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Gutachter wg Eu Rente-ohje...

Dieses Thema im Forum "Rente und Rehabilitation" wurde erstellt von Goldbärchen71, 15. Januar 2013.

  1. Goldbärchen71

    Goldbärchen71 Neues Mitglied

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    Hallo Ihr Lieben, muß mich mal ausheulen.
    Ich war gestern beim Gutachter wg meinem Antrag auf Eu-rente.Und unglaublich, ich bin vom meiner Psoarthritis geheilt herausgekommen! Ich habe nur ein verkürztes linkes Bein(daher meine Schmerzen in der Hüfte und li Fuß). Das Vermessen des Beines ergab zwar gleiche Längen aber egal. Die kaputte Schulter(ich hatte 2011 ne Rotatorenmanschettenruptur wg Psoarthritis)wäre nur verspannt und nichts was man mit ein wenig Sport nicht lösen könnte. Warum ich denn überhaupt die ganzen Rheumamed nehmen würde(Cortison 7,5mg dauerhaft, Lantarel, Sulfasalazin, bis Dez Humira). Er meinte man sehe ja gar nix an den Gelenken! Die verdickungen an der rechten Hand sind Alterserscheinungen(ich bin grade 41).Meine Einwände, das diese, Rheumaform sich bevorzugt an Sehnen und Bänder zeigt wurde überhört. Nach Müdigkeit, Steifigkeit,Schmerzen erkundigte er sich erst gar nicht. Ich hab Ihm meine detailierten Tagesablauf schriftlich gegeben, auch meine Beschwerden die das Rheuma für mich so mitbringt,weiß aber nicht ob er das überhaupt mit einbezieht. Die 50%Schwerbehinderung habe ich dann wohl bekommen, weil der Antrag so schön leserlich ausgefüllt war...
    lg Alex
     
  2. Kecky

    Kecky Mitglied

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    Hallo Goldbärchen71,
    traurig aber wahr mit deiner Erfahrung stehst Du nicht allein da.:eek:
    Die guten und teuren Medikamente nehmen wir auch nur weil sie so gut schmecken.:D
    Kopf hoch !

    Lg Kecky
     
  3. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Da kann ich nur einstimmen in diesen Chor ... Mir wurde damals gesagt ich sei zu jung für die Rente. Auf meine Gegenfrage inwiefern sich Schmerzen und Alter gegenseitig ausschliessen wollte er nicht antworten.
    Betrachtet man die Sache aus der Sicht der Rentenversicherung, dann stelle man sich vor, dass sich die Herrschaften die Anzahl der Monate heranziehen die man bis zum Eintritt der Altersrente noch wackeln müsste. Multipliziert man diese Zahl mit dem Zahlbetrag der EM-Rente so kommt dabei ein hübsches Sümmchen raus. Sicher nichts im Vergleich, als wenn wir Vorträge in der Industrie halten würden, aber schon etwas an Geld. Die selbe Rechnerei macht man dann mit dem aktuellen H4-Satz und subtrahiert diesen vom ersten Betrag. Und schon kann man erkennen was Vater(Mutter) Staat spart, natürlich auf Kosten und dem Rücken Kranker. Das Geld verschleudern wir lieber an diversen Bauten in Deutschland wo Mrd. keine Rolle spielen oder verschenke es an Banken oder "bedürftige" Länder.

    Hier habe ich mal ein ganz krasses Beispiel, welches ich schon über Jahre beobachte:
    http://www.zwergdavid-riesegoliath.de/

    Ich selbst bin auch innerhalb weniger Wochen genesen. So wurde ich zuerst vom MDK und amtsärztl. Dienst für <3h tägl. Arbeit eingeschätzt und kurz darauf von der DRV für vollschichtig gesund erklärt. Jedoch darf ich im Grunde nicht bewegen(amtsdeutsch:"... nicht dauerhaft sitzen, gehen und stehen...keine unebenen Oberflächen betreten, keine Leitern usw....") und soll mir meine Arbeitszeit frei einteilen können("...günstig wäre ein Heimarbeitsplatz, den sich der Patient entsprechend gestaltet. Seine Tätigkeit sollte er im Rahmen seiner Befindlichkeit bei freier Zeiteinteilung ausüben."). Auch sollte ich mich bei der DRV an einen Reha-Berater wenden. Dies habe ich auch getan mit dem Erfolg, dass man mir sagte: "In diesem Zustand kann man nichts machen. Das macht doch kein Arbeitgeber mit, wenn Sie aller paar Tage nicht fit sind.".
    Nun gehe ich wie gewohnt vor das Sozialgericht, denn eine Begutachtung auf dem rheumat. Bereich, was eigentlich der Hauptgrund ist, wurde keine Begutachtung vorgenommen. Einzig zum Neurologen/Psychiater musste ich gehen. Dann noch zu einem Orthopäden, der von diesem Bereich nur soviel verstand, dass er Grundlagen wusste.

    Doch was ist insgesamt betrachtet die Ursache für dieses Dilemma. Zum einen die Monopolstellung der DRV. Diese ist sogar im Gesetz verankert, wo es so schön heisst, dass sich bei Divergenzen sich die anderen Beteiligten an die Ansichten der DRV anzupassen haben. Geile Sache solche Gesetze ...
    Die nächste Sache ist die, dass sich so gut wie keine Politiker für die Belange der Kranken oder Behinderten einsetzt. Sicher schwafeln sie alle mit der UN-Menschenrechtskonvention oder anderen wohklingenden Dingen, leider nützt die Betroffenen wenig wenn keine realen Taten folgen. Stattdessen werden sinnlose Programme gestartet, die je nach BL in die verschiedensten Richtungen gehen. So auch der Präsitent der DRV Dr. Herbert Rische, der einerseits auf ein "erhöhtes Armutsrisiko bei EM-Rentnern" verweisst jedoch dagegen nichts unternimmt. Er sitzt noch heute mit über 65 Jahren an der Spitze und erhält dafür 11000€/Monat.

    Nun gibt es solche Dinge nicht erst heute, dass Prinzip funktioniert aber über Jahrhunderte schon bis heute. So schrieb im 16. Jhd. Niccolo Machiavelli darüber in seinem Buch "Il Principe"(Der Fürst). Noch heute wird dieses Buch als Leitfaden benutzt um MAcht zu bekommen oder sie zu erhalten. Kernaussage darin ist, dass das Volk niemals mitbekommen soll wenn sich die Herrschenden eher dem eigenen Wohl oder dem ihrer Klientel(Industrie, Banken) verpflichten, als dem der Allgemeinheit.
    Wenn man hier nicht geschickt ist, begehrt das Volk auf und die Folgen sieht man derzeit in Afrika usw. .
    Was sollte nun dieser Ausschweif zu diesem Buch. Die Regierungen haben Angst vor gezielter Dynamik. So wiegelt man diese ab, indem man zusieht das sich das Volk mit sich selbst beschäftigt. Ob es die Fussball-EM ist, wo die Regierung nebenbei schnell im kleinen Kreis ein Gesetz verabschiedet oder indem man Diskusionen entfacht indem man gezielt verschiedene Kreise gegeneinander ausspielt(Kassenpatient vs. Privatpatient, Ist eine OP ab einem gewissen Alter obsolent?). Damit zerreisst man eine gemeinsame Dynamik und es gibt kein "Wir sind das Volk" mehr. Damit sind die Tore geöffnet um "schalten und walten" zu können, ohne das sich jemand darüber beschwerd.

    Stellt sich die Frage was man tun könnte. Ich denke, dass es denk- u. auch machbar sei hier öffentlich zu arbeiten. So wäre eine E-Petition vieleicht ein Anfang und selbst diejenigen die nicht mehr so können, hätten die Möglichkeit sich hier zu beteiligen.
    Gerne wäre ich auch bereit, diese Sache in Angriff zu nehmen, da ich selbst von betroffen bin.

    So...ich habe fertig! Und es tat mir ganz gut, mir mal Luft zu machen!

    LG
    Waldi
     
  4. laface

    laface Mitglied

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    moin moin,

    ich gebe dir mal ein paar tipps damit du nicht so niedergeschlagen bist.
    ich bin inzwischen dauerberentet. ich würde vor etwa 7 jahren mit gerade einmal 36 jahren begutachtet.
    der erste gutachter hat mich sofort abgelehnt. das ist heut leider schon normal.
    aber es ist nicht das ende, sondern erst der anfang. wir müssen leider ganz dolle kämpfen um an das ziel zu kommen.
    aber kämpfen lohnt sich, wie du in meinem fall siehst.

    als erstes rufst du bei der rv an und beschwerst dich mündlich über diesen gutachter. du kannst es natürlich auch schriftlich machen.
    dann trittst du ganz schnell einem sozialverband bei. es gibt mehrere (s.o.v.d oder vdk).
    die kosten für einen schwerbhinderten gerade einmal 5 euro monatlich.

    du bist zwar schwerbehindert, jedoch interessiert das die rv wenig.
    schwerbehinderung und eu rente (heutige rente wegen erwerbsminderung) muss man trennen.
    bei einer schwerbehinderung zählen praktisch nur deine ganzen erkrankungen und daraus wird ein schlüssel errechnet mit deinem %.

    bei der renten wegen erwerbsminderung wird genau geschaut welche einschränkungen du aufgrund deiner erkrankungen in form von belastbarkeit du hast.

    daher rate ich dir ein schmerzprotokoll zu führen, welches deine gesamten einschränkungen des täglichen lebens wiederspiegelt.
    du listest dort alles auf inkl. deiner medikamente, schübe täglichen beschwerden etc. im netz findest du darüber gaaaaanz viel information. kannst mich auch gerne per pn anschreiben.

    dann gehts du zu einem sozialverband und legst widerspruch gegen den ablehnenden bescheid ein.
    dann kommt es in der regel zu einem zweiten gutachten. meistens schicken sie dich anschliessend zu einer reha massnahme.
    reha vor rente lautet die devise...

    diese solltest du vermeiden, da du dort 24 stunden unter beobachtung bist. du kannst eine stationäre reha vermeiden, indem du
    entweder von selbst eine ambulante kur massnahme bei deiner krankenkasse beantragst. ich habe damals eine psycho-somatische maßnahme über 6 wochen gemacht. alles amblulant mit dem vorteil, das du abends nach hause kannst. am ende der maßnahme bekommst du dann einen bericht über deinen gesundheitszustand. der hat den vorteil das diese einrichtung nicht für die rv arbeitet ;-) oder du lässt dir vom arzt einen bericht schreiben, das du nicht kur oder reha fähig bist. aus psychischen oder körperlichen gründen etc. wer einmal von der rv zur kur geschickt wurde hat oftmals schlechte karten eine rente durchzuboxen. meine erfahrung und daher subjektiv :)

    wie du dich am besten auf auf gutachten vorbereitest kannst du auch im www finden. dort stehen viele tipps.

    ich hoffe ich konnte dir etwas helfen damit es voran geht :)

    lasse dich nicht unterkriegen. ich helfe gerne.

    herzliche grüße
    laface
     
  5. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Ich antworte nun mal als Mitglied und ehrenamtl. Vositzender eines Kreisverbandes:
    Kann man tun, interessiert aber niemanden. Die Personen am Telefon sind soweit geschult, dass sie nur Fragen beantworten und andere Dinge abprallen lassen.

    Guter Gedanke, denn dort wird man erst einmal beraten und über die Möglichkeiten informiert.

    Genau! Aber Aufpassen - ehe man nicht mind. 12 Monate Mitglied war, gibt es nicht die niedrigeren Gebühren für die Rechtsabteilung. Mittlerweile haben auch andere Verbände hier mitgezogen. Hintergrund war folgender, viele sind Mitglied geworden und sind nach der Auseinandersetzung wieder ausgetreten. So überlebt kein Verband.

    Bedauerlicher Weise gilt der erste Teil nicht mehr. Das mit der Reha stimmt soweit, wobei in der nachfolgenden Beurteilung der Mediziner in der DRV die Aussagen im Rehabericht nur für ihre Gunsten benutzt werden.
    Ab man stationär oder ambulant die Reha macht ist unerheblich. Die wachsamen Augen sind überall und auch bei Personen die man gar nicht damit in Zusammenhang stellen würde(Reinigungskräfte, Schwestern, Physiotherapeuten). Diese Personen betreuen einen eigentlich nicht ständig und man hat beim nächsten Termin einen neuen Therapeuten etc. . Und ob man abends heimgeht, ich wills mal so sagen- Wenn man abends Unterhaltung möchte und es krachen lassen will, dann sollte man abends heimfahren. Ist man stationär, kann man verschiedene Termine mit gesundheitl. Problemen absagen, was dann für die Akte günstig ist.

    Das letzte Wort hat ein Arzt mit sozialmed. Ausbildung zu schreiben. Meist sind dies ganz normale Ärzte mit einer Zusatzqualifikation, die entweder eine eigene Praxis haben oder in einer Klinik angestellt sind. Wer glaubt das es hier keine Verbindungen gibt darf sich eines Besseren belehren lassen. Die Ergebnisse sind inhaltlich wie auch formell an die "Ansprüche" der DRV zu gestalten. Hier gibt es ein schönes Buch dazu, welches von der DRV herausgegeben wird.

    [QUOTEwer einmal von der rv zur kur geschickt wurde hat oftmals schlechte karten eine rente durchzuboxen. meine erfahrung und daher subjektiv :) ][/QUOTE]
    Wie bereits oben beschrieben, ist das Alter eine Hauptkomponente. Und von daher ist die Reha nicht so zu betrachten, dass man danach schlechtere Karten hat. Wer mit Ende 50 eine EM-Rente beantragt, bekommt sie je nach Erkrankung recht schnell. Zum einen ist es nicht mehr weit bis die normale Altersrente greifen würde und zum anderen ist eine berufl. Reha nicht sinnvoll.


    Das wichtigste was zu beachten ist, wenn man zum Gutachter geht - nehmt eine Begleitperson mit! Mit diesem Zeugen habt ihr bessere Karten wenn es nachfolgend Probleme gibt mit dem Gutachten. Auch kann man seine Einschränkung damit besser darstellen, denn "sie/er hat mich hierher gefahren".
    Schaut man sich Gutachten an, so beginnen diese schon beim Betreten der Einrichtung. Hier wird man beobachtet wie man läuft, wie gepflegt man ist und wie odentlich die Kleidung ist.

    Jedoch sollte man sich einmal überlegen, was es bringt wenn jeder nur sein Süppchen kocht. Das System und auch die Vorherrschaft der DRV muss grundsätzlich in Frage gestellt werden. Denn so haben nachfolgende Patienten nicht immer wieder diese zusätzliche Belastung durch die Ablehnung. Von den finanziellen Folgen ganz zu schweigen!
    Aber vieleicht liegt mein Auffassung hierzu auch daran, dass ich zuviele Einblicke in dieses System habe. Mein Nachbar z.B. ist CA einer Rehaklinik und er wird diese Stelle sicher nicht aufgeben, nur weil er sich für einige Patienten einsetzt.

    LG
    Waldi
     
  6. Mona-Lisa

    Mona-Lisa habe RA seit 2011

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    Hallo Goldbärchen,

    oh je, da hast du ja wirklich einen Reinfall erlebt mit deinem Gutachter.
    War es denn ein Rheumatologe?
    Ich war im Dezember bei einem Gutachter (Orthopäde), der war sehr nett und freundlich. Er meinte gleich im ersten Satz zu mir, dass er über den Antrag keinen Einfluss hat, die DRV entscheidet.
    Nun habe ich heute gerade den Bescheid von der DRV gekriegt: Rente abgelehnt.
    Das ist alles sooo frustrierend...
    Laß dich nicht unterkriegen, kämpfe weiter!

    Liebe Grüße,
    Mona-Lisa
     
  7. Goldbärchen71

    Goldbärchen71 Neues Mitglied

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    Hallo ihr lieben,
    ja beim vdk bin ich schon. das mit der schwerbehinderung war komischerweise in 3 monaten ohne rückfrage durch. der gutachter war ein orthopäde,ca um die 70jahre..er fragte mich allen ernstes was sulfasalazin und lantarel wäre..
    ich hab ende januar noch nen gutachtertermin beim psychiater, ich denke mit dem gleichem ergebnis:spontanheilung!
    mein mann und ich haben aber gesagt,daß wir das bis zum bitteren ende durchziehen(klage). es ist nur irgendwie so entwürdigend, wenn man das gefühl hat man ist ein simulant und will sich sozialleistungen erschleichen.
    . nach einem jahr arbeitslosigkeit(sie sind nicht vermittelbar in ihrem zustand) bin ich seit nov. ausgesteuert. die krankenversicherung muß wie bei vielen leidensgenossen von uns auch noch vom einzigen gehalt bezahlt werden. wir nagen sicher nicht am hungertuch, doch es ist frustrierend vorher jahrelang brav einbezahlt zu haben(und das seit 17j nicht gerade wenig), gut verdient zu haben und nun so dazustehen.
    danke fürs lesen jammern tut manchmal einfach gut:o
     
  8. moka

    moka Neues Mitglied

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    Rente und Rehabilitation

    Hallo Ihr lieben Mitstreiter,

    es ist schon schlimm was man sich dort so anhören muss!Man kommt sich echt vor als wenn man schnorren will-würde auch lieber gerne arbeiten-aber mit solchen Schmerzen-beide Knie,4.Grad,Rücken verschleiss,4.Wirbel-
    Ich kann kaum Stufen hochkommen,bei längeren Wegen gehts auch kaum noch.Und dann sagen sie mann könnte als Kassiererin noch 6 Std.arbeiten!Welche Kassiererin sitzt nur an der Kasse?Man weiss doch das wenig Leute alles leisten müssen,also auch Regale einräumen,Ware im Lager sortieren,Pappen zum Müll bringen,den Laden reinigen-und da müsste ich dann immer wieder jemanden fragen der mir die schweren Kartons hinschleppt zum einräumen(wenn jemand da wäre der hilft)das geht doch in der Praxis gar nicht!!!!Komme mir vor als wenn die alle keine ahnung haben-solche Arbeit gibts doch gar nicht-mal stehen,mal gehen,mal sitzen.Wo ich zuletzt war als Verkäuferin ,war ich alleine!Mittags kam dann die Kollegin für Nachmittags,eine Std.überschnitt,in der Zeit konnte man ins Lager,zum Müll und zur Bank.Dann war die andere alleine.Wen soll man da den fragen?Und die Kunden vertrösten sie müssten warten-weil ich gerade ausruh!?Hä?
    Ich sagte bei der Untersuchung für EU-Rente das ich als Kind schon schwer arbeiten mußte(drei Geschwister groß gezogen,Wäsche schleppen)da sagte die Ärztin ,sie hätte auf dem Bauernhof als Kind vor der Schule auch helfen müssen!
    Man kommt sich echt blöd vor!
     
  9. nomen.nominandum

    nomen.nominandum Neues Mitglied

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    Hallo liebe Mitbetroffenen,

    auch ich habe heute Post von der Rentenvericherung bekomen. Habe Ende November den Antrag auf EU-Rente gestellt, nachdem ich ausgesteuert wurde.
    Der med. Dienst der Agentur für Arbeit hat mich unter 3 Stunden arbeitsfähig eingestuft.
    Nun bekam ich heute 2 Briefe. Einen von der Rentenversicherung und einen direkt vom Gutachter. Da habe ich nun nächste Woche einen Termin. Es ist ein Internist, der hauptsächlich als HA arbeitet.
    Ich finde das ja echt schnell mit dem Gutachten - aber jetzt habe ich schon Bammel vor diesem Termin wenn ich so eure Erfahrungen lese.
    Irgendwie scheint es mir so, als ob die EU-Rente immer erst mal abgelehnt wird. Und wenn ich dann noch lese, dass das Gutachten eigentlich gar nichs aussagt und die RV nur nach eigenem Gutdünen entscheidet, dann wirds mir ganz anders.

    Nun harre ich mal der Dinge die da kommen...

    Grüße NN
     
  10. Marsy

    Marsy Neues Mitglied

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    Was ist schlecht daran, dass man "24 Stunden unter Beobachtung" ist? Für mich war es ein Glück. Bei meiner ersten Reha haben mich die Ärzte und Therapeuten wohl auch genau beobachtet und mir nahegelegt, nicht mehr Vollzeit zu arbeiten und das auch in den Rehabericht reingeschrieben. Ich hatte daran ziemlich zum knabbern, aber durch die Gespräche in der Reha habe ich dann erkannt, dass meine Gesundheit wohl wichtiger ist, als mein beruflicher Ehrgeiz.
    Den ganzen Ärger mit Gutachtern, die man nicht kennt etc. konnte ich mir ersparen.
    Die Teil-EM-Rente war auch in sehr schneller Zeit genehmigt.

    Leider hört man oft nur die negativen Beispiele, deshalb wollte ich mich hier einmal einmischen...
    Grüße
    marsy
     
  11. Blonder Brummer

    Blonder Brummer Neues Mitglied

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    Emr & reha

    Liebes Goldbärchen,
    es tut mir sehr leid für dich, dass es bei dem Gutachter so schlecht gelaufen ist.
    Drücke dir die Daumen, dass sich doch noch alles zum Guten für dich wendet.
    Trotzdem möchte ich dir gerne erzählen wie es bei mir gelaufen ist:
    Antrag auf Schwerbehindertenausweis 2008: 6 Wochen später, Antrag stattgegeben ohne Gutachter, 50% + G sofort für 6 Jahre erhalten.
    Antrag auf EMR gestellt 2009: 3 Monate später: Volle EMR für drei Jahre erhalten, ohne Gutachter ( nur Berichte von Rheumaärztin ).
    Antrag auf BU-Rente (Selbstzahler) bei der Allianz 2009: Vier Wochen später: Volle BU-Rente und sogar 18 Monate rückwirkend ohne Gutachter.
    Antrag auf Weitergewährung der EMR September 2012. Gutachtertermin Orthopäde/Rheumatologe anfang November. Hatte mich nicht vorbereitet, d.h. nichts Schriftliches mitgebracht. Habe darüber gar nicht nachgedacht. War mit den Gedanken immer nur bei der Fahrt dorthin, da ich nach Hamburg musste. War keine 15 min. bei ihm. Er meinte: Werde EMR auf Dauer in dem Gutachten empfehlen. Das kriegt man bei Ihnen sowieso nicht mehr in den Griff. Sie sind viel zu lange ohne Therapie rumgelaufen!!!
    Dann noch zum Psychiater-Gutachter, dass Gleiche in grün.
    Drei Wochen später: Brief von der DRV: Volle EMR auf Dauer.
    Du siehst, es kann auch anders laufen. Bei mir flutschte das alles nur so.
    Und bis heute kann ich mich immer noch nicht über die EMR auf Dauer freuen....!

    Eine schmerzfreie Zeit und viel Kraft für die Zukunft
    wünscht dir BB

     
    #11 16. Januar 2013
    Zuletzt bearbeitet: 16. Januar 2013
  12. laface

    laface Mitglied

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    hi ihr lieben,

    @waldi, deinen ausführungen kann ich mich 100% anschliessen. du hast es auf den punkt getroffen.

    @marsy:
    24 stunden unter beobachtung ist für schub erkrankte meines erachtens nicht so toll. es gibt auch mal stunden oder wenn es richtig gut läuft tage an denen es nicht immer schlecht ist mit den einschränkungen und den schmerzen. dann hast du heutzutage kaum eine chance die ew-rente zu bekommen. aber das ist alles nur subjektiv. das traurige ist das man glück haben muss. bei dem einen flutscht es mit dem antrag und bei anderen ergibt sich ein laaaanger leidensweg bis man am ende wirklich psychisch fertig ist. alles hängt von den ärzten, sachbearbeitern etc ab. die haben die macht über dich zu entscheiden.

    wir haben hier in hamburg ärzte, die bekannt sind alles mögliche an anträge negativ zu begutachten. ich war zum beispiel nach dem erstantrag bei einen der härtesten gutachter (orthopäde).
    das habe ich allerdings erst hinterher herausgefunden. im netz habe ich mit einigen anderen kranken geschrieben, die auch bei ihm waren. durch andere ärzte erfährt dann auch hinten herum welchen ruf dieser gutachter hatte und leider heute noch hat. denn dieser möchte ja weiterhin aufträge von der rv bekommen. da kann man nicht zuviel positiv beurteilen.

    sicher gibt es hier menschen die ganz andere erfahrungen gemacht haben. und das freut mich dann auch zu lesen.

    ansonsten finde ich eine petition wie waldi sie vorgeschlagen hat absolut richtig. ich wäre mit meiner unterschrift sofort dabei.

    beste grüße
    laface
     
  13. enya

    enya Mitglied

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    Hi,

    ich hatte mich bei der Rentenversicherung auch wegen einem Gutachter schriftlich beschwert. Und ich bekam vier Wochen später einen neuen Gutachter. Also kann eine Beschwerde etwas bringen. Und der Gutachter war auch nur ein Orthopäde, kein Rheumatologe. Er war schon 73 Jahre alt, hatte null Ahnung von Fibro und erklärte mich auch für geheilt. Er wollte mich sogar spontan einrenken. Irre, oder?
    Danach kam ich immerhin zu einem rheumatologischen Orthopäden.
    Also Mut zur Beschwerde!

    Liebe Grüße
    Enya
     
  14. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Wenn es zum Gutachter geht, versuchen nicht aufgeregt zu sein. Emotionen sollte man im Auto zurücklassen. Man kann auf solche und solche Gutachter treffen.
    Ich kann mich nur wiederholen - Nehmt eine Begleitperson mit! Damit habt ihr später gute Chancen, wenn man mit dem Gutachten nicht zufrieden ist oder wenn es verbale Äußerungen gab.

    Ansonsten hat man relativ wenig Mittel, Einfluss auf das Rentenbegehren zu nehmen. Dazu müsste man die med. "Experten-Kommission" beeinflussen können.

    Ich drücke jedem Antragsteller die Daumen für einen positiven Bescheid, weil ich weiss was dahinter steht.

    Was ich auch noch einmal verdeutlichen muss - Es gibt keinen Zusammenhang zwischen GdB und EM-Rente. So kann jemand mit 100% GdB gut und gerne noch fit sein um arbeiten zu können, der Arbeitsplatz wurde nur entsprechend der Einschränkungen angepasst. Jemand anderes bekommt 60% auf Grund von Krebs und kann halt nicht mehr arbeiten.

    LG
    Waldi
     
  15. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Bei Reha ist man doch nicht 24 Stunden am Tag unter Beobachtung. Und natürlich geht Reha vor Rente, man kann eventuell bei Reha was verbessern. Daran sehe ich nichts schlechtes. Mir haben meine Rehas jedesmal geholfen und gut getan.
     
  16. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Da kann ich @lagune nur zustimmen.
    Auch sollte jeder, dem eine Reha angeboten wird, zugreifen. Vor nicht allzulanger Zeit war es auf diesem Gebiet sehr flau ... Hier bei uns haben sie damals in den Kurorten Bad Elster und Bad Brambach Personal massiv abgebaut. Nachdem die Zahl der Rehas die bewilligt wurden zunahm, sind wieder Mitarbeiter dazugekommen. Doch die Mutter-Kind Einrichtung wurde ehemals geschlossen und auch nicht wieder aufgemacht. Jetzt ist das Haus "betreutes Wohnen".

    Auch wenn ich es nicht gerne mache immer wieder Kosten und Geld ins Spiel zu bringen, aber letztlich dreht sich alles nur um Geld. Nachdem die Regierung die Beiträge zur RV um 0,5% gesenkt haben, dabei aber auch von einer Schwächung der Konjunktur ausgehen, werden die Einnahmen in der RV spürbar sinken. Noch brüsten sie sich von einem Überschuss von 2,2 Mrd.€, aber wie lange wird es dauern bis geklagt wird. Woher die Überschüsse kamen weiss ich, denn immer weniger Hilfsmittel wurden bezahlt. So wurden bspw. die notwendigen Tupfer bei STOMA-Trägern nicht mehr übernommen und das Pflegebett kam auch erst nachdem wir massiv vorgegangen sind.
    Möchte man eine Kostenübernahme außerhalb der gesetzlichen Regelung, verstecken sich die Kostenträger hinter dem Gesetz. Doch warum heisst so eine Bitte an die zuständige Stelle dann "Außnahmeantrag"?

    LG
    Waldi
     
  17. laface

    laface Mitglied

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    hallo,

    ich denke man muss hier ein wenig trennen damit man mich nicht falsch versteht.

    noch heute laufen mir schauer über den rücken, wenn ich an all meine untersuchungen denke etc. zum glück hatte ich mich im www etwas schlauer gemacht. das hat mir schon sehr bei den untersuchungen geholfen.

    wie von waldmensch schon erwähnt geht es nur um eines: geld!!! die rv kämpft mit sehr mächtigen mitteln gegen den kleinen kranken menschen. wenn ein antragssteller nicht ein wenigvvorbereitet an diese sache ran geht steht er am ende unter umständen mit null komma nix da.

    meine meinung:
    geht es um eine es um eine beantragte ew-rente und man wird zur reha geschickt kann es unter umständen sehr schwer werden diese durchzusetzen und einen postivien bescheid zu bekommen. ich sage nur: der feind hört mit... ich habe schon etliches zu diesem thema gelesen. ihr glaubt gar nicht, was alles in den akten vermerkt wird. und ob das dann auch alles richtig ist??? <-- persönliche erfahrungen...

    wenn man allerdings normal eine reha beantragt steht es natürlich ausser frage, dass diese einem sehr gut helfen kann.
    ich persönlich gehe in diesem thread von der renten frage aus. ich möchte aber auch nicht alles über einen kamm scheren.
    es ist von fall zu fall und von einrichtung zu einrichtung wohl auch unterschiedlich.

    ich kann dem themenersteller noch die tipps geben. vor einer neuen beantragung sämtliche befunde von seinen ärzten im vorfeld anfertigen zu lassen und diese dem antrag beizufügen. bei mir hat jeder arzt am ende des befundes eine beurteilung abgegeben, ob ich eine rente gewährt bekommen solle etc. klasse wäre natürlich auch, wenn der behandelne arzt zufällig auch ein gutachter der rv ist. das kommt ja nicht selten vor. befunde kosten leider etwas geld. aber meines erachtens zahlt es sich am ende aus.

    ich selbst war ein sehr unbequemer antragssteller. ich habe sämtliche gutachten zur einsicht angefordert und auch telefonisch immer mal wieder genervtund beschwerden eingereicht. ich glaube die sind froh mich erstmal los zu sein ;-)

    beste grüße
    laface
     
  18. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Die Rentenversicherung ist doch kein Feind. Es ist wichtig zu prüfen, denn sonst könnte ja jeder ganz leicht eine EM Rente bekommen, sogar dann Leute, wo das nicht nötig ist, deshalb werden alle, die diese beantragen gründlich überprüft. Denn das Geld soll für diejenigen zur Verfügung stehen, die das dringend benötigen.

    Übrigens kostet der Rentenversicherung eine Reha auch viel Geld! Die Rentenversicherung muss ja die Reha bezahlen.
     
  19. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Die Schwerbehinderung, der GdB hat nichts mit der EM Rente bzw. Erwerbsminderung zu tun.
     
  20. laface

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    hallo lagune,

    sorry, aber da könnten wir jetzt sehr sehr lange drüber diskutieren. wem was zusteht etc...
    für dich klingt feind vielleicht ein wenig zu hart. ich könnte es abwandeln in gegner ;-)
    für mich war die rv über 7 jahre ein gegner. die ganze vorgehensweise der rv stinkt zum himmel.

    erkundige dich doch bitte einmal bei sozialverbänden was dort so abgeht. ganze existenzen stehen auf dem spiel.
    klar muss man prüfen und kontrollieren. nur mittlerweile wird so viel und lange kontrolliert bzw.
    begutachtet bis man selbst irgendwann psychisch nicht mehr kann. viele antragsteller knicken dann ein. zum großen teil, weil sie die kraft nicht mehr haben. glaub mir, das beim erstantrag selten einer glatt durchläuft. es wird knallhart kalkuliert wieviel menschen bei einer ablehnung nicht in den widerspruch gehen.

    viel geld für die reha? glaub mir der rv geht es zur zeit recht gut.

    wollte hier auch nicht zu sehr polarisieren. ich nehme daher das wort "feind" zurück. ist halt ein schönes sprichwort aus meinen bundeswehrzeiten...

    beste grüße
    laface