Sassi
Neues Mitglied
Könnte es vielleicht daran liegen, daß die meisten alles an alternativen Therapien schon durch haben, bevor sie zu MTX greifen???
Da es bei vielen Rheuamapatienten Jahre dauert, bis sie eine Diagnose haben, könnt ihr davon ausgehen, daß die meisten in dieser Zeit, viel mit Therapieformen auseinandergesetzt haben, die helfen könnten.
Bei mir hat es 7 Jahre gedauert und in dieser Zeit habe ich keine, nicht eine noch so kleine Möglichkeit an Therapie gefunden, die hilfreich war!
Hallo josie!
Das Problem ist sicherlich, dass es unter ALternativmedizinern viele schlechte gibt, die Therapien ohne messbaren Erfolg anbieten.
Andererseits dauern alternative Therapien auch oft länger bis Erfolge spürbar werden, weil der Körper sehr lange brauchen kann, um die Missstände wieder aufzuholen.
Bei mir hat es übrigens 5 Jahre bis zur Diagnosestellung gebraucht.
Dann folgten 10 Jahre schulmedizinische Therapie mit Cortisoninjektionen, Sulfasalazin, Mtx, Arava und Schmerzmitteln.
Die ersten 8 Jahre ging es mir mit den üblichen Auf und Abs gut.
Das Rheuma hat mich nicht besonders eingeschränkt und ich habe es ignoriert so gut es ging.
Dann schließlich begann es mir immer schlechter zu gehen. Die Arthritis breitete sich aus, wurde systemisch. Ich bekam Bluthochdruck, Reflux und immer mehr Allergien gegen Pollen und Nahrungsmittel, immer stärkere Verdauungsstörungen.
Es kann doch wohl nicht wahr sein, dass man unter einer stark in den Körper eingreifenden Therapie immer kränker wird - mit Mitte 20!

Ich bekam immer mehr Medikamente, ohne dass es mir wirklich wieder besser ging.
Schließlich sollte ich 4 Wochen auf Arava verzichten, um auf Humira umgestellt werden zu können.
Ich bekam eine riesen Panik, weil ich Angst hatte, ganz zusammen zu brechen.
Ich habe dann zum Glück eine Alternativmedizinerin kennen gelernt, die mir helfen konnte die 4 Wochen ohne Arava zu überstehen.
Da es mir schon nach diesen 4 Wochen deutlich besser ging als vorher, lehnte ich Humira ab und blieb bei der Alternativmedizin.
Es hat schließlich fast 2 Jahre gedauert bis ich auch Mtx weglassen konnte und spüren konnte, wie mein Körper wieder gesünder wurde.
Meine Gelenke wurden wieder dünn, der Blutdruck wurde normal und die Allergien sind auch fast weg. Sich alternativ behandeln zu lassen ist übrigens viel anstrengender als schulmedizinsch, weil ich vieles dafür tun muss: meine Ernährung umstellen und immer wieder psychologische Aufarbeitung und noch einiges mehr.
Dafür bekomme ich immer mehr mein altes Leben zurück.
Ich wünsche jedem, dass es ihm gesundheitlich wieder besser geht.
Man sollte nur wissen, dass die schulmedizinische Therapie auf Dauer den Körper schädigt (vor allem den Darm) und man das im Auge behalten sollte.
Mein Rheumatologe meinte übrigens mal zu mir, dass ich keine Angst vor Krebs als Nebenwirkung der Rheumamedis haben müsste. Als Rheumapatient hätte ich sowieso ein erhöhtes Krebsrisiko.

Das wollte und will ich nicht akzeptieren! Wir haben unsere Gesundheit mehr in der Hand, als die Schulmedizin uns Glauben machen will.
Es braucht allerdings einen langen Atem, um nach langer Körperschädigung durch Krankheit und Medikamente wieder auf einen grünen Ast zu kommen.
Ganz grob gesagt finde ich es sehr logisch, dass man immer kränker wird, je mehr man den Darm bzw. das Immunsystem zerstört.
Wenn man dem Darm aber wieder hilft zu gesunden, zeigt sich das auch in der Besserung / Verringerung der Autoimmunprozesse.
Das sind meine Erfahrungen.
@icila: Da hast du wirklich Glück gehabt! Mein Rheumadoc akeptiert zum Glück was ich mache und sagt, dass er mich unterstützt, solange er sieht, dass es mir gut geht.

LG
Sassi