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Soll ich wirklich MTX nehmen?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von babs.71, 21. Juni 2011.

  1. babs.71

    babs.71 Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich bin neu hier und sehr unsicher was die mir verordnete Therapie betrifft. Ich habe die Diagnose RA neu bekommen, wegen folgenden Symptomen:

    -an 2-3 Fingergelenken der Hand leichte (gut aushaltbare) Schmerzen ohne Schwellungen. Die Schmerzen sind morgens am stärksten, aber auch über den ganzen Tag verteilt vorhanden. Sie stören mich allerdings nicht stark.

    - Rheumafaktor schon seit einigen Jahren positiv (so um die 40)
    - ANA grenzwertig

    - CRP und BSG und alle anderen Blutwerte normal

    - Borrelienantikörper positiv (kann das vlt. auch etwas mit den Gelenkschmerzen an den Fingern zu tun haben?)

    - Röntgen Füsse und Hände unauffällig

    Ich frage mich nun, wie sicher ich mit der Diagnose RA aufgrund der genannten Symptome sein kann und ob ich die MTX Therapie beginnen soll oder nicht. ICh habe Bedenken, weil die Nebenwirkungen doch sehr hoch sind. Da im Röntgenbild ja nichts zu sehen ist, frage ich mich, ob ich nicht auch einfach mal noch eine Weile abwarten sollte, bis sich die Beschwerden tatsächlich verschlimmern oder verändern (dann kann ich immer noch eine Therapie beginnen?). Oder Zweitmeinung? Oder was meint ihr, würdet ihr mit dieser Symptomatik auf jeden Fall eine MTX-Therapie beginnen?

    VIELEN DANK FÜR EURE ANTWORTEN!!!

    Grüße
    BABS:)
     
  2. pat_blue

    pat_blue Neues Mitglied

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    Mtx

    Also wenn positiv auf Borrelioseantikörper getestet wurde, würd ich mir schon eine Zweitmeinung einholen.
    Aber sonst würd ich den Rheumatologen mal fragen, ob man nicht mit Sulfalazin beginnen könnte oder warum gleich mit MTX. Hat viel weniger Nebenwirkungen.

    Bei mir kommen als nächstes auch die TNF a Hemmer. Da das Sulfa, Arava, Plaquenil nichts genutzt hat. Mein Rheumatologe bespricht sich immer mit den anderen Rheumatologen, die im selben Ärztehaus sind, das finde ich persönlich noch gut.

    Aber die anderen hier, die sich besser auskennen, werden dir sicher auch noch einige Tipps geben können.
     
  3. Andi1966

    Andi1966 Neues Mitglied

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    Hallo Babs
    Hol Dir noch eine andere Meinung ein........
    wenn es nämlich wirklich Rheua ist würde ich so schnell wie möglich was dagegen tun.Im übrigen verstehe ich nicht das Du von Nebenwirkungen sprichst obwohl Du noch gar kein MTX nimmst.Lass Dich doch nicht schion im Vorfeld verrückt machen und mach zur Not deine eigenen Erfahrungen.bei mir z.b ist es ein Tag danach etwas Schwindel und Unwohlsein und das wars dann auch schon.Dafür ist mein Gelenkverschleiss aber nicht weiter fortgeschritten was mir viel wichtiger ist............

    LG Andi
     
  4. glöckchen

    glöckchen Peter Pan´s Fee

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    hallo babs :)

    bei wie vielen Rheumatologen warst du denn schon? Ich würde sagen eine 2. Meinung kann nie schaden. Aber ich denke auch, dein Doc hat einen guten Grund, dir diese Therapie zu verschreiben. Ich denke, man kann von Glück sprechen, dass dein Rheuma so schnell gefunden wurde. MTX hilft, dass die Krankheit nicht weiter fortschreitet. Wegen dem Rheumafaktor weiss ich nicht, ob der auch durch andere Dinge positiv ausfallen kann.

    soweit ich weiss, kann man im Röntgen auch erst etwas sehen, wenn die Knochen dauerhafte Schäden haben.

    Ausserdem heisst es nicht, dass du so starke Nebenwirkungen hast von dem MTX. Vielleicht bist du ja eine, die MTX gut verträgt?

    ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen ;)
     
  5. padost

    padost Neues Mitglied

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    Hall o Babs, herzlich willkommen:)
    Ja, diese Qual soll ich, soll ich nicht, haben wohl viele Neue, ich damals auch.
    Es ist eine schwierige Entscheidung, die alleine Du treffen mußt.
    Bedenke, dass Rheuma schon gemein und heimtükisch sein kann, es schleicht sich auch weiter und du mußt noch nicht mal was merken.
    Wenn du im Moment die Schmerzen aushalten kannst, sei froh, aber warum muß es erst so schlimm sein, bis es fast nicht mehr geht.
    Rheumamittel frühzeitig eingenommen erspart viel Ärger und Verschlechterung.

    Du schreibst Borellien pos., bist du behandelt worden? Auf alle Fälle würde ich dem nachgehen, sie machen ja ähnlich Ärger. Auf der anderen Seite ist der pos. Rheumafatkor.

    Ich würde, wie schon geschrieben, auf alle Fälle eine 2. Meinung einholen.
    Falls es sich doch mit dem Rheuma erweist, habe nicht so große Angst vor den Medis,- es ist schwierig, sich damit auseinander zu setzen, dass man krank ist, aber es gibt wirklich gute Medikamente.

    Gutes Gelingen von Padost
     
  6. TrumanBurbank

    TrumanBurbank Mitglied

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    MTX ist für die meisten Patienten ein gut verträgliches Medikament. Man sollte sich von den "negativen" Äußerungen im Internet nicht allzu verrückt machen lassen, da tendenziell die Leute eher etwas posten, die es nicht so gut vertragen. Kaum jemand wird von sich aus einen Beitrag dahingehend schreiben, dass er es gut verträgt.

    MTX ist für die meisten rheumatischen Krankheiten der Gold-Standard und das Medikament der ersten Wahl. Ich persönlich habe auch mit Müdigkeit am nächsten Tag zu kämpfen. Allerdings hat es es mir wirklich gut geholfen und die Entzündungen und Schmerzen stark reduziert.

    Keinesfalls würde ich bei einer gesicherten RA-Diagnose abwarten bis Schäden auf dem Röntgenbild sichtbar sind.
     
  7. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Hallo,
    oberste Regel ist
    so früh wie möglich- so gut wie möglich- so wenig wie möglich Zerstörung.

    Wenn Dir Dein Dok dieses "Deibelskram" empfiehlt dann mach es.
    So mancher muß kämpfen, um eine gute Basismedikation zu bekommen.

    Bist Du Dir unsicher hol ruhig eine 2. Meinung ein.
    Möglich das es Dich dann aber noch mehr verunsichert.
    2 Leute- 3 Meinungen.

    Lies mal nach was Dr. Langer zur Basismedikation geschrieben hat.
    Viell. löst das schon manche Unsicherheit.
    Klar: nix ist ohne (Neben-)Wirkung, das ist kein Bollchenwasser.

    LG von Juliane.
     
  8. pumuckl

    pumuckl (Sym)Badisches Mädel

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    Es ist nie verkehrt, wenn man sich eine Zweitmeinung einholt. Aber was erwartest du? Dass der Arzt sagt: "Sie haben nichts!" ??? Dann wäre das Chaos in deinem Kopf perfekt.
    Die Röntgenaufnahmen meiner Hände und Füße ergaben auch nichts, weil sie ganz einfach noch nicht geschädigt sind. Aber wie mein/e Vorschreiber/in schon sagt, man muss nicht erst eine Schädigung abwarten. Das Zeitfenster, in dem man das Rheuma diagnostiziert und der Zeitpunkt, etwas dagegen zu tun, ist sehr klein. Möglicherweise bist du gerade in dem Zeitfenster und wenn du jetzt mit dem MTX beginnst, können größere Schäden vermieden werden.


    Schätze dich glücklich, dass du überhaupt eine Diagnose bekommen hast. Viele klagen über Symptome und es dauerd ewig, bis die Diagnose feststeht.

    MTX ist ein adäquates Medikament und wird von ganz vielen Menschen gut vertragen. Ich selbst nehme es auch. Hatte zu Beginn ein bisschen Angst vor Nebenwirkungen, aber ich vertrage es einwandfrei, habe keinerlei Nebenwirkungen und kann sagen, dass es auch wirkt.

    Ich wünsche dir alles Gute!
    pumuckl
     
  9. Rei

    Rei Gesperrter Benutzer

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    Unglaublich, wie bei Rheuma-Online in bedenkenloser Dreistigkeit für MTX der Unternehmen Wyeth (Pizer), Medac, Hexal, Merck u.a. Werbung gemacht wird!!! „Je schneller MTX, desto besser“(neli)! Jedem Rheumatologen ist klar, das er mit MTX Symptome behandelt und nicht Ursachen! Jeder Mediziner weist eindeutig auf MTX (u.a.) als gefährliches Zellgift hin, das unzweifelhaft den Organismus schädigt, wobei der Nutzen oft unklar ist. Die sogenannte Immunmodulation führt mit MTX z.B. bei rA (cP) zumeist zur Versteifung der Kleingelenke u.a.! Das ist allgemein bekannt. Die MTX-Gläubigen und Pharmazieunterstützer will hier auch niemand belehren*!

    Alternativler aber weisen seit Jahren da auf hin, das die Symptombehandlung keine Lösung ist, werden aber gnadenlos verspottet und permanent verulkt. Hört damit im Forum Rheuma-Online endlich auf und mit der Verherrlichung von Basismedis*!! Sonst mag demnächst hier niemand einen Beitrag mehr verfassen!!

    Rei

    *-ich will aber auch von Rheumatologen und Pharma-Anhängern nicht belehrt werden und habe keine Lust mehr zu redundantem (sinnlosem) Theater von neli &co
    *Alternativler haben trotz Rheuma kaum Probleme (ohne Basismedis) und sie sind vorallem keine MTX-Wracks
     
  10. Mummi

    Mummi Neues Mitglied

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    Hallo Babs,

    ich kann voll und ganz nachvollziehen, dass du unsicher bist. H�r dich doch mal um was f�r einen Ruf dein Rheumatologe hat. Vielleicht gibt es hier einige die ihn kennen?
    Eine Zeitmeinung ist nicht immer schlecht, aber wie schon erw�hnt, auch oft ziemlich verwirrend.
    Wenn dein Rheumafaktor schon seit Jahren erh�ht ist und jetzt auch noch Schmerzen dazukommen, auch wenn es noch nicht so schlimm ist, und dein Arzt es f�r wichtig h�lt, dann versuch es doch mal mit MTX. Kein Rheumatologe, der verantwortungsbewusst ist verschreibt das einfach so. Ich bin vier Jahre lang von Arzt zu Arzt. Erst vor etwas �ber einem Jahr konnte ein Rheumatologe feststellen was ich habe und er hat es erst mal mit geringen Mengen an Cortison versucht einzud�mmen, erst als das nichts geholfen hat meinte er ich solle es doch mal mit MTX versuchen und auch meine Angst war riesengro�!
    ( MTX ist nun halt mal, auch schon erw�hnt, eines der Mittel der ersten Wahl, schon lange bekannt und gut dokumentiert. )
    Aber ich habs versucht und nach ein paar Wochen wurde alles nach und nach besser bei mir, die Morgensteifigkeit, die Gelenkschmerzen, erst Fussgelenke dann Knie, dann Handgelenke usw. usw.. Ich habe vorher viele pflanzl. Medis versucht, Tees, Hom�opathie ausprobiert, TENS, KG, Massagen und vieles mehr, aber erst mit der richtigen Basis geht es mir jetzt besser. ...und ich vertrage das Medi sehr gut. Ein wenig Darmprobleme am n�chsten Tag, aber damit kann ich leben, besser als mit den Schmerzen vorher. Wenn bei dir die Diagnose einer RA steht, dann solltest du auch sehen, dass du Gelenksch�den vorbeugst.
    Lass dich nicht verunsichern. Das Medi Kann, aber muss nicht, extreme Nebenwirkungen haben, du kannst es genausogut auch sehr gut vertragen. Das musst du selbst ausprobieren.

    ... und mit der Krankheit ist es wie mit den Medis letztendlich auch.
    Es gibt leichte Verl�ufe, die gut mit hom�opahischen Mitteln und Sch�sslersalzen hinkommen, hatte so ne Arbeitskollegin, RA nur wenig aktiv in den letzten Jahren (- hatte vorher aber auch schon mal Zeiten mit Basismedikamenten -) bis hin zu agressiveren Verl�ufen.

    Ich hoffe wir konnten dir die Angst etwas nehmen. Wenn du dich f�r MTX entscheidest, nimm es am Abend, eventuelle �belkeit kannst du so verschlafen:D.

    Liebe Gr��e

    Mummi
     
  11. pumuckl

    pumuckl (Sym)Badisches Mädel

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    Ich glaube, es ist hier niemand traurig, wenn du hier keinen Beitrag mehr verfassen willst.

    Es zwingt dich auch niemand, bei rheuma-online zu lesen!
     
  12. Sassi

    Sassi Neues Mitglied

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    Ich wäre es schon!

    Ich finde, dass man als mündiger Patient auch davon in Kenntnis gesetzt werden sollte, was die Kehrseite der schulmedizinischen Medaille ist.
    Und es gibt mehr Rheumatiker als man denkt, die ohne die Schulmedizin die Erkrankung in den Griff bekommen.
    Ich frage mich ehrlich gesagt immer wieder, warum davon so wenig Leute etwas wissen wollen...
    Jedenfalls muss jeder für sich selbst entscheiden welchen Weg er gehen will und gehen kann, aber Informationen zur Schulmedizin wie auch zur Alternativmedizin, sollten doch beiderseits erlaubt und verfügbar sein!
    Und wenn ein Thema nicht interessiert, soll er es eben beiseite lassen!
     
  13. Rei

    Rei Gesperrter Benutzer

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    Sorry!

    Beitrag ist aus der Verwaltung des Arbeitsspeichers zeitversetzt auch an die Rubrik "Entzuendliche rheumatische Erkrankungen" versandt worden. War aber fuer die Rubrik "Allgemeines und (noch) ohne Diagnose" bestimmt, ist dort erschienen und bezieht sich auf den Beitrag von "MTX-Madac oder Hexal?" /Beitrag neli.

    @babs, wenn die Borrelienantikoerper signifikant erhoeht sind, wuerde ich vorrangig auf Zecken untersuchen lassen (Charitee Berlin zum Beispiel ist spezialisiert). Unabhaengig davon kann ich nur von einer Medikation mit MTX o.ae. ueber laengere Zeit abraten!

    VG Rei
     
  14. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Sassi und Rei!
    Könnte es vielleicht daran liegen, daß die meisten alles an alternativen Therapien schon durch haben, bevor sie zu MTX greifen???
    Da es bei vielen Rheuamapatienten Jahre dauert, bis sie eine Diagnose haben, könnt ihr davon ausgehen, daß die meisten in dieser Zeit, viel mit Therapieformen auseinandergesetzt haben, die helfen könnten.
    Bei mir hat es 7 Jahre gedauert und in dieser Zeit habe ich keine, nicht eine noch so kleine Möglichkeit an Therapie gefunden, die hilfreich war!
     
  15. petsie

    petsie Mitglied

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    Hallo,

    genauso wie Josie sehe ich das auch. Was versucht man nicht alles in der Zeit, in der man noch keine Diagnose und entsprechende Behandlung hat.

    Mein Beispiel: 8 Jahre bis zur Diagnose!

    Aufgesucht habe ich: Allgemeinmediziner, Orthopäden, diverse Heilpraktiker, diesen und jenen "Wunderheiler" und ...

    Was hat es gebracht: NIX! Aber viel Geld hat es gekostet!

    Dann habe ich beim dritten Rheumadoc endlich meine Diagnose und Therapie erhalten. Wenn ich nicht gekämpft, sondern aufgegeben hätte, wo wäre ich heute.

    Ich habe so lange gesucht, bis ich einen Rheumatologen gefunden habe, der mich adäquat behandelt. Zuerst versuchte er es auch mit einer niedrigen Cortidosis. Ich bekam erst nach einem Jahr MTX.

    Auf Deine Frage, ob ich vor der Einnahme lange überlegt habe, muss ich mit nein antworten. Wenn mich allerdings jemand fragt, ob ich Angst oder ein ungutes Gefühl habe, muss ich mit ja antworten.

    Man kann es drehen und wenden, wie man will: Wenn man eine Diagnose hat, fährt der Zug nur noch in eine Richtung.
     
  16. padost

    padost Neues Mitglied

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    Hi, ich finde es toll, wenn jemand ohne Chemie auskommt, herzlichen Glückwunsch.
    Man soll die eine und die andere Art von Medizin nebeneinander leben lassen, jeder ist seines Glückes Schmied und muß auch mit den Konsequenzen der jeweiligen Medizin leben.
    Mein Fazit für mich selbst, habe ich auch schon gesagt,- ich würde "Rattengift" nehmen, wenn es mir auf Dauer weniger Schmerzen und mehr Lebensqualität gäbe, vielleicht habe ich mit der Schulmedizin zu spät angefangen? keine Ahnung, da ich nicht beurteilen kann, wie es anders gewesen wäre.......
    Mir hat die Naturheilkunde nichts, außer hohe Geldausgaben beschert, aber ich freue mich für jeden, der damit zurecht kommt.
    Es gibt eben nicht nur schwarz und weis.

    Padost
     
  17. icila

    icila Neues Mitglied

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    Hi Babs, ich hoffe dass es dir bald besser geht, mit oder ohne MTX.
    Ich nehme auch seit ein paar Monaten MTX und ich habe bisher überhaupt keine Nebenwirkungen. Klar ist das bei jedem unterschiedlich, aber ich bin froh dass ich jetzt endlich mal schmerzfrei bin... allerdings verdank ich das nicht dem MTX, sondern dem viel schlimmeren Zeug, der radioaktiven Spritze (bisher auch ohne Nebenwirkungen)
    Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen, ich hätte jetzt auch grad alles gemacht um endlich diese Schmerzen los zuwerden. Ich bin so froh dass ich endlich wieder mehr Lebensqualität habe und meinen Alltag wieder halbwegs meister. Vorher hab ich viele "alternative" Möglichkeiten versucht (Physiotherapie, Akupunktur, Vitaminpräperate, -infusionen, strenge Diät, Darmspülungen), aber es wurde immer schlimmer. Ich hoffe auch dass ich irgendwann wieder von den ganzen oder Medis wegkomme, aber bisher ist es das das einzige was hilft... und ich genieße es endlich ohne Schmerzen zu sein :)
     
  18. Rei

    Rei Gesperrter Benutzer

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    Hallo josie16
    Völlig richtig! Unsere Diagnose hat zwei große Schwachstellen:
    Erstens fehlen bundesweit drei mal mehr Rheumatologen, als vorhanden (2000 statt 458 heute). Deshalb 7 Jahre bis zur Diagnose! Das ist unhaltbar und wird auf jedem Kongress beklagt.
    Zweitens sind die Analysen in den Fachkliniken ineffizient und undifferenziert. Würde man hier investieren, hätten die KK nicht die enormen Folgekosten! Rheuma ist schneller feststellbar*! Es müssten viel mehr Erkenntnisse der Komplementärmedizin und gleichzeitig schnellere und wissenschaftlich ausgefeiltere Analysen erfolgen.

    Die jetzige Situation ist unhaltbar! Eigentlich müsste noch hinzugefügt werden, dass sich die Rheumatologen-Ausbildung dringend ändern müsste!

    @sassi, nicht die Schwächung eines unserer wichtigsten Systeme (Abwehr) ist notwendig (Immunmodulation und deren Folgen), sondern die Normalisierung und Stärkung unseres Immunsystems! Es sind inzwischen auch jene, die Jahrzehnte mit der Basismedikation gelebt haben und alle Kliniken kennen und sich unglaublich freuen, wenn die Verkrüppelungen ihrer Gelenke sich (sehr) langsam zurückbildet. Da wird jeder Bewegungsablauf, der nach 20 Jahren wieder möglich ist, gefeiert.

    @petsie, den Satz „mit der Diagnose fährt der Zug nur noch in eine Richtung“ finde ich sehr treffend, weil es die Standardsituation beschreibt! Wir haben in jedem technischen System die Möglichkeit die „Notbremse“ für diese Fahrstrecke und –richtung zu bedienen und müssen das für uns entscheiden. Ich halte nur die Darstellung, dass es nur den Weg über Basismedikation gibt, für sachlich falsch. Das muss Neuen gesagt werden, denn sonst ist alles sehr einseitig.

    @padost, das Ausnutzen der Not der Betroffenen unter Naturheilung halte ich für schlimm. Nur der Gesetzgeber wird den Mißbrauch verhindern können.

    VG Rei
    *bei mir reichte eine Laboranalyse binnen Tagen
     
  19. padost

    padost Neues Mitglied

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    Hallo rei, ich finde es auch sehr schade, dass in unserer Medizin in Deutschland kein "vermischen", von jedem das Gute möglich ist. So nach dem Motto: Schulmed und Naturheilk. Tür an Tür event. in einer Praxis.
    Ich bin eh zu der Erkenntnis für mich gekommen, dass manche Ärzte in erster Linie mittlerweile Geschäftsleute sind und keine Heiler, wie der Berufsstand eigentlich mal vorgesehen hat.
    Ich fände es toll, wenn Einer vom Anderen lernt und auch zugeben kann, dass nicht immer nur einer Recht hat.--- Aber sicher ein Wunschtraum.

    Wo ich dir auf alle Fälle zustimme, es gibt leider zu wenig Rheumatologen, wissen und merken wir alle, dadurch wird oft durchgeschleust, alles kostet viel Geld, viel wird übersehen und natürlich auch viel zu spät behandelt.

    Padost
     
  20. icila

    icila Neues Mitglied

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    Oh, doch - mein Rheumadoc arbeitet auch Hand in Hand mit der Naturheilkunde, immerhin schickt er seine Patienten zur Ernährungsberatung, verschreibt - soweit es möglich ist - Nahrungsergänzungsmittel & Vitamininfusionen & Physiotherapie, außerdem führt er selbst Akupunktur durch. Ich finde das ist schon mal ein Weg in die richtige Richtung.

    Dennoch habt ihr wahrscheinlich Recht, es muss sich viel in Bezug auf die Rheumatherapie ändern, besonders die Anzahl der Ärzte. Ich wohnt in einer Großstadt und dennoch müssen die Patienten grad bis Oktober warten, um das nächste Mal zum Doc zu kommen (und es gibt 3 Ärzte in dieser Praxis) - ätzend!
     
    #20 22. Juni 2011
    Zuletzt bearbeitet: 22. Juni 2011