Ha, da passt der Spruch, der bei mir im Flur hängt, ja prima rein:
"Dies Haus ist sauber genug, um gesund
und unordentlich genug, um glücklich zu sein!"
Außerdem gab mir eine Bekannte neulich den Auftrag, ein Gedicht zum Thema "mittelalterliche Abwaschgewohnheiten" verfassen. Hier das Ergebnis:
Küchenschicksal
Das Schicksal hat mich hart getroffen
und meint es richtig böse
ich kann noch nicht mal darauf hoffen
es ist nur dumm Getöse.
Es war ein wunderbarer Abend
mit prächtigem Gelage
und mich an dem Gedanken labend
was ich zur Hilfe habe
zählte ich nicht Topf und Schüssel
soll´s ruhig dreckig werden!
gleich hinter mir stand doch der Schlüssel
zum Paradies auf Erden
für die Spülgeplagte
mit ständig rauen Händen
dann kam der Knall, und ich verzagte...
Das Schicksal nahm ´ne Wende:
Ins Mittelalter warf es mich
und meine Spülmaschine
denn ohne Strom wasche nun ich
hier ab mit Leidensmiene.
...sowie zum Thema "Kochwäsche"
Hexenküche
Dampfend, brodelnd, schwadig wabernd
füllt der Dunst den winz´gen Raum.
Mittendrin ein kleines Wesen
wirbelnd, doch man sieht es kaum.
Flitzt getrieben durch die Kammer,
prüfend, suchend, wählt es aus
jagend, witternd, lauthals jammernd
schaut es gruslig-finster aus.
murmelt, wütend Pulver mischend,
nichts entgeht dem scharfen Blick
Ingredienzien fortwischend,
gibt´s von nun an kein Zurück.
Geschlossen ward er nun, der Kessel,
dass der Zauber wirken kann
zu entfernen alle Flecken
die der weißen Weste schaden...
Da! Ein Schrei! Das Wesen taumelt,
greift schmerzvoll in des Kessels Rund
Was dort an seinem Rande baumelt
ist nicht weiß! Ist schreiend-bunt!
....
rosig scheint im Morgenglanze
frisch gekochter Wäsche Pracht
rosig - denn die roten Söckchen
entfalten sichtbar ihre Macht...
LG aus dem irren Haus
die verspielte Rabenmami