Am liebsten würde ich laufen gehen...einfach laufen...laufen...laufen...ohne an irgendwas zu denken.
Liebe Alexa,
das wäre nicht die schlechteste Idee, um den Kopf frei zu kriegen. Tja, wenn es denn ginge...
Nach den Erläuterungen zu Deiner Einstellung zu Medikamenten, Impfungen kann ich dies besser einordnen und Dich sogar im Grunde verstehen. Ich schrieb schon, dass wohl niemand von uns diese Medikamente nehmen würde, nicht einfach so, sondern aus Einsicht in die Notwendigkeit. Ich z.B. hätte mir eine Lungenbeteiligung bei meiner Erkrankung ersparen können, wenn ich auf den Arzt gehört hätte. Damit will ich Dich nicht unter Druck setzen. Denn in solchen nicht einfachen Situationen macht wohl so jeder seine eigenen Erfahrungen mit sich. Auf der andern Seite wird auch niemand gehindert, aus den Erfahrungen anderer zu lernen. Außerdem, das ist meine persönliche Meinung, ist eine ins Absolute gesteigerte Einstellung nicht förderlich; das Leben verlangt permanent Anpassung an die jeweiligen Situationen. So ist es gut, dass Du auch Ausnahmen zulassen kannst, wie ich sehe.
Und wenn ich mich einfach etwas mehr zusammenreiße und richtig anstrenge, aushalte, drüber hinweg sehe...ICH hätte es nicht zulassen dürfen. ICH hatte die Entscheidung, ob ich mich darauf fokussiere und immer wieder zum Arzt renne oder ob ich mich auf alles andere konzentriere und dem ganzen keinen Raum gebe!!!
Wie auch immer, DU bist und bleibst in DEINEM Falle der Souverän über das, was geschieht, wie auch immer Du Dich entscheidest. Der Arzte kann Dich mit seiner Beratung lediglich unterstützen. Und hier erlaube ich mir, zu sagen: ob Du nun "regelmäßig Cortison" nehmen mußt, ist so noch nicht sicher. Es gibt viele andere Möglichkeiten.
Und Du ergänzt gleich selbst Dein obiges Zitat:
Jedem anderen würde ich etwas anderes sagen, als das was ich gerade geschrieben habe.
Das zeigt mir nicht nur Dein augenblickliches, verzeih: Durcheinander im Kopf, es spricht auch für die Fähigkeit, Vernunft einzusetzen.
Als ... (Täter) habe ICH die Sachen in der Hand, die Kontrolle darüber. Als "Opfer" ist man Situationen hilflos ausgeliefert. Und dementsprechend schwach. Ich will mich aber nicht schwach fühlen, ich möchte stark sein (können).
Ich komme nochmal zurück auf die Ausnahmen, die Du für Dich selbst zuläßt. Und ich frage Dich, ob Du, nachdem was Du weißt und Dir beschrieben wurde, Dir vorstellen kannst, dass Du mit einem konsequenten "Darüber Hinweg-Sehen" Dich nicht auch in Zukunft der Situation hilflos ausgeliefert fühlen könntest? Einfach, weil die Entzündungen Raum hatten, sich auszutoben? Du sagst, Du möchtest stark sein (können). Du kannst es! Du bist es, wenn Du über Deinen Schatten springen kannst.
Ich habe gelernt: Konflikte löst man durch Stellungnahme. Stellung beziehen, in freier Entscheidung nach Beratung des Für und Wider, das würde jedenfalls den Kopf wieder entlasten.
Hast Du denn einen internistischen Rheumatologen an der Hand, zu dem Du Vertrauen hast?
Mit besten Wünschen für Deinen Weg,
o-häsin
Edit: Satzbau korrigiert, 1 Wort verschoben