Rosarot
trägt keine Brille ... ;)
Guten Morgen,
da manch eine/r Angst vor Nebenwirkungen hat und es auch einige Threads diesbezüglich gibt, wollte ich heute mal einen neuen Beitrag eröffnen, der Positives berichtet und hoffe, andere mit ebenfalls guten Erfahrungen schließen sich an.
Dieser Thread soll Mut machen und Angst nehmen. Deshalb fasse ich hier mal kurz meine Erfahrungen zusammen. Wenn sich jemand für meinen gesamten Verlauf interessiert > einfach in meiner Signatur auf „Vorstellung und Beschwerdeverlauf“ klicken.
Also, erstmal meine Diagnose: frühe aktive chronische Polyarthritis (c.P.).
Mitte März 2006 konnte ich nicht mal mehr aus dem Bett aufstehen vor Schmerz und Blei in den Beinen – ein Klogang war ein Abenteuer, eine Treppe runter zu gehen fast aussichtslos ... Selbst im Liegen waren die kleinsten Bewegungen ein schmerzender Horror. Ich war mächtig malade ...
Und heute, zwei Monate später, lebe ich wieder ganz normal.
Ich habe vorgestern die dritte MTX-Spritze (einmal wöchentlich) gehabt und kann immer noch sagen: keine unangenehmen oder gar bösen Nebenwirkungen und es geht mir – bzw. meinem Gebein – immer besser! Schon nach der zweiten Spritze merkte ich eine deutliche Besserung!
Natürlich habe ich noch Schmerzen. Nehme 1 x täglich am Abend eine Diclo 75. Aber diese Schmerzen sind gut auszuhalten – behindern mich kaum und beeinträchtigen nicht meine Psyche durch diese erheblichen Bewegungseinschränkungrn und diesen typisch quälenden Dauernschmerz von Kopf bis Fuß, den ich vom März 2006 kenne ...
Meine Finger sind morgens ein wenig steif – es fällt mir an manchen Tagen schwer, eine Ringpulldose Katzenfutter zu öffnen oder den Rolladen hoch zu ziehen. Versuche werden mit einem „reißenden“ Schmerz quittiert. Nach ein, zwei Stunden und ein bisschen Fingergymnastik geht es aber relativ problemlos.
Wenn ich eine Treppe runter gehe, merke ich eine Steifigkeit und leichten Schmerz in den Kniegelenken. Bei Überdehnungen bzw. wenn ich Gelenke zu sehr "knicke" (zum Beispiel, wenn ich aus der Badewanne aufstehe) spüre ich einen scharfen Schmerz. Deshalb muss ich natürlich bedächtig in meinen Bewegungen sein – und „drehende“ vermeiden. Aber, dass gewöhnt man sich schnell an ... Einzige wirkliche Einschränkung: Hinknieen geht nicht mehr. Zumindest im Moment.
Kurz zur Info:
Meine ersten Beschwerden tauchten Ende Januar 2006 auf, den ersten Rheuma-Doc-Date hatte ich Ende März 2006 und Mitte April 2006 hatte ich dann meine Diagnose: frühe aktive chronische Polyarthritis (c.P.)
Cortison-Therapie seit Mitte März: 150 mg – inzwischen bei 7 mg täglich.
Basis-Therapie seit Anfang Mai: per MTX-Spritze (10 mg) einmal wöchentlich.
Fazit:
Seit der MTX-Thrapie ist so, als hätte sich der Schmerz, der sich vorher im gesamten Gebein befand, weitgehend auf das nächste Gelenk zurückgezogen. Deshalb fühlt sich dort der Schmerz konzentrierter an, denke ich. Viele Patienten berichten von einer Schmerzzunahme – ich denke aber, es ist der punktuellere Schmerz. Dieser wird heftiger wahrgenommen, als er eigentlich ist – jedenfalls im Gegensatz zu vorher.
Ansonsten gönne ich mir mehr Schlaf, was mir insgesamt sehr gut tut ... Auch mal ein Stündchen Nachmittagsschlaf muss mehrmals wöchentlich sein. Ich schaue diese Strategie einfach meinen Katzen ab ... siehe Bild im Anhang. Ist das nicht supergoldisch?
Es wäre schön, wenn andere MTXler mit guten Erfahrungen auch hier berichten würden.
Schööönen Tag!
Rosarot
da manch eine/r Angst vor Nebenwirkungen hat und es auch einige Threads diesbezüglich gibt, wollte ich heute mal einen neuen Beitrag eröffnen, der Positives berichtet und hoffe, andere mit ebenfalls guten Erfahrungen schließen sich an.
Dieser Thread soll Mut machen und Angst nehmen. Deshalb fasse ich hier mal kurz meine Erfahrungen zusammen. Wenn sich jemand für meinen gesamten Verlauf interessiert > einfach in meiner Signatur auf „Vorstellung und Beschwerdeverlauf“ klicken.
Also, erstmal meine Diagnose: frühe aktive chronische Polyarthritis (c.P.).
Mitte März 2006 konnte ich nicht mal mehr aus dem Bett aufstehen vor Schmerz und Blei in den Beinen – ein Klogang war ein Abenteuer, eine Treppe runter zu gehen fast aussichtslos ... Selbst im Liegen waren die kleinsten Bewegungen ein schmerzender Horror. Ich war mächtig malade ...
Und heute, zwei Monate später, lebe ich wieder ganz normal.
Ich habe vorgestern die dritte MTX-Spritze (einmal wöchentlich) gehabt und kann immer noch sagen: keine unangenehmen oder gar bösen Nebenwirkungen und es geht mir – bzw. meinem Gebein – immer besser! Schon nach der zweiten Spritze merkte ich eine deutliche Besserung!
Natürlich habe ich noch Schmerzen. Nehme 1 x täglich am Abend eine Diclo 75. Aber diese Schmerzen sind gut auszuhalten – behindern mich kaum und beeinträchtigen nicht meine Psyche durch diese erheblichen Bewegungseinschränkungrn und diesen typisch quälenden Dauernschmerz von Kopf bis Fuß, den ich vom März 2006 kenne ...
Meine Finger sind morgens ein wenig steif – es fällt mir an manchen Tagen schwer, eine Ringpulldose Katzenfutter zu öffnen oder den Rolladen hoch zu ziehen. Versuche werden mit einem „reißenden“ Schmerz quittiert. Nach ein, zwei Stunden und ein bisschen Fingergymnastik geht es aber relativ problemlos.
Wenn ich eine Treppe runter gehe, merke ich eine Steifigkeit und leichten Schmerz in den Kniegelenken. Bei Überdehnungen bzw. wenn ich Gelenke zu sehr "knicke" (zum Beispiel, wenn ich aus der Badewanne aufstehe) spüre ich einen scharfen Schmerz. Deshalb muss ich natürlich bedächtig in meinen Bewegungen sein – und „drehende“ vermeiden. Aber, dass gewöhnt man sich schnell an ... Einzige wirkliche Einschränkung: Hinknieen geht nicht mehr. Zumindest im Moment.
Kurz zur Info:
Meine ersten Beschwerden tauchten Ende Januar 2006 auf, den ersten Rheuma-Doc-Date hatte ich Ende März 2006 und Mitte April 2006 hatte ich dann meine Diagnose: frühe aktive chronische Polyarthritis (c.P.)
Cortison-Therapie seit Mitte März: 150 mg – inzwischen bei 7 mg täglich.
Basis-Therapie seit Anfang Mai: per MTX-Spritze (10 mg) einmal wöchentlich.
Fazit:
Seit der MTX-Thrapie ist so, als hätte sich der Schmerz, der sich vorher im gesamten Gebein befand, weitgehend auf das nächste Gelenk zurückgezogen. Deshalb fühlt sich dort der Schmerz konzentrierter an, denke ich. Viele Patienten berichten von einer Schmerzzunahme – ich denke aber, es ist der punktuellere Schmerz. Dieser wird heftiger wahrgenommen, als er eigentlich ist – jedenfalls im Gegensatz zu vorher.
Ansonsten gönne ich mir mehr Schlaf, was mir insgesamt sehr gut tut ... Auch mal ein Stündchen Nachmittagsschlaf muss mehrmals wöchentlich sein. Ich schaue diese Strategie einfach meinen Katzen ab ... siehe Bild im Anhang. Ist das nicht supergoldisch?
Es wäre schön, wenn andere MTXler mit guten Erfahrungen auch hier berichten würden.
Schööönen Tag!
Rosarot
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