Jetzt bin ich wieder bei 0

Das widerum verstehe ich nicht: wieso Spirale und Pille gleichzeitig? Was soll das bringen?
Bei Endometriose ist doch eigentlich eine bestimmte Pillenrichtung die Methode der Wahl- sowohl für die Verhütung als auch gegen die Endoschmerzen. Ich habe diese Pille genommen, bis ich so 56 war. Mein Endometriosespezialist meinte dann, ich solle aufhören, vermutlich komme ich dann in die Wechseljahre, d.h. er nahm an, ich bekäme keine Periode mehr. Die hatte ich dann noch mal wieder ganz regelmäßig für etwas mehr als zwei Jahre, die Schmerzen waren allerdings nicht stärker, sondern so wie mit Pille. Dann hörte die Periode auf und so nach und nach dann auch die Schmerzen.

Ich habe noch was für dich bei "ich bin neu" geschreiben.......

Ich habe diese ganzen Pillen schon durch, glaube es mir. Fazit durchgehende Übelkeit ( wie bei ss) Zysten ohne Ende oder eben nicht in den Griff zuvorkommende Zwischenblutungen. Daraufhin Überweisung zu meinem jetzigen FA Hormonspezialist. Alternative die Hormonspirale, damit ich ein sicheres Verhütungsmittel habe keine Blutungen mehr und keine Unterleibsschmerzen während der Regel. Blutungen hab ich zwar trotzdem aber gaaaanz minimal ( meistens jedenfalls). Die schlimmsten Schmerzen hab ich aber um den Eisprung herum. Dafür gibt es aber keine ( seitens der Ärzte) Erklärung. Und wir reden hier nicht von Zielen. Ich habe einseitige heftige Schmerzen am Eierstock. Ich lag deswegen sogar im KH, weil man eine Blinddarm- oder Eierstockentzündung vermutete. Ich bekomme dann koliken, kann nicht laufen, nicht sitzen, schwer atmen. Sobald ich merke, dass es losgeht muss ich sofort was einnehmen und dann gehts auch. Auf Arbeit hab ich auch immer eine Notfalltablette gehabt. Die Pille, so sagte es der Arzt im Endometriose Zentrum, soll ich zusätzlich durchgehend schlucken, damit ich keinen Eisprung habe und keine Schmerzen hab.
Es ist kompliziert, frustrierend und nervt. Aber es ist nicht so, dass ich nicht schon alles mögliche Probiert hätte. Es klappt nun eben nicht bei jedem dasselbe oder die Variante.
Hier im Forum hatten auch schon vor Jahren ein paar Damen über den Zusammenhang von Spirale bzw Hormone und Gelenk/ Muskelschmerzen geschrieben. Aber was herauskam wurde nicht mehr berichtet. Leider. Ansonsten findet man nur eine hormonelle Veränderung durch Schwangerschaft oder Wechseljahren.
 
Ich meine, dass es vielleicht gut wäre, die Hormone so weit runterzu regeln, dass zum einen die Endometriose ruht und um anderen keine Zysten mehr entstehen. Damit der Körper endlich mal abstressen und zur Ruhe kommen kann. Die Spirale schafft das wohl nicht. Die Pille dazu zu nehmen, bedeutet ja nicht, sie ewig zu nehmen. Ein, drei, sechs Zyklen, länger, wie auch immer.

Ich brauchte nur einen Zyklus. Die Funktionszyste hat gegen das Eintreten der Wechseljahre »geballert«, jahrelang und ich war zuletzt beinahe bettlägrig. Jahrelang haben alle Gyns die Probleme als psychisch abgetan oder als Folge der Verwachsungen und die Zyste ach, die sei ja klein und alt (gut 10 Jahre)und egal.

Bis ich einen Arzt fand, der sofort erkannte, wie krank ich war und entsetzt. Damals gab es kein verträgliches zugelassenes Medikament, wir haben beide wochenlang gesucht. Er hat seinen Prof gefragt, das war großartig.

Dann kam eine neue Pille auf den Markt, die erste ohne Laktose. Mit genau dem benötigten Wirkstoffprofil. Es war unglaublich, wie viel besser es mir innerhalb weniger Wochen ging. Die Wechseljahre begannen sofort und ich hatte nur noch eine einzige schwere Blutung und nie wieder eine Zyste. Die hormonell bedingten Probleme im Körper, Unterleibsschmerzen und Krämpfe sind seit Jahren weg. Sie ebbten schnell ab.

Bei mir haben alle Probleme aufgehört, die in den letzten 12 Zyklustage auftraten. Egal, ob Muskelziehen, Ödeme, Erschöpfung, Schmerzen, alles. Ich hatte gar keine Nebenwirkungen, sie hat einfach nur geholfen, diese eine Packung Pille, bis heute. Mehr hat mein Körper nicht gebraucht. Das war vor ca. neun Jahren.

Verstehst Du jetzt, worauf ich hinaus will?

Hatten zeitgleich geschrieben ;)
Ja. Ich hab's verstanden. Danke für die ausführliche Erklärung. War für mich vorher etwas schwammig.
 
@kroeti ich bin 37...Das kann sich eventuell noch hinziehen mit den Wechseljahren. Ich dachte vor ein paar Jahren, ich brauche eine längerfristige Lösung. Abgesehen mal davon, dass ich trotz der Umstände vom gucken Schwanger werden und DAS wollte ich nicht!
 
Schön und gut, dass Du gefragt hast.

Ich würde die Kombi auf jeden Fall versuchen, durch die Spirale reagierst Du evtl. besser auf die Pille. Möglich ist alles.

Für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt, ich war Mitte 40.
 
Die schlimmsten Schmerzen hab ich aber um den Eisprung herum. Dafür gibt es aber keine ( seitens der Ärzte) Erklärung. Und wir reden hier nicht von Zielen. Ich habe einseitige heftige Schmerzen am Eierstock. Ich lag deswegen sogar im KH, weil man eine Blinddarm- oder Eierstockentzündung vermutete. Ich bekomme dann koliken, kann nicht laufen, nicht sitzen,
Ja, das kenne ich- ich hatte 20 Jahre lang nur einen halben Eierstock, der Rest fiel den OP´s der Endo zum Opfer. Obwohl ich die Pille nahm hatte ich meiner Meinung nach immer einen Eisprung und spürte den auch. Voorher mit allen von dir genannten Leiden. Mit Pille aber so reduziert, dass ich zumindest mit Schmerzmittel arbeiten konnte- bevor ich eine Pille nahm und die Op´s hatte war das nicht immer möglich, ich nahm zeitweise die Krebsschmerzmittel meiner Mutter......
Wenn es nach den OP´s unter Einnahme der Pille nicht besser geworden wäre, dann hätte ich eine Totaloperation angstrebt- Kinder wollte ich zu dem Zeitpunkt nicht mehr, ich war so 36 oder 37. Und die Quälerei hätte ich auch nicht länger gebraucht.
 
Ja, das kenne ich- ich hatte 20 Jahre lang nur einen halben Eierstock, der Rest fiel den OP´s der Endo zum Opfer. Obwohl ich die Pille nahm hatte ich meiner Meinung nach immer einen Eisprung und spürte den auch. Voorher mit allen von dir genannten Leiden. Mit Pille aber so reduziert, dass ich zumindest mit Schmerzmittel arbeiten konnte- bevor ich eine Pille nahm und die Op´s hatte war das nicht immer möglich, ich nahm zeitweise die Krebsschmerzmittel meiner Mutter......
Wenn es nach den OP´s unter Einnahme der Pille nicht besser geworden wäre, dann hätte ich eine Totaloperation angstrebt- Kinder wollte ich zu dem Zeitpunkt nicht mehr, ich war so 36 oder 37. Und die Quälerei hätte ich auch nicht länger gebraucht.

Das ist sehr interressant, weil ich nie jemanden höre, der das auch so kennt. Alle denken, ja das bisschen ziepen beim Eisprung. Ich übertreibe oder bin total empfindlich. Hat man dir denn erklärt, was genau dabei solche heftigen Schmerzen auslöst? Ich hab nur noch einen. Und ob man es glaubt oder nicht, ich habe jeden Monat einen Eisprung und nicht jeden 2.
Und ja die Totaloperation ist unterschwellig Thema....Ich bin noch nicht soweit. Ich hab's im Kopf, kann mich aber noch nicht dafür entscheiden.
 
Ich hatte auch jeden Monat einen Einsprung- der halbe Eierstock gab alles! Nein, man hat es mir nicht erklärt, obwohl ich zwei Superärzte hatte, die sich mit Endo gut auskannten. Die war 1985 oder so als sie bei mir entdeckt wurde, genauso unbekannt wie Fibro.....Man hat es mir nicht erklärt, weil man es sich nicht erklären konnte. Ich hatte immer das Gefühl das Ei quält sich durch alles mögliche aber eben nicht durch den Eileiter. Später dachte ich, es quält sich durch die Narben der OP´s. Das wurde allerdings besser als ich mal gegen die Rückenbeschwerden ( Fibrodiagnose war noch nicht....) Moorbäder bei einer REHA bekam. Den Rücken interessierte es auch, den Bauch aber deutlich mehr.
Ich glaube, dass mehr Fibrofrauen Endometriose haben als sonst üblich. Eigentlich habe ich mir immer überlegt, ob ich mal über den Zusammenhang Fibro und Endo forsche und promoviere, wenn ich nicht mehr arbeite...........
Ich lag mal mit einer Frau von 32 in der Klinik, die hatte eine Totaloperation, weil sie die Schmerzen nicht mehr aushielt von der Endo.
 
Ich hatte auch jeden Monat einen Einsprung- der halbe Eierstock gab alles! Nein, man hat es mir nicht erklärt, obwohl ich zwei Superärzte hatte, die sich mit Endo gut auskannten. Die war 1985 oder so als sie bei mir entdeckt wurde, genauso unbekannt wie Fibro.....Man hat es mir nicht erklärt, weil man es sich nicht erklären konnte. Ich hatte immer das Gefühl das Ei quält sich durch alles mögliche aber eben nicht durch den Eileiter. Später dachte ich, es quält sich durch die Narben der OP´s. Das wurde allerdings besser als ich mal gegen die Rückenbeschwerden ( Fibrodiagnose war noch nicht....) Moorbäder bei einer REHA bekam. Den Rücken interessierte es auch, den Bauch aber deutlich mehr.
Ich glaube, dass mehr Fibrofrauen Endometriose haben als sonst üblich. Eigentlich habe ich mir immer überlegt, ob ich mal über den Zusammenhang Fibro und Endo forsche und promoviere, wenn ich nicht mehr arbeite...........
Ich lag mal mit einer Frau von 32 in der Klinik, die hatte eine Totaloperation, weil sie die Schmerzen nicht mehr aushielt von der Endo.

Das wäre jedenfalls interressant! Da ich zwischendurch Schwanger war und auch noch Stillzeit zurechnen kann, hatte ich immer zwischendurch mehrere Jahre Schmerzpausen. Erst jetzt rückt dieses Problem erst wieder so krass nach vorne, dass ich es nicht mehr ertrage. Sind diese paar Tage erstmal überstanden, dräng ich es weg....Aber sie kommen eben immer wieder. Ich werd langsam müde, kann nicht mehr vernünftig schreiben. Sorry.
Aufjedenfall spannendes Thema und wirklich gut, dass ich mich mit erfahrenen Betroffenen austauschen durfte. Bzw erfragen konnte. Gute Nacht
 
Natürlich hast Du jeden Monat den Eisprung, der eine übernimmt voll. Hab auch nur einen kaputten. Follikel hat er genug. Deshalb haben wir ja zwei. Die sind so wichtig, dass es ein »Backup« gibt.

Die Schmerzen sind hormonell überwiegend bedingt, so weit ich weiß geht das über die Prostaglandine. Gegen die helfen Diclo, Napoxen, also NSAR. Die Herde bluten, die Abbauprodukte und die Verklebungen lösen Entzündungen aus, aber alles »im Eigenbau«, ohne äußere Ursache, deshalb wirkt es sich systemisch aus. Lokal führt das zu ganz heftigen Krämpfen und oft auch zu neuropathischen Schmerzen, gegen die die NSAR nicht helfen. Deshalb braucht man oft einen Mix, weil es Flupirtinmaleat nicht mehr gibt. Das war sehr wirksam dagegen, besonders i.m. Das ist mein Erklärungsansatz, aus den eigenen Erfahrungen heraus.

Der Zusammenhang ist aber inzwischen nicht mehr so unbekannt, meine ich. Dass Hormonstörungen zu Deinen Problemen führen, ist für mich völlig nachvollziehbar. Mein Gyn hat es auch nicht angezweifelt. Bin auch müde.

Guten Nacht. Gern wieder.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun, ich weiß inzwischen, dass ich gar nicht in Medizin promovieren dürfte, da ich kein Medizinstudium habe. Und einfach so forschen ist schwierig, weil man kein Recht hat auf Daten usw. , die man für die Überlegungen bräuchte. Und vielleicht bin ich inzwischen auch zu faul für so viel Wissenschaft, ich weiß noch nicht so genau, gehe im Sommer in Rente.


Na dann gute Nacht euch beiden- ich bin noch nicht müde, komme immer erst so um 2 oder 3 ins Bett.
 
Natürlich hast Du jeden Monat den Eisprung, der eine übernimmt voll. Hab auch nur einen kaputten. Follikel hat er genug. Deshalb haben wir ja zwei. Die sind so wichtig, dass es ein »Backup« gibt.

Die Schmerzen sind hormonell überwiegend bedingt, so weit ich weiß geht das über die Prostaglandine. Gegen die helfen Diclo, Napoxen, also NSAR. Die Herde bluten, die Abbauprodukte und die Verklebungen lösen Entzündungen aus, aber alles »im Eigenbau«, ohne äußere Ursache, deshalb wirkt es sich systemisch aus. Lokal führt das zu ganz heftigen Krämpfen und oft auch zu neuropathischen Schmerzen. Das ist mein Erklärungsansatz, aus den eigenen Erfahrungen heraus.

Guten Nacht. Gern wieder.
Der Zusammenhang ist aber inzwischen nicht mehr so unbekannt, meine ich. Dass Hormonstörungen zu Deinen Problemen führen, ist für mich völlig nachvollziehbar. Mein Gyn hat auch nicht angezweifelt.

Ganz kurz
Weißt du warum ich das schrieb ( jeden Monat) ? weil eine Ärztin mich verdutzt anguckte und sagte: aber man hat doch nicht jeden Monat einen Eisprung...;
Bei mir wirkt Arcoxia zb nicht. Das war mein großes Problem, bei tägl. Einnahme. Dass ich Ibu nicht mit Arcoxia nehmen durfte. Trotz der Stärke der Schmerzen reichten Ibu 600er aber auch nur, wenn gleich zu Beginn
 
Nun, ich weiß inzwischen, dass ich gar nicht in Medizin promovieren dürfte, da ich kein Medizinstudium habe. Und einfach so forschen ist schwierig, weil man kein Recht hat auf Daten usw. , die man für die Überlegungen bräuchte. Und vielleicht bin ich inzwischen auch zu faul für so viel Wissenschaft, ich weiß noch nicht so genau, gehe im Sommer in Rente.


Na dann gute Nacht euch beiden- ich bin noch nicht müde, komme immer erst so um 2 oder 3 ins Bett.

Schade.

Es lässt sich inzwischen sehr viel nachlesen, wenn man die passende Suchmaschine nutzt.

Ich bin nur müde. Zum Glück habe ich morgen keinen Termin.
 
Schade.

Es lässt sich inzwischen sehr viel nachlesen, wenn man die passende Suchmaschine nutzt

Ja, das schätze ich auch so am Internet. Und daher habe ich ja auch die Vermutung, so wie ich vermute, dass weitaus mehr Fibropatienten Spondylolisthesis haben wie der normale Durchschnittsbürger.......Aber für eine fundierte Forschung braucht man auch heute noch Bücher. Und die Daten ( Vergleichsdaten von Patienten z.B.) findet man sicher nicht im Netz, die müsste man erst erheben - und das darf man ja nicht so einfach. Und durch die neue Datenschutzverordnung noch viel weniger als noch vor zwei Jahren.
 
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