Hallo zusammen,
ich melde mich hier mal wieder nach einigen recht turbulenten Wochen. Ich habe jetzt 6xAmgevita (Humira Biosimilar) gespritzt. Nach der 4. Spritze hatte ich keine Wirkung verspürt, meine Rheumatologin meinte dann, dass ich evtl. auf Humira umsteigen soll.
Jetzt nach der 6. Spritze verspüre ich weiterhin keine deutliche Verbesserung, evtl leichte Dämpfung und etwas mehr Energie. Aber ich bin noch am Cortison ausschleichen und das scheint auch noch zu wirken. Jedenfalls ändern sich meine Schmerzen innerhalb Wochen und manchmal auch Tage. Auch innerhalb eines Tages sind die Schmerzen an Händen und Füßen nicht gleichbleibend und auch belastungsabhängig. Daraus schließt jetzt die Rheumatologin, dass es evtl. kein Bechterew sondern Schmerzsyndrom ist.
Ich bin, um ehrlich zu sein, frustriert, wütend, erleichtert und erschöpft. Ich habe die Ärztin 2x gefragt, ob sie sich der Diagnose Bechterew trotz der fehlenden Hauptkriterien sicher ist und sie bejahte dies deutlich! Irgendwie bin ich natürlich froh, dass es evtl kein Bechterew ist, aber ich kann langsam nicht mehr. Ohne Diagnose keine richtige Behandlung. Ich habe keine Ahnung, was Schmerzsyndrom ist (psychosomatisch?), aber wirkt dabei denn Cortison? Das wirkt bei mir nämlich super, auch gegen die leichte Schwellung der rechten Hand und gegen die Steifigkeit. Etoricoxib dämpft auch die Schmerzen, wie ich die letzten Tage festgestellt habe. Es ist mir egal, ob es psychosomatisch ist (besser als Bechterew?), nur will ich eine gesicherte Diagnose haben. Ich arbeite schon in Teilzeit wegen der Schmerzen und Erschöpfung, wohin soll das dann noch führen?
Ich soll jetzt eine Szintigraphie machen, zum Nachweis oder Ausschluss von Entzündungen. Aber ich nehme noch Cortison (gering), ob es da Sinn macht? Außerdem wirkt vielleicht der TNF-Blocker doch etwas (und damit noch weitere Wochen, trotz Absetzen) und Etoricoxib soll ich auch nehmen.
Ich werde also mit der Szintigraphie warten bis mind. 2 Wochen nach Cortisonende (und Etoricoxib nicht nehmen).
Ansonsten hat mich meine Ärztin noch in eine ambulante Schmerzklinik eingewiesen (hoffe, die nehmen mich auf). Finde ich an sich eine gute Idee, frage mich aber, ob eine Einweisung in eine stationäre Rheumaklinik nicht sinnvoller wäre, um die Diagnose zu sichern oder auszuschließen? Ich werde demnächst mal meinen HA nach seiner Meinung dazu fragen.
Sorry, ich bin gerade frustriert wieder bei Null zu sein und versuche eigentlich nicht weiter darüber nach zu denken. Aber das wird mir vermutlich nicht gelingen.