3. Wenn mir die Hausarztpraxis die Rheumamittel verschreibt - müsste sie eigentlich doch auch die Blutuntersuchungen dazu übernehmen?
Möglicherweise, wenn ich mit dem Argument käme, lehnt sie nachher noch ab, mir die Medikamente zu verschreiben... dann muss ich möglicherweise alle drei Monate zur Ambulanz in der Klinik. Ob die mir überhaupt Medikamente verschreiben???
Naja, konsequent wäre es. Ent- oder weder......
1. Für die Blutabnahmen unter Immunsuppressiva gibt es so genannte Ausnahmeziffern, die diese Abnahme aus dem Budget nehmen.
Die Medikamente muss der Hausarzt nicht verschreiben - das ist an und für sich Sache des Facharztes und ein wenig Ermessenssache.
Bei MTX (Tabletten) oder einfachen Medikamenten finde ich das nicht so kritisch - nur gehören dann für mich auch die notwendigen Kontrollen dazu!
Ganz ehrlich: ich würde es eindeutig und verbindlich klären und dann entscheiden, ob ich nicht eine andere Hausärztin brauche.....
2.
@PiRi: das Wort "Gesundheitsuntersuchung" ist abrechnungstechnisch ein Synonym für "Checkup" und damit ein definierter Begriff. Finde ich auch missverständlich, ist aber so umbenannt ("Gesu")
@Alle
Schilddrüsenwerte und Ferritin/Transferrinsättigung sind keine typischen Parameter (besonders Ferritin!) des "Checkups" und werden normalerweise nach Indikation (V.a. oder Ausschluss einer Funktionsstörung, z. B. vor CT) und zur Kontrolle der Therapie bei Unter- oder Überfunktion bestimmt. Sprich, wenn ich eine Blutarmut mit kleinen roten Blutkörperchen habe und entweder nicht klar ist, warum das so ist oder ein Eisenmangel schon einmal vorlag, ist das ganz klar ein Wert, der für die weitere Behandlung wichtig ist.
Ein "Checkup" ist wie eine TÜV-Untersuchung - sie dient der Überprüfung des regelrechten Funktionszustands des Autos (des Organismus) und soll verdeckte, also nicht erwartete, aber mögliche Fehler aufdecken!
Ein kaputtes Auto (Eisenmangel) brauche ich nicht beim TÜV vorzustellen - es wird die Unbedenklichkeitsplakette nicht bekommen......