Hallo Kiara,
Ich habe auch nur alle 9 Monate in der Rheumaambulanz Termin. Meine Rheumatologin hat mir einen Brief für den Hausarzt gegeben für die nötigen Blutkontrollen alle 3 Monate. Mein Hausarzt verschreibt mir auch alle Medikamente.
Ich war erst letzte letzte Woche zur Blutabnahme.
Ich nehme allerdings am Hausarzt Programm teil, heißt alles läuft über den Hausarzt.
Ich wohne in NRW, Rheumaambulanz ist in Hessen.
Vielleicht hilft dir auch die Ambulanz mit einem Anschreiben an die Hausarzt Praxis.
Liebe Grüße
@ Bärchen55: Das ist (war) bei mir auch alles so. Nur, das die alte Hausärztin nur mit Gezeter Blutwerte und Ultraschall machen wollte, die neue Ärztin jetzt gar nicht mehr und du bringst mich aber auf das Hausarzt-Programm, welches ich nicht gewählt hatte (es gab aber für mich Gründe).
Auszüge:
Kiara,
Eine Krankenversicherung ist ein Unternehmen, und an der Erhaltung der Gesundheit ist unser System (und leider auch der Großteil der Gesellschaft!) nicht interessiert, würde das doch ganz andere Anstrengungen bedeuten.
Hochrisikomedikamente, die "nicht mehr überprüft werden", sind mir nicht bekannt, und notwendige Ultraschalluntersuchungen (welche meinst du konkret?) werden meines Wissens durchaus gemacht.
Ich kann nur appellieren, nicht alles schwärzer zu malen, als es ist, sonst trübt sich der Blick....
Die Entscheidung, bestimmte Blutwerte nicht mehr machen zu wollen (oder angeblich zu können), ist eine oft irrationale aus Unwissenheit oder vielleicht auch fehlender Bereitschaft.
Es gibt für die Kontrollen klare Regelungen. Eine Petition wird wenig bewirken und braucht es auch m. E. nicht.
Wirklich notwendige Untersuchungen sind nach wie vor möglich - man muss nur wollen.
@ Schleiereule: Du bist sehr weise, weißt du das?

Du hast völlig Recht. In Allem. Es war anscheinend ein schon länger vorliegendes Missverständnis.
Die neue Ärztin rief mich noch mal an am Montag und wir sprachen sehr ruhig miteinander. Als erstes fiel ihr dann auf, dass eine weitere autoimmune Erkrankung nicht unter den chronischen Erkrankungen stand, die wohl irgendwo in der Akte über allem drüber stehen. Von daher wurde grundsätzlich schon mal ein Fehler im System erkannt. Und möglicherweise ergibt das ein anderes Bild für die Blutwerte. Heute war ich dann beim Blutabnehmen und Dienstag hol ich meine Überweisung für die Rheumaambulanz ab plus Blutwerte.
Ich sagte, "wenn es Fragen gibt, bitte reden Sie mit mir, es muss ja möglich sein, dass beide "Parteien" nicht zu kurz kommen und grade chronische Erkrankungen sollen doch in Zukunft besser und heimatnah beobachtet werden, gemäß Lauterbach".
Die Krankenversicherung ist ein Unternehmen und genau das läuft ja da und bei der KV und Krankenhäuser nur noch aufs Geld verdienen hinaus, Mammon eben. Patienten behandeln und Mammon verträgt sich nicht miteinander. Das ist das falsche System in dem wir leben. Das wird noch wieder werden, denke ich. Bisher wird das ganz System noch von den Ärzten und Pflegepersonal getragen, weil sie eigentlich noch helfen wollen. Aber lange geht das ja auch nicht mehr gut. Sie werden quasi gezwungen Abstriche zu machen. Alleine, dass Hausärzte aus ihrem Geldbeutel Gelder an die KV zurückzahlen müssen, ist doch bekloppt.
Ich habe die Kombination Azulfidine und Leflunomid, das ist keine optimale Kombination, aber MTX hat nicht funktioniert und Azulfidine nehme ich schon von Anfang an und das läuft bei mir ganz gut. Aber da müssen halt die Kontrollen gemacht werden und anscheinend wissen das die Hausärzte nicht.
Beim Ultraschall ist wahrscheinlich wichtig Leber und Nieren. Alte Hausärztin hat aber immer gesagt: "Wenn schon denn schon" und hat den ganzen Bauchraum gemacht. Ich ging davon aus, die Hausärztin kennt sich aus. Das die NULL Ahnung habt, ahnte ich nicht. Dazu riet mir meine alte Rheumatologin beim Abschied auf jeden Fall alle 12 Wochen die Blutwerte kontrollieren zu lassen, Leber und Nieren immer zu überprüfen und sich von den Ärzten nicht abwimmeln zu lassen. Es ist meine Gesundheit, die dabei drauf gehen kann. Und so mach ich das dann auch.
Die (neu) Hausärztin hatte am letzten Freitag zweimal bei mir angerufen, ich war nicht da und ich bekam Panik, weil ich ja noch Medikamente bestellt hatte und ich hatte jetzt über das Wochenende Angst, dass ich die in Zukunft auch nicht von ihr bekomme und jedes mal zur Rheumaambulanz müsste. Also das war zu schwarz gesehen - die Ärztin wollte, (vielleicht weil ich darauf bestanden hatte, eine Bescheinigung für die Rheumaambulanz zu bekommen, dass ich keine Blutabnahmen mehr von ihr bekomme), mit mir nur vorher kurz die Lage besprechen, sich einen Überblick zu verschaffen, sagte sie am Telefon.
Die Mitarbeiter hatten mir aber gesagt: "Die (neue) Ärztin macht das nicht mehr und die macht bei Ihnen bestimmt keine Ausnahme". Was sich ja nicht so anhörte, wie die Ärztin dann sagte.
Und last but not least: Ich per persönlich nehme meine Gesundheit sehr wichtig und bin auch bereit, dafür was zu tun (Sport, anders essen usw.) Alleine, weil ich damit viele Medikamente sparen kann, die ist oftmals nicht gut vertrage und die Nebenwirkungen nicht will. Ich behelfe mir lieber mit Naturheilmitteln, z.B. Weihrauch usw. Also ich übernehme da für mich schon die Verantwortung. Und ja, wenn man das macht, gefällt das der Medikamentenlobby nicht besonders. Die haben natürlich viel lieber kranke Leute, die viele ihrer Medikamente schlucken. Eigentlich gruselig, wie da die Mentalität ist. Und das staatlicherseits auch so gewollt ist.
Aber gut, man muss eben nicht alles mitmachen. Ich für meinen Teil, gehe davon aus, dass das nun läuft und dass ich da weiter bleiben kann und ich nicht mehr so schlecht behandelt werde in der Praxis.
Ich werde berichten. Danke für Eure Hilfen. Ich wünsche Euch allen von Herzen, dass das Rheuma und alle damit verbundenen Schwierigkeiten zurück geht. Bei jedem persönlich. Also gute Besserung allen!
Liebe Grüße
Kiara
Ah, ps das Thema "Hausarzt-Programm" hab ich angesprochen. Sie informiert sich darüber noch und ich auch und dann könnte ich das ja auch umwählen, wenn es für beide Seiten besser ist.