Hallo zusammen,
ich schreibe hier jetzt einfach auch direkt schon einmal, auch wenn ich bisher noch keine gesicherte Diagnose habe.
Vielleicht kurz zu mir - weiblich, noch 39 Jahre
Und meine Krankengeschichte:
Januar 2018 hat mein rechtes Hüftgelenk angefangen zu schmerzen. Nicht immer, nur sporadisch. Sowohl in Bewegung beim Laufen als auch in Ruhe. Nicht so schlimm. Aber unangenehm. Bei sowas wartet man aber ja mal eine Weile ab. Ich habe es dann im Zuge anderer Röntgenaufnahmen im Dezember 2018 röntgen lassen --> ohne Befund, ist halt so. Kann man nix machen. Man wird ja nicht jünger. Ja - danke auch...
September 2018 im Urlaub umgeknickt und Knöchel danach richtig dick und zumindest am Tag danach ziemlich schmerzhaft. Zwei Tage später in Deutschland beim Orthopäden gewesen. Röntgen. Ohne Befund. Ist halt verstaucht. passt so. Macht man nichts.
November 2018 aufgewacht und gefühlt wie nach einem Schleudertrauma. Steifer Nacken. Erst mal etwas gewartet. Dann zum Hausarzt. Von dort zum Orthopäden. Röntgen. Ohne Befund. Ist halt so. Auf meinen Wunsch hin aber 6x manuelle Therapie auf Rezept bekommen.
Januar 2019 - Nacken immer noch nicht gut. Knöchel war schon unauffällig und ist nun wieder richtig schlecht. Naja - vielleicht doch noch mal bisschen dumm aufgekomen und es war ja noch nicht ganz stabil. Inneres Schlüsselbein schmerzt. Kommt bestimmt von der manuellen Therapie. Mittlerweile außerdem Handgelenk links verstaucht. Zwei Tage später tut auch das rechte Handgelenk weh. Ok. Kann ja sein. Links verstaucht und rechts jetzt schmerzhaft wegen Überlastung, weil man das linke Handgelenk schont.
Mitte Januar 2019 Knie fangen an weh zu tun. Naja - möglich. Wegen der Fehlbelastung durch den Knöchel.
Knie tun immer mehr weh. Handgelenke auch. Mittlerweile auch die Hände an sich.
Ok - komisch.
Neuer Termin bei einem anderen Orthopäden und Termin beim Hausarzt vereinbart.
Orthopäde interessiert sich nur für den Knöchel und verordnet Schiene und einen Termin zum MRT (steht noch aus, Anfang März). Meint nebenher - vielleicht mal zum Rheumatologen gehen. Verschreibt celcoxib. Vielleicht hilft das besser als Ibu.
Hausarzt hört es sich an. Und wir vereinbaren einen Termin zur Blutabnahme. Hmm ... könnte in Richtung Rheuma gehen.
Einige Tage später ist das Blutbild da.
Abweichende Werte:
LDL/mg/dl 118 (bis 115 ok)
Lymphozyten 14 (minimum 22)
Neutrophile Gran. 78 (bis 70 ok)
CRP (quantitativ) 7,95 (bis 0,5 ok)
absol. Neutrophile Gran. 7,62 (bis 7 ok)
AK g. Zellkerne 1:100
also auf den ersten Blick für mich als Laien jetzt alles nicht so sehr ab von der Norm. Außer der CRP-Wert.
Er fand das wohl auch recht unspezifisch und meinte dann aber, vielleicht sollte ich doch mal damit zu einem Rheumatologen. Die kennen sich einfach besser damit aus. Er würde sich um einen Termin bemühen (beim letzten Termin fand er das noch total abwegig)
Und - ich hatte so wahnsinniges Glück und habe tatsächlich 1,5 Wochen später einen Termin im Internistischen Zentrum in der Rheumatologie bekommen.
Ein Patient ist ausgefallen, sie haben mein Blutbild und mein Alter gesehen und mich mit reingenommen ... danke, danke, danke
Der Termin war vorgestern.
Stand mit den Gelenken: Knöchel unverändert geschwollen und schmerzhaft. Beide Knie mittlerweile geschwollen und so schmerzhaft, dass knien nicht mehr möglich war. Handgelenke und Hände beide weiterhin schlecht (mal mehr (sehr!), mal weniger). inneres Schlüsselbein weiterhin schmerzhaft. Und ganz neu: zwischendrin auch leichter Schmerz in den Ellenbogen.
Wenn es schlimm ist, komme ich aktuell kaum aus dem Bett. Ich kann nichts mit den Händen machen. Selbst anziehen und Hosenknopf ist eine Leistung. Haare mit dem Gummi zusammenmachen. Katzenfutterdose/-schälchen/-tütchen öffnen. von Flaschen wollen wir gar nicht reden ... ihr kennt das sicherlich
Der Termin war denke ich sehr umfassend. Erst einmal Urinprobe abgegeben. Dann ein langes Gespräch mit einer Ärztin, die sich endlich mal alles angehört hat, die Gelenke angeschaut und durchbewegt hat (hat bisher niemand gemacht), Fragen gestellt hat ... danach Literweise Blut abgenommen bekommen für hunderte von weiteren Werten, da sie mit dem Blutbild vom Hausarzt gar nicht zufrieden waren. Ultraschall von den Handgelenken (Flüssigkeit im Gelenk). Und Röntgenaufnahmen der Hände und Füße.
Danach bin ich nach Hause. Freitag oder Anfang kommende Woche wissen sie wohl mehr.
Sie geht aber sehr sicher von einer rheumatischen Erkrankung aus. ist sich aber nicht sicher, welche. Sie hat mir schon mal einen Merkzettel für MTX mitgegeben. Außerdem ein Rezept für Ibu (ist mir lieber als das Celedings (kann ich mir nicht merken)) und ein Rezept für Cortison. Davon war ich nicht begeistert und sie fand das ok. Sie hat gesagt, sie gibt es mir mal mit. Dann habe ich es schon mal. Ich müsste es nicht einlösen, was ich bisher auch nicht gemacht habe.
Es ist wohl so, dass sie sich dann eben melden, wenn sie die Ergebnisse haben und man dann telefonisch klärt, wie es weitergeht. Das Rezept schicken sie einem dann zu.
Und für Mitte März habe ich wieder einen Termin.
Ja nun. Was soll ich sagen? ist das jetzt gut? Schlecht?
Ich sag mal so - bisher trage ich es mit Fassung. Ich hab aber ja auch noch nicht wirklich eine Diagnose. Ich bin keine 40 Jahre alt. Fühle mich aktuell nahezu immer wie 95. Seit November habe ich keinen Tag ohne schlimme Schmerzen. Oder doch. vorletzte Woche oder so hatte ich zwei echt gute Tage. Da hat es nur leicht weh getan.
Aktuell bin ich erst mal optimisch und sehr froh, dass ich so viel Glück mit dem Termin hatte. Ich habe auch das Gefühl, als wäre ich eigentlich recht zeitig dran mit Diagnostik und so. und ich habe den Eindruck, als wäre ich dort sehr gut aufgehoben.
Bzgl. Medikation muss man dann mal sehen. Habe schon Angst, dass ich MTX nehmen muss und schlecht vertrage. Oder Cortison. Das wäre gefühlt aktuell irgendwie das schlimmste. Und - so blöd es klingt - am Meisten Sorge macht mir die Gewichtszunahme. Das hört sich so blöd an. ich weiß. Aber wenn es einem doch eh schon so dreckig geht und dann kann man sich irgendwann optisch / äußerlich auch nicht mehr leiden. Davor habe ich schon Angst.
Letztlich überwiegt aber momentan die Erleichterung, dass ich wahrscheinlich eine Diagnose habe, gut betreut und ernst genommen werden. Und ich gehe davon aus, dass damit dann auch sehr zeitnah eine Besserung zu erreichen ist und ich nicht täglich so starke Schmerzen habe.
Ach so - ich arbeite bisher noch voll. Hatte nur bei den Artzterminen bisher frei oder einen Krankheitstag.
Ja nun - so viel zu mir.
Hallo
ich schreibe hier jetzt einfach auch direkt schon einmal, auch wenn ich bisher noch keine gesicherte Diagnose habe.
Vielleicht kurz zu mir - weiblich, noch 39 Jahre
Und meine Krankengeschichte:
Januar 2018 hat mein rechtes Hüftgelenk angefangen zu schmerzen. Nicht immer, nur sporadisch. Sowohl in Bewegung beim Laufen als auch in Ruhe. Nicht so schlimm. Aber unangenehm. Bei sowas wartet man aber ja mal eine Weile ab. Ich habe es dann im Zuge anderer Röntgenaufnahmen im Dezember 2018 röntgen lassen --> ohne Befund, ist halt so. Kann man nix machen. Man wird ja nicht jünger. Ja - danke auch...
September 2018 im Urlaub umgeknickt und Knöchel danach richtig dick und zumindest am Tag danach ziemlich schmerzhaft. Zwei Tage später in Deutschland beim Orthopäden gewesen. Röntgen. Ohne Befund. Ist halt verstaucht. passt so. Macht man nichts.
November 2018 aufgewacht und gefühlt wie nach einem Schleudertrauma. Steifer Nacken. Erst mal etwas gewartet. Dann zum Hausarzt. Von dort zum Orthopäden. Röntgen. Ohne Befund. Ist halt so. Auf meinen Wunsch hin aber 6x manuelle Therapie auf Rezept bekommen.
Januar 2019 - Nacken immer noch nicht gut. Knöchel war schon unauffällig und ist nun wieder richtig schlecht. Naja - vielleicht doch noch mal bisschen dumm aufgekomen und es war ja noch nicht ganz stabil. Inneres Schlüsselbein schmerzt. Kommt bestimmt von der manuellen Therapie. Mittlerweile außerdem Handgelenk links verstaucht. Zwei Tage später tut auch das rechte Handgelenk weh. Ok. Kann ja sein. Links verstaucht und rechts jetzt schmerzhaft wegen Überlastung, weil man das linke Handgelenk schont.
Mitte Januar 2019 Knie fangen an weh zu tun. Naja - möglich. Wegen der Fehlbelastung durch den Knöchel.
Knie tun immer mehr weh. Handgelenke auch. Mittlerweile auch die Hände an sich.
Ok - komisch.
Neuer Termin bei einem anderen Orthopäden und Termin beim Hausarzt vereinbart.
Orthopäde interessiert sich nur für den Knöchel und verordnet Schiene und einen Termin zum MRT (steht noch aus, Anfang März). Meint nebenher - vielleicht mal zum Rheumatologen gehen. Verschreibt celcoxib. Vielleicht hilft das besser als Ibu.
Hausarzt hört es sich an. Und wir vereinbaren einen Termin zur Blutabnahme. Hmm ... könnte in Richtung Rheuma gehen.
Einige Tage später ist das Blutbild da.
Abweichende Werte:
LDL/mg/dl 118 (bis 115 ok)
Lymphozyten 14 (minimum 22)
Neutrophile Gran. 78 (bis 70 ok)
CRP (quantitativ) 7,95 (bis 0,5 ok)
absol. Neutrophile Gran. 7,62 (bis 7 ok)
AK g. Zellkerne 1:100
also auf den ersten Blick für mich als Laien jetzt alles nicht so sehr ab von der Norm. Außer der CRP-Wert.
Er fand das wohl auch recht unspezifisch und meinte dann aber, vielleicht sollte ich doch mal damit zu einem Rheumatologen. Die kennen sich einfach besser damit aus. Er würde sich um einen Termin bemühen (beim letzten Termin fand er das noch total abwegig)
Und - ich hatte so wahnsinniges Glück und habe tatsächlich 1,5 Wochen später einen Termin im Internistischen Zentrum in der Rheumatologie bekommen.
Ein Patient ist ausgefallen, sie haben mein Blutbild und mein Alter gesehen und mich mit reingenommen ... danke, danke, danke
Der Termin war vorgestern.
Stand mit den Gelenken: Knöchel unverändert geschwollen und schmerzhaft. Beide Knie mittlerweile geschwollen und so schmerzhaft, dass knien nicht mehr möglich war. Handgelenke und Hände beide weiterhin schlecht (mal mehr (sehr!), mal weniger). inneres Schlüsselbein weiterhin schmerzhaft. Und ganz neu: zwischendrin auch leichter Schmerz in den Ellenbogen.
Wenn es schlimm ist, komme ich aktuell kaum aus dem Bett. Ich kann nichts mit den Händen machen. Selbst anziehen und Hosenknopf ist eine Leistung. Haare mit dem Gummi zusammenmachen. Katzenfutterdose/-schälchen/-tütchen öffnen. von Flaschen wollen wir gar nicht reden ... ihr kennt das sicherlich
Der Termin war denke ich sehr umfassend. Erst einmal Urinprobe abgegeben. Dann ein langes Gespräch mit einer Ärztin, die sich endlich mal alles angehört hat, die Gelenke angeschaut und durchbewegt hat (hat bisher niemand gemacht), Fragen gestellt hat ... danach Literweise Blut abgenommen bekommen für hunderte von weiteren Werten, da sie mit dem Blutbild vom Hausarzt gar nicht zufrieden waren. Ultraschall von den Handgelenken (Flüssigkeit im Gelenk). Und Röntgenaufnahmen der Hände und Füße.
Danach bin ich nach Hause. Freitag oder Anfang kommende Woche wissen sie wohl mehr.
Sie geht aber sehr sicher von einer rheumatischen Erkrankung aus. ist sich aber nicht sicher, welche. Sie hat mir schon mal einen Merkzettel für MTX mitgegeben. Außerdem ein Rezept für Ibu (ist mir lieber als das Celedings (kann ich mir nicht merken)) und ein Rezept für Cortison. Davon war ich nicht begeistert und sie fand das ok. Sie hat gesagt, sie gibt es mir mal mit. Dann habe ich es schon mal. Ich müsste es nicht einlösen, was ich bisher auch nicht gemacht habe.
Es ist wohl so, dass sie sich dann eben melden, wenn sie die Ergebnisse haben und man dann telefonisch klärt, wie es weitergeht. Das Rezept schicken sie einem dann zu.
Und für Mitte März habe ich wieder einen Termin.
Ja nun. Was soll ich sagen? ist das jetzt gut? Schlecht?
Ich sag mal so - bisher trage ich es mit Fassung. Ich hab aber ja auch noch nicht wirklich eine Diagnose. Ich bin keine 40 Jahre alt. Fühle mich aktuell nahezu immer wie 95. Seit November habe ich keinen Tag ohne schlimme Schmerzen. Oder doch. vorletzte Woche oder so hatte ich zwei echt gute Tage. Da hat es nur leicht weh getan.
Aktuell bin ich erst mal optimisch und sehr froh, dass ich so viel Glück mit dem Termin hatte. Ich habe auch das Gefühl, als wäre ich eigentlich recht zeitig dran mit Diagnostik und so. und ich habe den Eindruck, als wäre ich dort sehr gut aufgehoben.
Bzgl. Medikation muss man dann mal sehen. Habe schon Angst, dass ich MTX nehmen muss und schlecht vertrage. Oder Cortison. Das wäre gefühlt aktuell irgendwie das schlimmste. Und - so blöd es klingt - am Meisten Sorge macht mir die Gewichtszunahme. Das hört sich so blöd an. ich weiß. Aber wenn es einem doch eh schon so dreckig geht und dann kann man sich irgendwann optisch / äußerlich auch nicht mehr leiden. Davor habe ich schon Angst.
Letztlich überwiegt aber momentan die Erleichterung, dass ich wahrscheinlich eine Diagnose habe, gut betreut und ernst genommen werden. Und ich gehe davon aus, dass damit dann auch sehr zeitnah eine Besserung zu erreichen ist und ich nicht täglich so starke Schmerzen habe.
Ach so - ich arbeite bisher noch voll. Hatte nur bei den Artzterminen bisher frei oder einen Krankheitstag.
Ja nun - so viel zu mir.
Hallo