Bin aber zu schwach meine Übungen zu machen oder gar zur Physiotherapie zu fahren.
Ich mache zur Zeit überhaupt keine Termine, außer eben wichtige Arzttermine, weil ich nie weiß, ob ich sie überhaupt wahrnehmen kann. Und wenn man immer wieder absagen muss, kann das auf Dauer ganz schön ins Geld gehen. Nicht immer kann ich mindestens 24 Stunden vorher absagen und so werden die ausgefallenen Stunden in Rechnung gestellt.
Auch privat gehts meistens nur spontan.
Es ist schon wirklich nicht einfach, sich nicht davon runterziehen zu lassen.
Und wenn dann doch was geht, gibts Prioritäten, die nicht unbedingt zugunsten der Gymnastikmatte entschieden werden. Ich nutze mein bisschen Kraft dann für andere erfreuliche und motivierende Dinge wie mal wieder Haare waschen, Bett frisch beziehen, Klo und Waschbecken putzen, Geschirrspüler ausräumen...
Ich auch. Und ich will ja auch nicht immer alles auf meinen Partner abwälzen, der hat auch so schon Belastungen genug. Mal davon abgesehen, dass es mich befriedigt, wenn ich mal ein sichtbares Erfolgserlebnis habe. Das erinnert an die guten Zeiten..
Hi Resi,
auch am Beispiel von Gertrud verstehe ich nicht, wie Du -für mich übergangslos- von fatigue auf ein nicht organisches, also psychisches Hindernis kommst, für das man den Begriff Antriebslosigkeit kennt und verwendet.
Das ist in meinen Augen typische 'Arztdenke', wundert mich also überhaupt nicht. Der Mensch an sich ist für die Bewegung konzipiert, und wer da nicht 'mitspielt', muss ergo was am Koppe haben. Außer, er hat sichtlich weder Arme noch Beine, dann kann man mal Nachsicht walten lassen...
Ich möchte dann noch kurz darauf hinweisen, dass ich kein Sportallergiker bin, wie man vielleicht denken möchte. Ich habe mich immer körperlich betätigt, als ich noch konnte.
Es gibt natürlich auch Menschen, die tausend Gründe vorschieben, nur weil sie einfach keine Lust haben. Dazu gehöre ich aber definitiv nicht. Mich ärgerts, wenn mir sowas unterstellt wird.
Ich weiß auch nicht, woher diese Arroganz kommt, anderen Menschen Unwillen oder psychische Probleme zu unterstellen, nur weil sie nicht so funktionieren, wie man sich das so vorstellt. Das Bein ist dran, also kann es laufen...?
Ich habe mich wirklich mal sehr über die Aussage eines Arztes gefreut, der mir bestätigte, dass mir mit der Aufforderung zum Sport tatsächlich nicht geholfen ist und der auch sagte, dass Betätigung in Haus und Garten schließlich auch Bewegung ist. Und auch dafür muss man die Kraft erstmal haben.
Ich weiß es nicht, ob ich nicht vielleicht tatsächlich ein CFS habe, zumindest passt es, wenn es heißt, dass bei CFS sportliche Betätigung tatsächlich kontraindiziert sein kann, weil sie genau das Gegenteil erzeugt - nämlich keine Verbesserung, sondern eine Verschlechterung der Symptomatik.