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Wobei uns Betroffenen wirklich sehr geholfen wäre, würde man die Fatigue als ernsthafte Erkrankung akzeptieren und endlich von der Ansicht weg käme, es müsse ganz sicher eine Depression, und damit auf jeden Fall eine psychische Erkrankung, sein.
Was aber ehrlich dann auch schwer fällt, wenn ein Außenstehender eine Frau wie in dem Film vor sich hat, die immer wieder anfängt, zu weinen. Die erweckt dann schon den Eindruck einer Depression... Kein gutes Beispiel, meiner Meinung nach.
Klar kann man auch mal das Heulen kriegen, aber das ist definitiv die FOLGE, nicht die Ursache!
Was aber ehrlich dann auch schwer fällt, wenn ein Außenstehender eine Frau wie in dem Film vor sich hat, die immer wieder anfängt, zu weinen. Die erweckt dann schon den Eindruck einer Depression... Kein gutes Beispiel, meiner Meinung nach.
Klar kann man auch mal das Heulen kriegen, aber das ist definitiv die FOLGE, nicht die Ursache!
Warum eigentlich geht "ein Außenstehender" von einer Depression aus, wenn jemand immer wieder zu weinen anfängt? Es ist doch nichts weiter als eine Beobachtung des Weinens, an die sich nicht automatisch ein Urteil bzw. eine Klassifikation anschließejn muß.
Heutzutage kann man sich sehr viel Leben ins Haus holen.Irgendwann hockt man nur zuhause und drömmelt vor sich hin - das Leben spielt sich draußen ab.
Es liegt an einem selbst, womit man die wachen Momente und Phasen füllt.Das Leben wird eintönig und langweilig - und irgendwie trostlos.
Ganz genau so. Darauf sollte der Fokus liegen und nur darauf.Es geht um Pflege und Nutzung von persönlichen Ressourcen, im Idealfall um einen Zuwachs derselben....
Das unterschreibe ich, genau das meine ich oben.Es gibt aber IMMER persönliche Ressourcen, und wenn sie noch so klein sind.
Ja, aber es sollte eine Phase sein, statt sich als Dauerzustand zu etablieren. Denn genau dieses Verhalt unterhält ME/Fatigue.Es ist nämlich durchaus so, dass es mich sehr belastet, wenn ich nicht kann, was ich will und dass ich es pausenlos hinterfrage, bis hin zum Selbstvorwurf, Ärgern über mich selbst, Suchen nach Lösungen, pausenlosen Versuchen, die dann doch wieder scheitern... und ich vermute, so gehts vielen.
Wer will, kann akzeptieren, dass es ist, wie ist und das Beste daraus machen.In Windeseile kommt wieder das Argument auf den Tisch: wer will, der kann! Und dem muss ich wieder mal ganz entschieden widersprechen!
Aber hallo, Atmung, Verdauung. Dafür, dass bei Dir gar nichts mehr geht, bist Du viel hier. Du schaffst es, viel Text zu tippen, das ist nicht nichts. Das ist nur etwas anderes, als Du Dir vorstellst, zu wollen.Aber wer körperlich und kraftemäßig ausgelaugt ist, der mobilisiert gar nichts mehr!
…um Dich direkt wieder zu überfordern, obwohl Du es inzwischen besser wissen müsstest.Ich bin ja froh, dass ich zwischendurch immer noch gute Momente habe und an denen versuche ich, so zu werkeln und handeln, wie ich es gewohnt bin.
Leidest Du eigentlich darunter und belastet es Dich?Ich persönlich habe genug Möglichkeiten und ganz viel Lust für alles mögliche, nur lässt mich mein Körper das nicht tun!
Wie mobilisierst Du Dich jetzt?Ich habe für mich lernen müssen, dass 'Mobilisierung' auf Teufel komm raus ganz üble Nachwirkungen bringt.
In den Phasen habe ich einen Innenraumrollator benutzt. Dann war es leichter. Man kann auch einen Toilettenstuhl bekommen.SOGAR DAS AUFSTEHEN UND ZUR TOILETTE GEHEN IST SEHR ANSTRENGEND.
Die Physiotherapie kann ins Haus kommen, das kann der Arzt verordnen. So habe ich den Weg aus dem Bett gefunden und gelernt, wie mein Körper Grenzen setzt.oder gar zur Physiotherapie zu fahren
Diese guten Zeiten sind aber vorbei. Es geht darum, sich Erfolgserlebnisse zu schaffen, die machbar sind.Mal davon abgesehen, dass es mich befriedigt, wenn ich mal ein sichtbares Erfolgserlebnis habe. Das erinnert an die guten Zeiten..
Eben, ganz genau so ist es und die fängt im Kopf an, wenn man so erschöpft ist.Der Mensch an sich ist für die Bewegung konzipiert,
Auf jeden Fall sollte man den Level nicht ausreizen, das ist fatal.Deswegen soll man seinen Energielevel nur etwa 50-70% ausreizen (so eine bekannte Vaskulitis-Spezialistin), um keinen Schaden zu erleiden.
Das verstehe ich auch nicht. Die Psyche leidet doch auch, der Geist schwächelt, mal mehr, mal weniger als der Körper, aber Fatigue wirkt sich auf den gesamten Menschen aus.Ich verstehe aber ehrlich gesagt nicht, wieso Depression als Ursache von Fatigue ausgeschlossen ist, Krebs und andere schwere Erkrankungen aber nicht. Das ist wieder so eine Trennung des Menschen in seine Einzelteile, die aber eigentlich zusammen gehören und sich gegenseitig beeinflussen.
Entschuldigung, aber das hartnäckige ausklammern der Psyche ist nichts anders.So gerät Mensch in einen Tunnel, sodass er deshalb keinen anderen Zugang mehr nutzt bzw. hartnäckig ablehnt.
Damals dachte ich „ja, das ist Fatigue, aber kann das ein Außenstehender verstehen?“
Entschuldigung, aber das hartnäckige ausklammern der Psyche ist nichts anders.
Eins meiner Hauptsymptome für eine Depression ist der fehlende Wille. Er wird immer schwächer, bis mir alles egal ist.Der Depressive kann nach meinem Verständnis vom Verstand her noch den Willen aufbringen, doch die durch die Erkrankung geschwächten psychischen Kräfte machen es ihm so schwer, den Anregungen des Verstandes Taten folgen zu lassen.
Ich habe bewusst so zitiert, denn Resi hat, in meinen Augen, keineswegs nur auf Psyche reduziert. Sondern, so wie ich, Ranunkel und andere, aufgezeigt, dass ihr Anteil nicht verleugnet werden sollte. So verstehe ich ihre Worte zumindest.Mein Zitat ist, so "fürchte" ich, nur im Kontext zu lesen und zu verstehen.
https://deutsche-fatigue-gesellschaft.de/fatigue/was-ist-fatigue/?Die Erschöpfung macht sich meist nicht nur körperlich, sondern auch seelisch und geistig bemerkbar.
Eins meiner Hauptsymptome für eine Depression ist der fehlende Wille. Er wird immer schwächer, bis mir alles egal ist.
Bei Fatigue bin ich zwar extremst erschöpft, habe aber noch einen Willen. Er kann diesbezgl. nur nichts ausrichten.
Das ist eben die Assoziation, die automatisch hochkommt. Das sollte von mir auch nicht negativ gemeint sein, aber es ist halt so, dass sich dann diejenigen wieder bestärkt fühlen (könnten), dass die Fatigue automatisch mit Depressionen verbandelt ist.Warum eigentlich geht "ein Außenstehender" von einer Depression aus, wenn jemand immer wieder zu weinen anfängt? Es ist doch nichts weiter als eine Beobachtung des Weinens, an die sich nicht automatisch ein Urteil bzw. eine Klassifikation anschließejn muß.
Und genau an dieser Stelle hätte ich mir gewünscht, dass auch die Phase davor und danach gezeigt wird. Ansonsten kann es jemand, der es nicht selbst kennt, tatsächlich schwer verstehen.Während dieses Interviews habe ich mich gefragt, wie sie das trotz Fatigue schafft. Dann kam die Auflösung , sie hatte sich vor den Aufnahmen lange ausgeruht und danach sofort wieder hingelegt. Damals dachte ich „ja, das ist Fatigue, aber kann das ein Außenstehender verstehen?“