unbedingt auf ebv checken lassen
hi!
nachdem ich eine einjährige medizinische odysee hinter mir habe, kann ich jdm. mit unklaren, diffusen symptomen nur raten, sich unbedingt und zwingend um eine umfassende diagnostik zu bemühen. auch wenn einen die ärzte davon abhalten wollen: so nach dem motto: man muss sich mit schmerzen auch mal abfinden.
bei mir fing es vor einem jahr an: mit nervöser unruhe und einem leichten kribbeln im linken arm, was sich später auch auf den rechten arm, dann auch auf beide unterschenkel ausdehnte. aus den kribbeln wurde später schmerzen in armen und beinen, sowie der rücken- und leistengegend - der ganze körper fühlte sich total verspannt an. darüberhinaus wurde mir bei körperlicher anstrengung (und sei es nur bei einem leichten spaziergang) immer etw. schummerig.
mein hausarzt stellte seinerzeit eine minimale infektion fest und verschrieb ein breitbandantibotikum. als es nicht besser wurde, das kribbeln zunahm und ich mitunter diffusse schmerzempfindungen hatte, äußerte er den verdacht, es könnte eine multiple sklerose sein. ich habe dann acht geschlagene wochen auf eine mrt-untersuchung warten müssen - es war die bisher schlimmste zeit meines lebens.

die untersuchung verlief ohne befund...:o
nichtsdestoweniger ging es mir weiter schlecht: ich drängelte beim hausarzt, er möge mir eine überweisung zum orthopäden ausstellen, was er dann auch tat. beim orthopäden wurde meine halswirbelsäule geröngt - ohne befund. der orthopäde stellte allersdings starke verspannungen im schulterbereich fest. er verschrieb mir krankengymnastik und riet mir zum besuch eines neurologen.
danach hatte ich erst mal genug von ärzten und hoffte auf die krankengymnastik; zudem stellte ich mein leben (im rahmen meine möglichkeiten um), etwas weniger arbeiten, früher ins bett gehen, gesünder essen usw. usw.
trotzdem wurde es einfach nicht besser - im gegenteil, die schmerzen prägten sich weiter aus. in meiner verzweifelung konsultierte ich eine osteopathin, die mir dringend zum besuch eines neurologen riet. also ging ich dann doch....
die "untersuchung" beim neurologen beschränkte sich auf ein gespräch - für den facharzt stand fest, dass ich unter fibromyalgie leide, ich zum schmerztherapeuten müsse und ein kur sinnvoll wäre. außerdem gab er mir - mehr oder weniger durch die blume - zu verstehen, dass ich mir weitere diagnostische untersuchungen sparen könne...
da war er ganz auf der linie meines hausarztes, der mir nur ungern noch eine weitere überweisung - erneut zum orthopäden (und gleichzitig rheumatologen) ausstellen wollte. ich sei doch schon mal beim orthopäden gewesen, hieß es.... ich machte deutlich, dass ich mich gerne auf eine mögliche rheumatische erkrankung untersuchen lassen möchte und bekam dann doch die überweisung....
hier traf ich nun auf einen mediziner von altem schrott und korn

eigentlich schon im ruhestand. er ordnete ein großes blutbild an, wollte von fme mal gar nichts hören. und zum schmerztherapeuten wollte er mich schon gleich gar nicht lassen "Hören Sie mir damit auf!!"
Heute habe ich nun das Ergebis bekommen: Ich leide unter dem Epstein-Barr-Virus. Mit dem Befund werde ich jetzt gleich zum Hausarzt dackeln, der mir was verschreiben soll. Es soll da entsprechende Medikamente geben..
Mein alter Rheumatologe ist überzeugt, dass ich in wenigen Wochen wieder schmerzfrei bin.... sein wort in Gottes Ohr.
mein fazit: Leudde, lasst Euch durch nichts und niemanden entmutigen und seid HARTNÄCKIG um euret willen.
