hallo miteinander,
ich war länger nicht hier, informiere mich aber gerade zum thema histaminintoleranz und deren zusammenhänge und hätte gehofft hier was zu einer möglichen ursache zu finden. bisher war mein gesuchtes stichwort hier im forum offenbar noch nicht thema, dabei läge es bei vielen, die schon mal prednisolon genommen haben und an diversen, nicht einzuordnenden körperlichen beschwerden leiden, durchaus nahe, da mal näher hinzuschauen. lange rede ... das gesuchte stichwort, welches mir auch hier ungenannt regelrecht entgegenspringt, heißt dünndarmfehlbesiedlung.
ich hab mir mindestens 15 jahre von ärzten aller fachrichtungen einreden lassen, meine magenbeschwerden seien rein psychosomatischer natur. manchmal hab ich es fast geglaubt, doch irgendwie hat in mir immer eine unruhe gebohrt, weil es einfach nie so richtig passen wollte. neulich habe ich dann einen erneuten versuch gestartet und bin zu einer gastroenterologin gegangen. sie schickte mich zum fruktosetest und ordnete diverse laboruntersuchungen an. der fruktosetest zeigte ein positives ergebnis, aber mehr noch, nur ca. 15 min nach einnahme der fruktoselösung ging es mir grottenschlecht. in dieser zeit kann der zucker aber noch nicht im dickdarm angekommen sein, wo er für die fruktosetestung relevant wäre. mit etwas knobelei und netzrecherche stieß ich ziemlich schnell auf die dünndarmfehlbesiedlung, aus deren existenz sich oftmals bereits bestehende intoleranzen deutlich verstärken können, so auch eine histaminintoleranz. durch eine zu geringe immunabwehr (z.b. unter predni) können dickdarmbakterien in den dünndarm wandern und fühlen sich dort pudelwohl, da sie sich als erste an den in der nahrung enthaltenen kohlenhydraten satt fressen können.
auch menschen mit histaminintoleranz vertragen durchaus histaminhaltige lebensmittel, nur ist die dosis je nach mensch und "tagesform" sehr individuell. was ich in dem zusammenhang aber besonders interessant fand, war die tatsache, dass auch der körper in verschiedenen situationen (z.b. unter stress, beim sport) histamin ausschüttet. das macht die ganze sache noch verzwickter, erklärt bei mir aber auch manches.
kurz und gut, ich glaube, dass an vielen stellen, der darm eine wesentliche rolle spielt (@gitta, dein duftproblem z.b.), oftmals schauen ärzte aber nicht genau genug hin, es ist ja auch viel einfacher einem patienten eine somatoforme störung oder einen reizdarm/-magen aufzudrücken.
ich bin selbst noch am suchen nach konkreten diagnostischen möglichkeiten, aber auch nach behandlungsstrategien. im netz gibt es zwar ein bisschen was, aber leider auch nicht wirklich viel, zumal weitere diagnosen, z.b. rheuma, mögliche behandlungen erschweren. gern wird z.b. mit symbioflor behandelt, welches bei autoimmunerkrankungen aber kontraindiziert ist.
was hier im forum noch wichtig zu wissen wäre: manche medikamente können die körpereigene histaminausschüttung "pushen", u.a. nsar (diclo, ibu), aber auch betäubungsmittel (hatte da letzte woche ein "wunderbares" erlebnis mit einer predniinjektion in die schulter, die der arzt mit einem betäubungsmittel gemischt hat. er hats gut gemeint und wir wussten beide nicht, dass ich so heftig darauf reagiere. ergebnis: die eh schon vorhandenen schwellungen im schultergelenk wurden noch dicker *autsch*.
ich kann den hier betroffenen nur empfehlen die ursachen und mögliche auslöser bestimmter körperlicher beschwerden diesbezüglich mal genauer zu hinterfragen. lebensmittelintoleranzen/-allergien und oder dünndarmfehlbesiedlung sind zwar keine erstrebenswerten diagnosen, aber immerhin ganz gut behandelbar.
ich hab morgen auswertungstermin und werd der docin mal meine gesammelten überlegungen auf den tisch packen. mal gucken, wie meine persönliche lösung aussieht.
lg
lexxus