Ich denke mal, Tina reagiert hier nicht ganz ohne Grund so harsch. Sie spürt natürlich, gerade weil sie Betroffene war, (oder noch ist?) dass hier ein enormer Druck lastet, der sich auf die Betroffene richtet.
Vielleicht nutzt moni einfach mal diese krasse Rückmeldung, und überdenkt ihre Herangehensweise an die Krankheit.
Klar kann man sich in der Wortwahl mal verhauen. Aber danach dann gleich noch mal?
Zuerst schrieb sie, sie hofft, die Tochter sei zur Vernunft gekommen.
Das nimmt sie zurück, sagt, es war unglücklich formuliert. Im selben Posting aber steht nun, dass die Tochter ja nun weiß, sie sei zu weit gegangen...
Ich sehe hier auch - ähnlich wie Tina - eine sehr bedenkliche Betrachtung im Ganzen gegenüber der Krankheit.
Zwar bin ich nun keine Betroffene, und ich erlebe mich auch nicht als emotional, aber trotzdem besagen diese Formulierungen aus meiner Sicht, dass es da ein Problem zu geben scheint, die Krankheit in ihrem Kern zu begreifen.
Natürlich denkst du dir nichts Böses dabei, Moni.
Und du willst keinem Unrecht tun.
Trotzdem solltest du dich mit der Krankheit vielleicht noch mal befassen.
Setzt ihr euch alle zusammen und redet mit Ärzten.
Und vor allem (an deinen Freund und seine Exfrau gerichtet)
erkennt Verantwortungen, eigene Anteile, all dies.
Wenn es etwas gibt, womit man helfen kann, ist es oft nicht der Blick hin zu der Betroffenen, sondern zu sich selbst.
Nicht nur sie muss an sich arbeiten, Therapie machen und erkennen....
die Eltern ganz genauso.
Vielleicht beginnt man einfach mal mit der Frage, wieso die Tochter jahrelang keinen Kontakt zum Vater haben wollte,
wieso sie bei der Mutter klammert, usw.
Nein, nein, uns hier hat das nicht zu interessieren. Die Fragen sind nur für euch, die ihr Euch intern stellen könnt.
Wie gesagt, können Fachleute dabei helfen.