meine gallenblase...
... hat mich über 14 jahre lang geplagt, ohne dass es mir oder irgendeinem arzt bewußt war, dass sie der übeltäter ist.
ich war mehr als 14 jahre lang migräniker. wurde von einem zum anderen arzt geschickt - keiner hat was rausgefunden. jede woche ein anfall zwischen 1 bis 3 tagen. hatte phasen, in denen ich 14 tage bis 3 wochen außer gefecht war. der knaller war immer die aussage der ärzte, wenn sie nicht mehr weiter wußten: "ach, bekommen sie erst mal ein kind, dann wird das schon besser!" ... sehr fragwürdig, dass einem teenager zu sagen und auch außerdem: sollte man ein kind bekommen, nur um seine migräne loszuwerden???
der vater eines bekannte war heilpraktiker und hat mich dann mal untersucht und hat gesagt, ich solle doch dringend mal nach meiner gallenblase schauen lassen. daraufhin bin ich zu meinem - damaligen noch - hausarzt gegangen. der hat mich nur ne 1/2 h angebrüllt, was ich denken würde, wer da die diagnosen stellen würde und er würde mich nicht untersuchen. er schrieb dann noch in seinen rechner: "pat. meint, gallensteine zu haben", was ich so nie behauptet/gesagt hatte. nunja, heute würde ich daraufhin anders reagieren... sei's drum.
1 woche später war ich dann - wie mittwochs damals üblich - in der sauna. und danach waren wir, eine gruppe aus der saunagemeinschaft, noch was essen. während dieses essens wurde mir plötzlich so was von übel und ich dachte, es kommt oben und unten gleichzeitig raus, ich hatte schmerzen wie ein vieh, war kreidebleich, war klatschnass geschwitzt und am tisch war schlagartig ruhe und alle starrten mich an. die dachten, ich kippe vom stuhl und bin tot. dort hatte ich meine erste gallenkolik. nach diesem abend, der mir noch so einige sorgen und überraschungen bereitet hat, bin ich am nächsten tag zu meiner (neuen) ärztin, die dann einen ultraschall von der gallenblase machte und ganz entsetzt war, weil sie wohl auf der einen seite total entzündet und auf der anderen seite kurz vorm perforieren war. sie hat mir strickte ruhe für mind. 3 tage verordnet, durfte nicht mal mehr ins geschäft fahren, um den krankenschein abzugeben (sie selbst hat das organisiert), sondern mußte heim und mich hinlegen mit medis versteht sich. ziemlich genau 14 tage später das gleiche spiel.
daraufhin schickte sie mich zum internisten, der mir erklärte, dass sich in meiner gallenblase ständig jede menge gries bildet, der dann die gänge verstopft und sich damit das ding entzündet und durch diese verschlüsse die migräne bildet. wenn sich die griespfropfen lösen, hätte der körper zu viel von der galle und die kommt dann durch erbrechen oben und durchfall unten raus (ich weiß, hört sich jetzt sehr appetitlich an, ist aber so und äußerst unangenehm, denn im darm brennt das wie die hölle).
auf jeden fall meinte der internist, dass es genau 2 möglichkeiten gäbe: 1. wir sehen uns regelmäßig wieder oder 2. das ding kommt raus und es hat ruhe. ich hab mich für 2. entschieden. 2 wochen später war die gallenblase draußen. bis 5 tage nach der op ging es mir noch richtig schlecht (bekam auf den medikamentencocktail mit mcp noch einen kieferkrampf) aber nach einer ordentlichen Cortisongabe gings steil bergauf.
fazit: es war ein langer weg, aber wenigstens bin ich meine migräne los. kopfschmerzen hab ich nach wie vor immer mal, aber wer hat die nicht? an den migräneschmerz kommt das aber bei weitem nicht mehr ran.
(leider hab ich nun die doofen schmerzen von rheuma & co. das leben hat für mich wohl ein schmerz-leben vorgesehen?!)
lg
fee