Hey
@CandyandBlues
Wie Aida es schon schrieb, kann es, falls es dich Überwindung kostet, helfen sich ein kleines Ritual auszudenken. Insgesamt ist das alles ja keine Raketenwissenschaft und die Pens machen es einem eigentlich sehr einfach. Die Meisten neigen am Anfang dazu diese schlichte Aktion ein bisschen zu viel aufzublähen, das war aber bei mir auch so. Es ist anfangs einfach befremdlich absichtlich mit einer Nadel in die Haut zu stechen und sich dann auch noch etwas zu injizieren. Von Natur aus sind wir so gepolt um gerade solche Dinge zu vermeiden.
Es ist sicher bei jedem ein bisschen anders, aber nach ein paar Injektionen stellt sich schnell eine gewisse Routine ein.
Wenn du dir sehr unsicher bist und da noch Berührungsängste spürst oder sogar einen inneren Wiederstand, rate ich dir es ein zwei mal mit Anleitung zu machen. Helfen kann dir da eigentlich fast jeder Mediziner und auch entsprechendes Praxispersonal müsste dazu in der Lage sein oder jemand der selbst schon eine Weile Pens benutzt.
Ich spritze heute eher beiläufig und beschäftige mich damit gedanklich kaum. Meine Orencia-Pens werden kühl gelagert. Irgendwann Sonntags nehme ich einen Pen heraus und lege schon mal einen Alkoholtuper und ein Pflästerchen dazu. Wenn der Pen dann Zimmertemperatur hat, schaue ich in mein Notizbuch, wo ich die Injektionen immer eintrage, nach, welche Seite dran ist und dann geht es ganz fix.
Hose runter, Oberschenkel desinfizieren, kurz ablüften lassen, Kappe vom Pen abziehen und kurz die Flüssigkeit checken ob alles normal aussieht, mit Daumen und Zeigefinger raumgreifend locker eine Hautwulst am Oberschenkel bilden, Pen locker aufsetzen und ohne weiter darüber nachzudenken einfach auf den Auslöseknopf drücken.
Sobald alles drin ist, zähle ich noch bis 10, rausziehen, Pflaster drauf und das Gedöns entsorgen. Fertig
Ich finde jeh lockerer und beiläufiger man das macht, umso unbedeutender ist es. Schmerzhaft ist es ohnehin nicht. Wenn man überhaupt etwas merkt, ist es ein kleiner Pieks oder auch mal ein kurzes Druckgefühl (Mitesser ausdrücken ist schlimmer).
Unangenehm wird es eigentlich nur wenn man krampfig ist, die Haut zusammen quetscht oder den Pen zu fest auf die Haut drückt.
Wenn ich mich während der Injektion gleichzeitig mit meiner Frau über ein ganz anderes Thema unterhalte und es ganz beiläufig mache, spüre ich meist garnichts und es ist mal eben nebenbei erledigt.
Auch wenn es wirklich keine große Sache ist, sollte man natürlich schon wissen wie es gut funktioniert. Man muss sich dann aber eigentlich nicht mehr großartig damit beschäftigen, das ist eigentlich eher kontraprodutiv, weil es diese kleine notwendige Prozedur nur unnötig wichtig macht. Viel wichtiger ist es den richtigen Tag nicht zu verpassen und sich rechtzeitig ein neues Rezept zu besorgen.
Anfangs fällt es uns fast allen schwer zu spritzen, weil es ungewohnt ist, aber eigentlich ist es nichts was einen verunsichern sollte, weil es meistens hilft die Schmerzen und Symptome loszuwerden. Also einfach rein mit dem Zeugs, es lohnt sich.
Liebe Grüße und gute Besserung wünscht Manoul
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