatischen Krankheitsbilder geheilt werden.
Schäden repariert das leider auch nicht, aber die fortschreitende Zerstörung würde gestoppt werden.
Darüber hinaus scheint Kineret in Kombination mit Ciclosporin zwar eine nachvollziehbare Therapie zu sein, die aber nicht gut genug zu funktionieren scheint, sonst hättest du wohlmöglich weniger Probleme.
Ich habe eine Vielzahl unterschidlicher Medikationen gebraucht, bis etwas wirklich gut funktioniert hat.
Warst du schon mal stationär in einer rheumatischen Fachklinik?
Mir hat das in der Vergangenheit sehr gut geholfen um detailierte Diagnosen zu bekommen und auch um mich, eng überwacht, auf neue Medikamente einzustellen. Das hat mitunter recht gut funktioniert und ich habe die Rheumaklinik jeweils in besserm Zustand wieder verlassen.
Liebe Grüße und gute Besserung wünscht Manoul
