Maggy63
Kreativmonster
...ich hatte das Ganze schon mal als Blog geschrieben. Weil sich da aber nichts mehr ergänzen läßt, nochmal so....
Hallo ihr Lieben,
ich möchte mich einmal vorstellen, damit ihr wisst, mit wem ihr's hier zu tun habt
Baujahr '63
in 2. Ehe verheiratet
2 Kinder ( geb. 1990 und 1997)
Ehemann + Kinder mit ADHS
Bis zur Geburt des 1. Kinder in Vollzeit, danach halbtags als Verwaltungsangestellte tätig
Als Kind war ich schon immer sehr empfänglich für Krankheiten aller Art, blaß, blutarm und latent depressiv.
Im Alter von ca. 15 Jahre bat ich unseren damaligen Hausarzt um psychologische Hilfe. Diese sprach er mir ab, sowas, also Depressionen, hätte man in dem Alter nicht. (Ich war jahrelang suizidgefährdet!)
Das erste Mal verheiratet mit 21, die Ehe blieb kinderlos und hielt 5 Jahre.
Mit 25 bekam ich einen Bandscheibenvorfall im LWS-Bereich, der aber nicht operiert werden musste.
Während des Trennungsjahres lernte ich meinen 2. Mann kennen und wurde auch gleich schwanger. Und kurz nach der Geburt nahm mein 'Leidensweg' seinen Anfang.
1990
Es begann mit unerträglicher Müdigkeit und massiven Schlafstörungen. Das habe ich erst noch so hingenommen. Mein Baby war das absolute Schreikind!
1993
Als meine Tochter 3 Jahre alt war, rutschte die Psyche dramatisch in den Keller. Es folgte der 1. stationäre Aufenthalt in der Psychatrie wg. Angstzuständen und Panikattacken. Kurz darauf der 2., geschlossene Abteilung wg. Suizidgefahr.
Nach der Entlassung 2 Jahre ambulante Therapie.
1994
Was jahrelang als chron. Bronchitis behandelt wurde, entpuppte sich 1994 als ausgewachsenes Asthma! Da war mein Zustand schon so miserabel, der Lungenfacharzt war ziemlich besorgt.
Mittlerweile hält sich das Asthma dank guter Medis auf einem guten Level.
Zusätzlich zur mittlerweile lähmenden Müdigkeit kamen nach und nach immer mehr Schmerzen dazu. Ein Aufenthalt im Schlaflabor brachte keine Erklärung für die Müdigkeit.
In den folgenden Jahren habe ich unzählige Ärzte und Untersuchungen kennengelernt:
Kardiologe wg. Herzrythmusstörungen
Internisten wg. Magen- und Darmbeschwerden
Schmerztherapeut und und und.....
1997
Geburt meines zweiten Kindes
2000
Endlich eine Diagnose: Fibromyalgie
Leider wurde das von den meisten Ärzten als 'Modeerscheinung' abgetan und infolgedessen auch nicht ernst genommen. Dagegen tun könne man eh nichts, bewegen sie sich mehr und finden sie sich damit ab...
Derselbe Arzt, der die Diagnose gestellt hatte, war dann aber 5 Jahre später der Meinung, Fibro wäre das doch nicht. Aber was sonst, darauf fehlt mir bis heute eine Antwort...
2004 eine schwere Lungenentzündung (doppelseitig/dreifach).
Mein Lungendoc hat meine Röntgenbilder zum Ärztestammtisch mitgenommen, sowas gäbe es selten zu sehen....
2006 halbseitige Gesichtslähmung - Ursache unbekannt
In dieser Zeit habe ich gelernt, geduldig zu bleiben. Niemand konnte eine Prognose abgeben, ob + wann es besser wird, welche Folgeschäden bleiben, ob ich vielleicht Zeit meines Lebens als Helga-Feddersen-Double gehen würde....Bis auf einen kleinen Rest ist gottseidank alles wieder gut geworden!
2007
Übelkeit, Erbrechen und Durchfall wurden nach (unzähligen) Magen- und Darmspiegelungen und Krankenhausaufenthalten (geben Sie's doch zu, sie haben Bulimie...) nach 6 Jahren Leidenszeit endlich als Laktoseintoleranz erkannt.
Erste stärkere Beschwerden im re. Knie und li. Schultergelenk - Diagnose: Schleimbeutelentzündung
Gebessert hat sich bis heute nichts!
2010
Seit Sommer starke Schmerzen in ISG und Hüfte. Seitdem krankgeschrieben.
Ein Krankenhausaufenthalt brachte keine Klärung. Während des Aufenthaltes bekam ich die bösartigsten Kopfschmerzen, die ich je hatte. Verlegung auf die neurologische Station, Untersuchung auf MS + Borreliose negativ. Entlassung nach 2 Wochen im schlechteren Zustand als zuvor! Unkontrollierte Zuckungen in Arm und Bein, das rechte Bein knickte ständig weg. Ich brauchte einige Wochen den 'Beistand' von Krücken, damit ich vorwärts konnte ohne umzufallen!
Im Endeffekt war alles ausgelöst durch die Medikante und Infiltrationen.
Danach Tournee durch verschiedene Arztpraxen mit dem Ergebnis: Ist alles psychosomatisch!.....
Ein Facharzt für rehabilitative Medizin stellte dann diverse Blockaden im Beckenbereich fest. Nach einigen Behandlungen durch Manualtherapeuten etwas Besserung. Die Lähmungserscheinungen im Bein gingen wieder weg, aber Schmerzen in ISG und Hüfte blieben hartnäckig bestehen.
Im November 2010 der Versuch der Wiedereingliederung.
Abbruch nach wenigen Tagen wg. unerträglicher Unterleibsschmerzen.
Es folgten Darmspiegelung, CT, Ultraschall
Festgestellt wird eine ausgeprägte Beckenbodensenkung.
Anfang 2011 Begutachtung durch den MDK
Dort kam das 1. Mal das Thema Rheuma zur Sprache. Die Arbeitsunfähigkeit wurde eindeutig bestätigt.
Im Februar 2011 tatsächlich schon Termin beim Rheumatologen bekommen!
Fibromyalgie bestätigt, Spondyloarthritis noch mit Fragezeichen. Weitere Untersuchungen folgen.
Celebrex muss nach 14 Tagen abgesetzt werden, da es das Asthma verschlechtert. Seitdem erstmal Diclo 50
Im April 2011 wird die Gebärmutter entfernt. Ich hoffe, danach ist alles gut!
Hier noch eine Auflistung all meiner 'Wegbegleiter':
Ich danke euch für eure Geduld, der Text war doch etwas länger.
Viele Grüße und alle guten Wünsche an euch!
Maggy
Hallo ihr Lieben,
ich möchte mich einmal vorstellen, damit ihr wisst, mit wem ihr's hier zu tun habt
Baujahr '63
in 2. Ehe verheiratet
2 Kinder ( geb. 1990 und 1997)
Ehemann + Kinder mit ADHS
Bis zur Geburt des 1. Kinder in Vollzeit, danach halbtags als Verwaltungsangestellte tätig
Als Kind war ich schon immer sehr empfänglich für Krankheiten aller Art, blaß, blutarm und latent depressiv.
Im Alter von ca. 15 Jahre bat ich unseren damaligen Hausarzt um psychologische Hilfe. Diese sprach er mir ab, sowas, also Depressionen, hätte man in dem Alter nicht. (Ich war jahrelang suizidgefährdet!)
Das erste Mal verheiratet mit 21, die Ehe blieb kinderlos und hielt 5 Jahre.
Mit 25 bekam ich einen Bandscheibenvorfall im LWS-Bereich, der aber nicht operiert werden musste.
Während des Trennungsjahres lernte ich meinen 2. Mann kennen und wurde auch gleich schwanger. Und kurz nach der Geburt nahm mein 'Leidensweg' seinen Anfang.
1990
Es begann mit unerträglicher Müdigkeit und massiven Schlafstörungen. Das habe ich erst noch so hingenommen. Mein Baby war das absolute Schreikind!
1993
Als meine Tochter 3 Jahre alt war, rutschte die Psyche dramatisch in den Keller. Es folgte der 1. stationäre Aufenthalt in der Psychatrie wg. Angstzuständen und Panikattacken. Kurz darauf der 2., geschlossene Abteilung wg. Suizidgefahr.
Nach der Entlassung 2 Jahre ambulante Therapie.
1994
Was jahrelang als chron. Bronchitis behandelt wurde, entpuppte sich 1994 als ausgewachsenes Asthma! Da war mein Zustand schon so miserabel, der Lungenfacharzt war ziemlich besorgt.
Mittlerweile hält sich das Asthma dank guter Medis auf einem guten Level.
Zusätzlich zur mittlerweile lähmenden Müdigkeit kamen nach und nach immer mehr Schmerzen dazu. Ein Aufenthalt im Schlaflabor brachte keine Erklärung für die Müdigkeit.
In den folgenden Jahren habe ich unzählige Ärzte und Untersuchungen kennengelernt:
Kardiologe wg. Herzrythmusstörungen
Internisten wg. Magen- und Darmbeschwerden
Schmerztherapeut und und und.....
1997
Geburt meines zweiten Kindes
2000
Endlich eine Diagnose: Fibromyalgie
Leider wurde das von den meisten Ärzten als 'Modeerscheinung' abgetan und infolgedessen auch nicht ernst genommen. Dagegen tun könne man eh nichts, bewegen sie sich mehr und finden sie sich damit ab...
Derselbe Arzt, der die Diagnose gestellt hatte, war dann aber 5 Jahre später der Meinung, Fibro wäre das doch nicht. Aber was sonst, darauf fehlt mir bis heute eine Antwort...
2004 eine schwere Lungenentzündung (doppelseitig/dreifach).
Mein Lungendoc hat meine Röntgenbilder zum Ärztestammtisch mitgenommen, sowas gäbe es selten zu sehen....
2006 halbseitige Gesichtslähmung - Ursache unbekannt
In dieser Zeit habe ich gelernt, geduldig zu bleiben. Niemand konnte eine Prognose abgeben, ob + wann es besser wird, welche Folgeschäden bleiben, ob ich vielleicht Zeit meines Lebens als Helga-Feddersen-Double gehen würde....Bis auf einen kleinen Rest ist gottseidank alles wieder gut geworden!
2007
Übelkeit, Erbrechen und Durchfall wurden nach (unzähligen) Magen- und Darmspiegelungen und Krankenhausaufenthalten (geben Sie's doch zu, sie haben Bulimie...) nach 6 Jahren Leidenszeit endlich als Laktoseintoleranz erkannt.
Erste stärkere Beschwerden im re. Knie und li. Schultergelenk - Diagnose: Schleimbeutelentzündung
Gebessert hat sich bis heute nichts!
2010
Seit Sommer starke Schmerzen in ISG und Hüfte. Seitdem krankgeschrieben.
Ein Krankenhausaufenthalt brachte keine Klärung. Während des Aufenthaltes bekam ich die bösartigsten Kopfschmerzen, die ich je hatte. Verlegung auf die neurologische Station, Untersuchung auf MS + Borreliose negativ. Entlassung nach 2 Wochen im schlechteren Zustand als zuvor! Unkontrollierte Zuckungen in Arm und Bein, das rechte Bein knickte ständig weg. Ich brauchte einige Wochen den 'Beistand' von Krücken, damit ich vorwärts konnte ohne umzufallen!
Im Endeffekt war alles ausgelöst durch die Medikante und Infiltrationen.
Danach Tournee durch verschiedene Arztpraxen mit dem Ergebnis: Ist alles psychosomatisch!.....
Ein Facharzt für rehabilitative Medizin stellte dann diverse Blockaden im Beckenbereich fest. Nach einigen Behandlungen durch Manualtherapeuten etwas Besserung. Die Lähmungserscheinungen im Bein gingen wieder weg, aber Schmerzen in ISG und Hüfte blieben hartnäckig bestehen.
Im November 2010 der Versuch der Wiedereingliederung.
Abbruch nach wenigen Tagen wg. unerträglicher Unterleibsschmerzen.
Es folgten Darmspiegelung, CT, Ultraschall
Festgestellt wird eine ausgeprägte Beckenbodensenkung.
Anfang 2011 Begutachtung durch den MDK
Dort kam das 1. Mal das Thema Rheuma zur Sprache. Die Arbeitsunfähigkeit wurde eindeutig bestätigt.
Im Februar 2011 tatsächlich schon Termin beim Rheumatologen bekommen!
Fibromyalgie bestätigt, Spondyloarthritis noch mit Fragezeichen. Weitere Untersuchungen folgen.
Celebrex muss nach 14 Tagen abgesetzt werden, da es das Asthma verschlechtert. Seitdem erstmal Diclo 50
Im April 2011 wird die Gebärmutter entfernt. Ich hoffe, danach ist alles gut!
Hier noch eine Auflistung all meiner 'Wegbegleiter':
- Müdigkeit
- Erschöpfung
- Muskelschmerzen/Muskelschwäche
- Kopfschmerzen/Migräne
- Nervenentzündungen am Kopf
- Konzentrations- und Denkschwierigkeiten
- Halsschmerzen
- Schlafstörungen
- Durchfall
- Übelkeit (bis zum Erbrechen)
- Schwindel
- Tinnitus
- Müde, brennende Augen mit Fremdkörpergefühl
- Herzrhytmusstörungen
- Nächtliches Schwitzen
- Geschwollene Augen, finger, Füße
- Kalte Füße, Hände, Nase
- Kribbeln in Fingern und Zehen
- Taubheitsgefühl in den Fingern
- Schmerzen in den verschiedensten Gelenken: Knie, ISG, Hüfte, Schultern, Ellenbogen, Finger...
Ich danke euch für eure Geduld, der Text war doch etwas länger.
Viele Grüße und alle guten Wünsche an euch!
Maggy
. So langsam gewöhne ich mir das schlechte Gewissen bezügl. meiner Untätigkeit ab. Was nicht geht, geht eben nicht...
