neu hier - Diagnose noch offen

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von vanitas02, 21. Februar 2019.

  1. vanitas02

    vanitas02 Mitglied

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    Hallo zusammen,

    ich schreibe hier jetzt einfach auch direkt schon einmal, auch wenn ich bisher noch keine gesicherte Diagnose habe.

    Vielleicht kurz zu mir - weiblich, noch 39 Jahre

    Und meine Krankengeschichte:

    Januar 2018 hat mein rechtes Hüftgelenk angefangen zu schmerzen. Nicht immer, nur sporadisch. Sowohl in Bewegung beim Laufen als auch in Ruhe. Nicht so schlimm. Aber unangenehm. Bei sowas wartet man aber ja mal eine Weile ab. Ich habe es dann im Zuge anderer Röntgenaufnahmen im Dezember 2018 röntgen lassen --> ohne Befund, ist halt so. Kann man nix machen. Man wird ja nicht jünger. Ja - danke auch...

    September 2018 im Urlaub umgeknickt und Knöchel danach richtig dick und zumindest am Tag danach ziemlich schmerzhaft. Zwei Tage später in Deutschland beim Orthopäden gewesen. Röntgen. Ohne Befund. Ist halt verstaucht. passt so. Macht man nichts.

    November 2018 aufgewacht und gefühlt wie nach einem Schleudertrauma. Steifer Nacken. Erst mal etwas gewartet. Dann zum Hausarzt. Von dort zum Orthopäden. Röntgen. Ohne Befund. Ist halt so. Auf meinen Wunsch hin aber 6x manuelle Therapie auf Rezept bekommen.

    Januar 2019 - Nacken immer noch nicht gut. Knöchel war schon unauffällig und ist nun wieder richtig schlecht. Naja - vielleicht doch noch mal bisschen dumm aufgekomen und es war ja noch nicht ganz stabil. Inneres Schlüsselbein schmerzt. Kommt bestimmt von der manuellen Therapie. Mittlerweile außerdem Handgelenk links verstaucht. Zwei Tage später tut auch das rechte Handgelenk weh. Ok. Kann ja sein. Links verstaucht und rechts jetzt schmerzhaft wegen Überlastung, weil man das linke Handgelenk schont.

    Mitte Januar 2019 Knie fangen an weh zu tun. Naja - möglich. Wegen der Fehlbelastung durch den Knöchel.

    Knie tun immer mehr weh. Handgelenke auch. Mittlerweile auch die Hände an sich.

    Ok - komisch.
    Neuer Termin bei einem anderen Orthopäden und Termin beim Hausarzt vereinbart.
    Orthopäde interessiert sich nur für den Knöchel und verordnet Schiene und einen Termin zum MRT (steht noch aus, Anfang März). Meint nebenher - vielleicht mal zum Rheumatologen gehen. Verschreibt celcoxib. Vielleicht hilft das besser als Ibu.
    Hausarzt hört es sich an. Und wir vereinbaren einen Termin zur Blutabnahme. Hmm ... könnte in Richtung Rheuma gehen.

    Einige Tage später ist das Blutbild da.
    Abweichende Werte:
    LDL/mg/dl 118 (bis 115 ok)
    Lymphozyten 14 (minimum 22)
    Neutrophile Gran. 78 (bis 70 ok)
    CRP (quantitativ) 7,95 (bis 0,5 ok)
    absol. Neutrophile Gran. 7,62 (bis 7 ok)
    AK g. Zellkerne 1:100

    also auf den ersten Blick für mich als Laien jetzt alles nicht so sehr ab von der Norm. Außer der CRP-Wert.

    Er fand das wohl auch recht unspezifisch und meinte dann aber, vielleicht sollte ich doch mal damit zu einem Rheumatologen. Die kennen sich einfach besser damit aus. Er würde sich um einen Termin bemühen (beim letzten Termin fand er das noch total abwegig)

    Und - ich hatte so wahnsinniges Glück und habe tatsächlich 1,5 Wochen später einen Termin im Internistischen Zentrum in der Rheumatologie bekommen.
    Ein Patient ist ausgefallen, sie haben mein Blutbild und mein Alter gesehen und mich mit reingenommen ... danke, danke, danke

    Der Termin war vorgestern.
    Stand mit den Gelenken: Knöchel unverändert geschwollen und schmerzhaft. Beide Knie mittlerweile geschwollen und so schmerzhaft, dass knien nicht mehr möglich war. Handgelenke und Hände beide weiterhin schlecht (mal mehr (sehr!), mal weniger). inneres Schlüsselbein weiterhin schmerzhaft. Und ganz neu: zwischendrin auch leichter Schmerz in den Ellenbogen.

    Wenn es schlimm ist, komme ich aktuell kaum aus dem Bett. Ich kann nichts mit den Händen machen. Selbst anziehen und Hosenknopf ist eine Leistung. Haare mit dem Gummi zusammenmachen. Katzenfutterdose/-schälchen/-tütchen öffnen. von Flaschen wollen wir gar nicht reden ... ihr kennt das sicherlich

    Der Termin war denke ich sehr umfassend. Erst einmal Urinprobe abgegeben. Dann ein langes Gespräch mit einer Ärztin, die sich endlich mal alles angehört hat, die Gelenke angeschaut und durchbewegt hat (hat bisher niemand gemacht), Fragen gestellt hat ... danach Literweise Blut abgenommen bekommen für hunderte von weiteren Werten, da sie mit dem Blutbild vom Hausarzt gar nicht zufrieden waren. Ultraschall von den Handgelenken (Flüssigkeit im Gelenk). Und Röntgenaufnahmen der Hände und Füße.

    Danach bin ich nach Hause. Freitag oder Anfang kommende Woche wissen sie wohl mehr.
    Sie geht aber sehr sicher von einer rheumatischen Erkrankung aus. ist sich aber nicht sicher, welche. Sie hat mir schon mal einen Merkzettel für MTX mitgegeben. Außerdem ein Rezept für Ibu (ist mir lieber als das Celedings (kann ich mir nicht merken)) und ein Rezept für Cortison. Davon war ich nicht begeistert und sie fand das ok. Sie hat gesagt, sie gibt es mir mal mit. Dann habe ich es schon mal. Ich müsste es nicht einlösen, was ich bisher auch nicht gemacht habe.

    Es ist wohl so, dass sie sich dann eben melden, wenn sie die Ergebnisse haben und man dann telefonisch klärt, wie es weitergeht. Das Rezept schicken sie einem dann zu.
    Und für Mitte März habe ich wieder einen Termin.

    Ja nun. Was soll ich sagen? ist das jetzt gut? Schlecht?
    Ich sag mal so - bisher trage ich es mit Fassung. Ich hab aber ja auch noch nicht wirklich eine Diagnose. Ich bin keine 40 Jahre alt. Fühle mich aktuell nahezu immer wie 95. Seit November habe ich keinen Tag ohne schlimme Schmerzen. Oder doch. vorletzte Woche oder so hatte ich zwei echt gute Tage. Da hat es nur leicht weh getan.

    Aktuell bin ich erst mal optimisch und sehr froh, dass ich so viel Glück mit dem Termin hatte. Ich habe auch das Gefühl, als wäre ich eigentlich recht zeitig dran mit Diagnostik und so. und ich habe den Eindruck, als wäre ich dort sehr gut aufgehoben.
    Bzgl. Medikation muss man dann mal sehen. Habe schon Angst, dass ich MTX nehmen muss und schlecht vertrage. Oder Cortison. Das wäre gefühlt aktuell irgendwie das schlimmste. Und - so blöd es klingt - am Meisten Sorge macht mir die Gewichtszunahme. Das hört sich so blöd an. ich weiß. Aber wenn es einem doch eh schon so dreckig geht und dann kann man sich irgendwann optisch / äußerlich auch nicht mehr leiden. Davor habe ich schon Angst.

    Letztlich überwiegt aber momentan die Erleichterung, dass ich wahrscheinlich eine Diagnose habe, gut betreut und ernst genommen werden. Und ich gehe davon aus, dass damit dann auch sehr zeitnah eine Besserung zu erreichen ist und ich nicht täglich so starke Schmerzen habe.

    Ach so - ich arbeite bisher noch voll. Hatte nur bei den Artzterminen bisher frei oder einen Krankheitstag.

    Ja nun - so viel zu mir.
    Hallo ;)
     
  2. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

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    Herzlich willkommen bei RO. :)

    So wie du das beschreibst, bist du bei der Rheumatologin wirklich gut aufgehoben. Was das Kortison angeht - je höher die Dosis umso eher nimmt man zu (sind aber meistens nur Wassereinlagerungen, die nach Dosisreduktion wieder verschwinden). Ich nehme seit Sept. 2000 Prednisolon, meistens 5 mg, hatte aber auch schon einige Monate 20 mg - dick bin ich davon nicht geworden! Als einzige Nebenwirkung habe ich bei den höheren Dosen ein Vollmondgesicht bekommt. Aktuell nehme ich seit längerem wieder die 5 mg und wiege 62 kg bei einer Größe von 1,74 m. Das einfach mal um dir die Angst vor einer Gewichtszunahme ein wenig zu nehmen. Kortison schlägt übrigens bei entzündlichen Prozessen im Körper gut an, man merkt sehr schnell eine Besserung.

    Was du an Nebenwirkungen haben kannst, wenn du das MTX nimmst, kann dir im Vorfeld keiner sagen. Viele vertragen es gut, anderen wird übel oder sie haben Bauchschmerzen, etc. Wenn die Nebenwirkungen deine Lebensqualität zu arg beeinträchtigen, dann wird dir die Rheumatologin ein anderes Basismedikament verschreiben. Zum Glück haben wir in der heutigen Zeit einige Medikamente zur Auswahl, die bei rheumatischen Krankheiten zum Einsatz kommen.

    Ich wünsche dir alles Gute!
     
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  3. vanitas02

    vanitas02 Mitglied

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    Hallo und danke,

    ich weiß natürlich, dass es bei jedem anders anschlägt und so. Ich weiß auch, dass meine Sorgen da erst mal irrelevant sind und übereilt, weil ich das ja alles nicht wissen kann jetzt.
    Aber Sorgen kann man so schlecht steuern

    Ich gebe mir aktuell sehr Mühe mit einer positiven Grundeinstellung und so die letzten zwei Wochen klappt das ja auch ganz gut

    Davor hab ich ehrlich gesagt schon manchmal aus heiterem Hinnel heraus das Heulen angefangen. Einfach weil man so hilflos ist, so abhängig und noch dazu Schmerzen hat. Teilweise weiß ich gar nicht recht, wie ich mein Pony versorgen soll. Und das (und andere kleinere Dinge) wächst mir dann einfach manchmal über den Kopf.

    Aber Momentan geht es ganz gut. Ich bin optimistisch. Zumindest geht es irgendwie voran

    Ich wollte noch etwas ergänzen - man googelt ja immer und stößt auf Punkte, die evtl auch relevant sein können, daher:

    Ich habe schon immer im Erwachsenenalter recht schlechte Haut. Seit so nem halben Jahr hab ich neu ausgesprochen trockene Haut auf der Stirn und seitlich an der Nase
    Dazu war ich letztes Jahr zweimal beim Augenarzt, weil ich so Regenbogen um Lichter gesehen habe, die Augen extrem getränt haben und lichtempfindlich waren. Das habe ich immer noch hin und wieder und mache dann Geltropfen in die Aufen
    Nebenhölen sind bei mir schon immer etwas anfällig
    Und ich habe eine Skoliose

    Jetzt fällt mir aber nichts mehr ein
     
  4. Marly

    Marly Registrierter Benutzer

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    Hallo Vanitas!

    Willkommen im Forum!

    Du hast Glück im Unglück, dass du so schnell an eine Rheumatologin gekommen bist. Ich würde positiv an die Medikation rangehen und mir das
    nicht schon im Vorfelde schlecht reden. Körper und Seele hängen so dicht zusammen.
    Wenn du irgendwas nicht gut verträgst, wirst du es dann sehen und es gibt genug andere Medis. Irgendeins wird schon passen.
    Mit der Zeit wirst du dich in die Krankheit hineinfinden und wer weiß, vielleicht verschwindet sie auch wieder.
    Gegen schlechte Laune hilft der "Worüber hast du dich heute gefreut" oder der "Witze" Thread....:)

    Liebe Grüße
     
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  5. vanitas02

    vanitas02 Mitglied

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    Danke
    Marly, dass versuche ich natürlich. Aber das ist ja nicht zwingend alles rational.
    Das Problem bei solchen Dingen ist ja immer, dass man eher negative Berichte darüber hört. Diejenigen, bei denen es gut vertragen wird, haben da einfach weniger zu besprechen als die, die nach Hilfe suchen ...
    aber ich gebe mir ja Mühe.
    Letztlich muss ich jetzt sowieso erst mal abwarten, bis sich jemand aus der Klinik meldet.

    ich habe mal heute mit einem Tagebuch angefangen.
    Heute geht es mir sehr gut. Hände merke ich schon etwas. Aber ansonsten nur die Knie ganz minimal :)
     
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  6. Ranunkel

    Ranunkel Aktives Mitglied

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    Hallo Vanitas,
    da ich selber an einer rheumatischen Erkrankung leide, die weniger mit Schmerzen auftritt, bin ich immer wieder bestürzt, wenn ich Berichte über Funktionseinbussen durch Schmerzen lese und kann die dadurch entstehende Hilflosigkeit erahnen.

    Deshalb freue ich mich für Dich, dass es Dir i.R. des gesamten Geschehens möglich ist, Dich auf das Positive zu konzentrieren.

    Hast Du die Symptome an Haut und Augen der Rheumatologin gesagt? Falls nicht, solltest Du dies beim nächsten Termin noch nachholen.

    Zum Cortison möchte ich noch hinzufügen, dass es zwischen 6.00 und 8.00 Uhr genommen werden sollte; idealerweise gleich um 6.00 Uhr und immer zur gleichen Zeit.

    Die frühe Cortisoneinnahme ist deshalb sinnvoll, weil der Körper morgens selbst Kortison produziert und somit weniger Nebenwirkungen eintreten.

    Wahrscheinlich sind hier etliche, die Dir bei Deinen Symptomen mit Rat zur Seite stehen können.

    LG
    Ranunkel
     
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  7. kukana

    kukana Moderatorin

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  8. vanitas02

    vanitas02 Mitglied

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    Hallo zusammen!

    Ranunkel, danke für deinen Beitrag
    Ich gebe mir große Mühe mit dem Optimismus. Meist klappt es ganz gut. Gestern war ja auch ein gefühlt sehr guter Tag für mich. Trotzdem bin ich abends dann fast am Wäschewaschen gescheitert, weil ich die Waschmaschine wieder fast nicht zubekommen habe. Da war ich 5 Minuten doch sehr deprimiert.
    Das mit den Augen und der Haut habe ich der Ärztin auch gesagt, ja.

    Kukana, vielen Dank. Das Tagebuch schau ich mir mal an. Aktuell notiere ich es händisch. Die Apps, die ich bisher gefunden habe, haben mir nicht so gefallen.

    Ansonsten war die Nacht eher nicht so gut. Jetzt heute morgen geht es erstaunlich gut. Und ich war noch nicht mal duschen. Danach ist es meist sogar noch etwas besser. Daher bin ich optimistisch, was den Tag angeht.

    Eigentlich sind momentan hauptsächlich die Hände/Handgelenke schlecht. Der Rest ist ziemlich gut. Manchmal kann ich mich sogar hinknien im Moment. Wenn auch eher schwerfällig
    Allerdings merke ich hin und wieder die Ellbogen. Und gestern hat beim Treppe laufen mal links ein Zeh gezwickt. Vielleicht war das aber auch etwas anderes.

    Bin gespannt, ob ich Montag ein Ergebnis bekomme
     
  9. Dani1409

    Dani1409 Mitglied

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    Hallo Vanitas02;
    es stimmt was du sagst, massive Beschwerden und "sch.." aussehen, vertrage ich auch nicht. Zeitweise wenns mir körperlich bzw psychisch nicht gut geht, dann ist es mir aber eigentlich egal wenn ich nicht wie "ein Topmodell" herumlaufe.
    Bzgl Cortison: es wirkt zwar bei einen jeden anders aber ich bin "Cortisonfreund" und hab selbst bei hohen Dosen bis auf Vollmondgesicht u Appetit keine Gewichtsprobleme. Aufgrund unserer Erkrankung/Entzündungen brauchen wir es ja.
    Hoffentlich hörst du bald wie es weiter geht...
    Alles Gute lg Dani
     
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  10. vanitas02

    vanitas02 Mitglied

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    Hallo zusammen,

    heute bin ich doch etwas frustriert, mir geht es nicht so gut.
    Die letzten Nächte waren ziemlich schlecht, morgens wenn ich aufstehe, bin ich wie gerädert.
    Die Tage an sich waren am Wochenende aber eigentlich ziemlich gut

    Ich habe - natürlich - immer noch nichts von meinen Ergebnissen gehört. War ja irgendwie klar.
    Die Aussage dazu war ja, evtl. gibt es schon Freitag Infos dazu. Ansonsten sind die Ergebnisse wohl Montag da.
    Naja - Montag ist heute. Gemeldet hat sich niemand. Zu erreichen war auch nie jemand telefonisch. Und jetzt ist die telefonische Sprechzeit um.
    War ja klar ... ich bin frustriert. Ohne Beginn einer Behandlung - wie auch immer die aussehen mag - wird es zeitnah wahrscheinlich ja auch eher nicht besser werden. Aber nein, kein Stress, ich hab es nicht eilig :(

    oder kann so ein Schub von allein verschwinden?

    Ich frage mich sowieso, wie man so ein Gespräch dann am Telefon führen soll? Die rufen dann an, sagen - tja, wir vermuten bei Ihnen xy, nehmen sie mal das und das Medikament, wir schicken Ihnen das Rezept? Schon bisschen seltsam. Vielleicht hat man da ja doch etwas Gesprächsbedarf dann?

    Naja - ich nehm jetzt erst mal eine Schmerztablette. Hilft ja alles nix...
     
  11. Ranunkel

    Ranunkel Aktives Mitglied

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    Hallo Vanitas,
    einige rheumatische Erkrankungen werden von dem Gefühl „gerädert zu sein“ begleitet. Dies ist jedoch von Patient zu Patient unterschiedlich und kann sich mit der Therapie bessern.

    Dass Dein Wochenende gut war, freut mich für Dich und lässt doch hoffen, dass es mit der Therapie nochmal besser wird.

    Ob ein Schub bei Dir von alleine besser wird, kann ich leider nicht sagen.

    Ich vermute, Du sollst deshalb anrufen, weil man Dich möglichst schnell informieren will, Dich aber nicht schon jetzt kurzfristig zum Gespräch einladen wollte, damit Du Dich nicht vergebens auf den Weg machst.

    Weiterhin gute Besserung
    Ranunkel
     
  12. vanitas02

    vanitas02 Mitglied

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    Hallo Ranunkel,

    das hast du falsch verstanden. Sie wollten sich mit dem Ergebnis und der weiteren Behandlung melden. Termin habe ich erst wieder Mitte März. Gehört habe ich bisher nichts. Aber wie gesagt - wieso auch die Eile

    Naja - mein Wochenende war gut in Hinblick auf den Rheuma-Schub. Mein Wochenende war nicht so, wie ich mein weiteres Leben vorstelle. Tagsüber erträgliche Schmerzen. Kein Hinknien möglich
    Nachts schlimmere Schmerzen. Früh aufstehen, weil ich eh nicht mehr schlafen / liegen kann. Gerädert fühlen am Morgen
    Mir geht es bescheiden. Ich versuche nur, es positiv zu sehen.

    Für meine jetzigen Status war es gut. Als Dauerlösung nicht wirklich erträglich

    Zusätzlich spielen meine Augen nach dem gestrigen Tag draußen in der Sonne verrückt und brennen und Tränen

    Das kann kein Dauerzustand sein und ich würde einfach gerne mit einer Medikation beginnen. V.a. weil der Wirkungsbeginn ja nicht vor drei Monaten zu erwarten ist.

    Aber klar - lassen wir uns ruhig Zeit. Ne Woche zwei hin oder her macht ja nix. Ja. Die Ärzte haben Stress. Aber ist es wirklich zu viel erwartet, dass sie sich schnellstmöglich melden?
     
  13. Clödi

    Clödi Registrierter Benutzer

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    Hallo vanitas!

    Ich würde sagen, da lernst du gerade die erste Lektion in Sachen rheumatische Erkrankung: GEDULD ;)

    Und ich will das absolut nicht ins Lächerliche ziehen, aber Geduld braucht man wirklich ohne Ende. Wie du selber schon sagst, wirkt das MTX ja erst nach Wochen oder Monaten (wenn es denn wirkt).

    Wenn du dich nicht unendlich quälen willst, würde ich aus meiner persönlichen Erfahrung doch zur Einnahme von Prednisolon raten. Da man die Dosis ja so schnell wie möglich wieder reduziert, sind die NW absolut überschaubar. Ich bin auch kein Freund von Cortison, aber in bestimmten Situationen nehme ich es und bin dann dankbar für die Erleichterung, die ich innerhalb von ein bis zwei Tagen bekomme.

    Das frühzeitige Bekämpfen der Entzündung ist wirklich wichtig und die ganzen Ibu oder Celebrex sind ja auch nicht ungefährlich.

    Lg Clödi
     
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  14. Ranunkel

    Ranunkel Aktives Mitglied

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    Hallo Vanitas,
    nein, ein Dauerzustand ist das nicht und soll es ja auch nicht sein. Wie schnell die erforderlichen Laboruntersuchungen gemacht werden könnten, kann ich nicht sagen, und dass Du dringend auf Nachricht wartest ist verständlich.

    Doch Du schriebst am Donnerstag, Du wärst vorgestern, also Dienstag, zurUntersuchung gewesen, d.h. morgen ist erst eine Woche vorbei. Da es hier nicht nur um Laborbefunde geht, sondern um die Beurteilung aller am Untersuchungstag erhobenen Befunde im Gesamtbild, finde ich dies nicht zu lange; zumal auch noch Klärungsbedarf mit Kollegen bestehen könnte, schließlich soll der Patient auch eine sichere Diagnose erhalten.

    Auch ich möchte Dir empfehlen bis zur Diagnose und zum Wirkeintritt des Rheumapräparates das Prednisolon zu nehmen und Dich nicht unnötig zu quälen. Hat man Dir denn gesagt, in welcher Dosis Du das Cortison nehmen sollst?

    Ranunkel
     
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  15. vanitas02

    vanitas02 Mitglied

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    Hallo Clödi,

    Danke für deine Antwort. Geduld war noch nie meine Stärke leider. Und schon gar nicht, wenn es mit Schmerzen verbunden ist. Naja, mir wird ja nix anderes übrig bleiben, als zu warten.

    Ich weiß ja auch, dass es in dem Gesamtzusammenhang eigentlich lächerlich wirkt, aber ich bemühe mich gerade einige Kilo anzunehmen. Und der Gedanke an Cortison scheint das ganze Unterfangen zu torpedieren. Ich wäre halt lieber zufrieden mit meinem Äußeren, wenn es mir sonst schon sch.... geht. Finde es sich total blöd von mir. Aber das sind halt grad meine Gedanken dazu.

    Hallo Ranunkel,

    Ja stimmt. Morgen ist der Termin dort dann eine Woche her. Ich weiß, ich hatte überhaupt Glück, dass es so schnell ging. Aber ich würde mir so sehr eine Diagnose und einen Behandlungsstart wünschen.
    Ich habe ein Rezept für 100 Tabletten 5 mg Prednisolon mitbekommen damals.

    Weiter dazu gesät hat sie nichts. Ich vermute, dass sie das in dem Telefonat dann evtl. noch mal ansprechen wird.
     
    #15 25. Februar 2019
    Zuletzt bearbeitet: 26. Februar 2019
  16. Ranunkel

    Ranunkel Aktives Mitglied

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    Hallo Vanitas,
    vielleicht kannst Du gleich am Dienstag die richtige Dosishöhe erfragen; sollten es 5mg/Tag sein, wäre dies eine sehr niedrige Dosis, bei der kaum mit Nebenwirkungen zu rechnen ist.

    Du solltest bei Cortisoneinnahme auf die Zufuhr von mind, 400mg Kalzium tgl. durch die Nahrung achten und ausreichend Vitamin D, damit das Kalzium verwertet werden kann. Bei Deinem nächsten Termin solltest Du nachfragen, ob Vit. D Tabletten für Dich erforderlich sind.

    Bei Cortisoneinnahme solltest Du auch regelmäßig die Augen kontrollieren lassen, damit sich kein Glaukom bildet.

    Vanitas, jetzt bitte keine Panik! Die o.g. Empfehlungen sind reine Vorsichtsmaßnahmen, um Dich vor Nebenwirkungen zu schützen, denke jetzt bitte nicht wieder „bloß kein Cortison“.

    Ich selbst habe auch einige Zeit Cortison ohne diese Maßnahmen genommen, später dann mit diesen Maßnahmen über einen sehr langen Zeitraum und in höherer Dosis und habe keine Osteoporose. Doch muss ich leider sagen, dass ein Sehnerv leicht geschädigt ist, vermutlich hätte ich dies aber mit konsequenterer Augentropfengabe verhindern können. (Cortison über weit mehr als 10 Jahre und in deutlich höherer Dosis.)

    Gute Nacht,
    Ranunkel
     
  17. vanitas02

    vanitas02 Mitglied

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    Hallo Ranunkel,

    Ich kann leider erst einmal gar nichts fragen. Habe ja heute schon versucht, dort mit jemandem zu sprechen. Bin aber nicht durchgekommen. Und aktuell nehme ich ja kein Prednisolon. Das fand die Ärztin erst einmal ja ok. Ohne noch einmal mit ihr zu sprechen würde ich auch das Rezept auf gar keinen Fall einlösen. Wäre eben die Frage, ob ich es dann doch mit MTX nehmen soll oder so. Oder wie sie es sich jetzt so vorgestellt hat. Und wie ich es bis zum Einsatz der Wirkung des MTX überleben soll.

    Aber für das alles (auch für die Frage mit dem Vit. D) müsste ich erst einmal einen Anruf von den Ärzten bekommen

    Ich werde aber die von dir genannten Punkte dann auf jeden Fall erfragen. Das sind ja sehr gute Hinweise. Vielen Dank dafür! Ich muss mir mal eine Liste mit Fragen machen. Sonst vergesse ich beim Telefonat alles!

    LG
    Vanitas
     
  18. Clödi

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    Vanitas, wenn es dir wichtiger ist ein zwei Kilo weniger zu wiegen als weniger Schmerzen zu haben, dann ist das deine Entscheidung. Niemand kann dich zu etwas zwingen und die Konsequenzen, falls die Gelenke Schaden nehmen, trägst du ja auch selbst.

    Nur noch soviel: ich habe über ein Jahr Cortison in niedriger Dosierung genommen und nicht ein Gramm zugenommen. Keine Ahnung wieso du immer auf diese Gewichtszunahme als NW kommst. Hast du nur davon gelesen oder kennst du Betroffene?

    Bei mir funktioniert Gewichtsabnahme nur mit Bewegung. Kann ich mich wenig bis gar nicht bewegen, nehme ich auch nicht ab. Wenn man es mal so betrachtet, dass du dich unter Cortison wieder besser bewegen kannst, dann dürfte die Rechnung für dich sogar positiv ausfallen.

    Aber jetzt bin ich auch raus aus dem Thema.
     
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  19. vanitas02

    vanitas02 Mitglied

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    Danke. ich auch.
    Ich wusste nicht, dass man hier nur absolut für jeden nachvollziehbare Sorgen schreiben darf.
    Da hätte ich auch genug.
    Und noch einmal erklären, dass Schmerzen haben und sich nicht mehr leiden können für die Psyche dann auch nicht der hit ist, werde ich nicht mehr.

    Also vielen Dank für alle guten Anregungen, die ich hier bekommen habe.
    aber ich fühle mich gerade ziemlich auf den Schlips getreten ... sicherlich auch nicht nachvollziehbar. Drum bin ich dann besser wohl mal weg hier.

    Danke
     
  20. Clödi

    Clödi Registrierter Benutzer

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    Ich habe ausdrücklich gesagt, dass jeder seine eigene Entscheidung trifft und seine eigene Meinung hat.
    Meine ist anders als deine, was aber kein Grund ist, sich auf den Schlips getreten zu fühlen.

    Oder hast du in einem Forum erwartet, dass alle die gleiche Melodie pfeifen? Das wäre dann ja kein Austausch mehr.

    Nix für ungut.
     
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