Ich neige mit Sicherheit nicht dazu, Medikamente egal welcher Art ( ich zähle auch die immer wieder als harmlos eingestuften "rein pflanzlichen" Mittel dazu ) zu verherrlichen. Aber ich möchte mal berichten... in den ca. zehn Jahren, in denen ich teilweise extreme Schmerzen hatte und keine Ahnung hatte, warum, habe ich sehr vieles probiert - josie, du hast da den Nagel auf den Kopf getroffen, denn ich denke, dass es vielen anderen auch so ging / geht. Da ich selbst Heilpraktikerin bin, habe ich selbstverständlich auch Akupunktur, TCM, Entspannungsverfahren, Ernährungsumstellung in verschiedene Richtung ( vegetarisch, Trennkost, Rohkost, mediterran, fasten, usw. ) ausprobiert, zwischendurch war ich dann immer wieder beim Orthopäden zur chiropraktischen Behandlung und wurde dort auch immer wieder mit verschiedenen Medikamenten versorgt ( Diclo, Vioxx, Mydocalm, Tetrazepam, Valeron, Spritzen, Quaddeln usw. - symptomatisch ), alles brachte immer nur kurzfristig Erfolge und ich möchte betonen, dazwischen gab es immer wieder lange Intervalle, in denen ich überhaupt keine Medikamente nahm und versuchte, auf anderen Wegen schmerzfrei zu werden. Resultat war, ich wurde immer schlapper, bis ich nach der Geburt meiner Tochter 2008 und dem letzten Sommerurlaub 2010 ein richtiges Wrack war, das vor Schmerzen, Müdigkeit und Selbstzweifeln kaum noch Lebensqualität hatte. Erst da schaute der Orthopäde, der meinte ( ohne Laborbefunde ! ), ich hätte eine reaktive Arthritis, genauer hin und veranlasste weitergehende Laboruntersuchung. Es stellte sich heraus, dass ich SLE habe, mittlerweile bin ich beim internistischen Rheumatologen und HEILFROH über die Möglichkeit der medikamentösen Behandlung, da es mir damit deutlich besser geht. Ich bin weit davon entfernt, dass es mir richtig gut geht, aber es ist kein Vergleich zu vorher.
Was ich damit verdeutlichen möchte, ist, dass es nicht schwarz-weiß, sondern auch verschiedene Grauabstufungen gibt. Es kann fatal sein, jemandem einzureden, er solle seine Medikamente absetzen und auf die "Selbstheilungskräfte" vertrauen, genauso müssen Ärzte lernen, genau hinzuschauen und zu überlegen, ob ein Medikament wirklich sinnvoll ist ( hier, wo es auch eine Borreliose vorliegt, sollte man doch erstmal in diese Richtung genauer abklären ).
Mir geht es genau andersherum : sollte irgendwann jemand den Beweis haben ( wissenschaftlich, nicht durch ein paar Leute, die "geheilt" wurden ), dass meine rheumatische Erkrankung durch Ernährung o.ä. geheilt oder kontrolliert werden kann, bin ich sofort dabei !!!
Der Eifer, mit dem hier mancher seine These vertritt, Rheuma sei allein durch Umstellung heilbar, gefällt mir nicht. Ist mir zu einseitig und missionarisch.
Liebe Grüße, Tina
Was ich damit verdeutlichen möchte, ist, dass es nicht schwarz-weiß, sondern auch verschiedene Grauabstufungen gibt. Es kann fatal sein, jemandem einzureden, er solle seine Medikamente absetzen und auf die "Selbstheilungskräfte" vertrauen, genauso müssen Ärzte lernen, genau hinzuschauen und zu überlegen, ob ein Medikament wirklich sinnvoll ist ( hier, wo es auch eine Borreliose vorliegt, sollte man doch erstmal in diese Richtung genauer abklären ).
Mir geht es genau andersherum : sollte irgendwann jemand den Beweis haben ( wissenschaftlich, nicht durch ein paar Leute, die "geheilt" wurden ), dass meine rheumatische Erkrankung durch Ernährung o.ä. geheilt oder kontrolliert werden kann, bin ich sofort dabei !!!
Der Eifer, mit dem hier mancher seine These vertritt, Rheuma sei allein durch Umstellung heilbar, gefällt mir nicht. Ist mir zu einseitig und missionarisch.
Liebe Grüße, Tina


