Da kann ich nur einstimmen in diesen Chor ... Mir wurde damals gesagt ich sei zu jung für die Rente. Auf meine Gegenfrage inwiefern sich Schmerzen und Alter gegenseitig ausschliessen wollte er nicht antworten.
Betrachtet man die Sache aus der Sicht der Rentenversicherung, dann stelle man sich vor, dass sich die Herrschaften die Anzahl der Monate heranziehen die man bis zum Eintritt der Altersrente noch wackeln müsste. Multipliziert man diese Zahl mit dem Zahlbetrag der EM-Rente so kommt dabei ein hübsches Sümmchen raus. Sicher nichts im Vergleich, als wenn wir Vorträge in der Industrie halten würden, aber schon etwas an Geld. Die selbe Rechnerei macht man dann mit dem aktuellen H4-Satz und subtrahiert diesen vom ersten Betrag. Und schon kann man erkennen was Vater(Mutter) Staat spart, natürlich auf Kosten und dem Rücken Kranker. Das Geld verschleudern wir lieber an diversen Bauten in Deutschland wo Mrd. keine Rolle spielen oder verschenke es an Banken oder "bedürftige" Länder.
Hier habe ich mal ein ganz krasses Beispiel, welches ich schon über Jahre beobachte:
http://www.zwergdavid-riesegoliath.de/
Ich selbst bin auch innerhalb weniger Wochen genesen. So wurde ich zuerst vom MDK und amtsärztl. Dienst für <3h tägl. Arbeit eingeschätzt und kurz darauf von der DRV für vollschichtig gesund erklärt. Jedoch darf ich im Grunde nicht bewegen(amtsdeutsch:"... nicht dauerhaft sitzen, gehen und stehen...keine unebenen Oberflächen betreten, keine Leitern usw....") und soll mir meine Arbeitszeit frei einteilen können("...günstig wäre ein Heimarbeitsplatz, den sich der Patient entsprechend gestaltet. Seine Tätigkeit sollte er im Rahmen seiner Befindlichkeit bei freier Zeiteinteilung ausüben."). Auch sollte ich mich bei der DRV an einen Reha-Berater wenden. Dies habe ich auch getan mit dem Erfolg, dass man mir sagte: "In diesem Zustand kann man nichts machen. Das macht doch kein Arbeitgeber mit, wenn Sie aller paar Tage nicht fit sind.".
Nun gehe ich wie gewohnt vor das Sozialgericht, denn eine Begutachtung auf dem rheumat. Bereich, was eigentlich der Hauptgrund ist, wurde keine Begutachtung vorgenommen. Einzig zum Neurologen/Psychiater musste ich gehen. Dann noch zu einem Orthopäden, der von diesem Bereich nur soviel verstand, dass er Grundlagen wusste.
Doch was ist insgesamt betrachtet die Ursache für dieses Dilemma. Zum einen die Monopolstellung der DRV. Diese ist sogar im Gesetz verankert, wo es so schön heisst, dass sich bei Divergenzen sich die anderen Beteiligten an die Ansichten der DRV anzupassen haben. Geile Sache solche Gesetze ...
Die nächste Sache ist die, dass sich so gut wie keine Politiker für die Belange der Kranken oder Behinderten einsetzt. Sicher schwafeln sie alle mit der UN-Menschenrechtskonvention oder anderen wohklingenden Dingen, leider nützt die Betroffenen wenig wenn keine realen Taten folgen. Stattdessen werden sinnlose Programme gestartet, die je nach BL in die verschiedensten Richtungen gehen. So auch der Präsitent der DRV Dr. Herbert Rische, der einerseits auf ein "erhöhtes Armutsrisiko bei EM-Rentnern" verweisst jedoch dagegen nichts unternimmt. Er sitzt noch heute mit über 65 Jahren an der Spitze und erhält dafür 11000€/Monat.
Nun gibt es solche Dinge nicht erst heute, dass Prinzip funktioniert aber über Jahrhunderte schon bis heute. So schrieb im 16. Jhd. Niccolo Machiavelli darüber in seinem Buch "Il Principe"(Der Fürst). Noch heute wird dieses Buch als Leitfaden benutzt um MAcht zu bekommen oder sie zu erhalten. Kernaussage darin ist, dass das Volk niemals mitbekommen soll wenn sich die Herrschenden eher dem eigenen Wohl oder dem ihrer Klientel(Industrie, Banken) verpflichten, als dem der Allgemeinheit.
Wenn man hier nicht geschickt ist, begehrt das Volk auf und die Folgen sieht man derzeit in Afrika usw. .
Was sollte nun dieser Ausschweif zu diesem Buch. Die Regierungen haben Angst vor gezielter Dynamik. So wiegelt man diese ab, indem man zusieht das sich das Volk mit sich selbst beschäftigt. Ob es die Fussball-EM ist, wo die Regierung nebenbei schnell im kleinen Kreis ein Gesetz verabschiedet oder indem man Diskusionen entfacht indem man gezielt verschiedene Kreise gegeneinander ausspielt(Kassenpatient vs. Privatpatient, Ist eine OP ab einem gewissen Alter obsolent?). Damit zerreisst man eine gemeinsame Dynamik und es gibt kein "Wir sind das Volk" mehr. Damit sind die Tore geöffnet um "schalten und walten" zu können, ohne das sich jemand darüber beschwerd.
Stellt sich die Frage was man tun könnte. Ich denke, dass es denk- u. auch machbar sei hier öffentlich zu arbeiten. So wäre eine E-Petition vieleicht ein Anfang und selbst diejenigen die nicht mehr so können, hätten die Möglichkeit sich hier zu beteiligen.
Gerne wäre ich auch bereit, diese Sache in Angriff zu nehmen, da ich selbst von betroffen bin.
So...ich habe fertig! Und es tat mir ganz gut, mir mal Luft zu machen!
LG
Waldi