Fatigue

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von kekes, 16. März 2019.

  1. kekes

    kekes Aktives Mitglied

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    Hallo Ihr Lieben,
    ich leide seit Monaten auch unter extremer Müdigkeit. Ich kann 12 Stunden schlafen (wenn man das Schlafen nennen kann - mit oder ohne Schlaftabletten = kein Unterschied) und bin genauso müde wie beim Schlafengehen. Schlafe vor lauter Müdigkeit oft Nachmittags auf der Couch ein. Manchmal passiert es mir, dass ich meine Augen nicht mehr aufhalten kann (in solchen Situationen ist es egal wo ich bin, ist mir sogar schon auf der Arbeit passiert oder beim Kochen...). Ich habe zwar das Gefühl, dass ich noch weiß wo ich bin und was ich mache, aber meine Augenlider sind dann so schwer, sie gehen einfach zu. Dauert zwischen ein paar Minuten und zwei Stunden.
    Der Arzt meinte, dass dies wohl eine Form der Fatigue ist (was anscheinend wohl nicht abwegig ist, wenn man mit Autoimmunkrankheiten zu kämpfen hat). Er weiß aber nicht wie er mir helfen kann. Er meinte nur, dass ich auf genügend Ruhepausen achten soll.
    Kennt das jemand von Euch? Habt ihr Tipps, die Euch geholfen haben (oder helfen) die ständige Müdigkeit und Antriebslosigkeit zu überwinden?:confused4:
    Vielen Dank und LG Kekes
     
  2. norchen

    norchen Registrierter Benutzer

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    Hallo kekes ,

    Oh ja das kenne ich nur zu gut. Bisher hilft mir dann nur mich an der frischen Luft zu bewegen.
    Es tritt mal mehr, aber auch mal weniger auf.
    Hängt bei mir auch echt mit meinem Zustand zusammen, hab ich mehr Gelenkschmerzen dann wird auch das mehr und umgekehrt. Mein Rheumadoc schickte mich deswegen zum Frauenarzt, denn Wechseljahre können auch eine Ursache sein. Dies wurde aber nun von da ausgeschlossen, ich sei bereits zu 95% durch...
    Auch die Nebennierenrinde steht im Verdacht....tja schaun wir mal...
     
  3. mondbein

    mondbein Registrierter Benutzer

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    Hast du mal deinen Vitamin-D3-Spiegel messen lassen? Wir sind fast alle im Mangel und das macht sehr müde! Mir ging es vor 10 Jahren genauso wie dir, heute bin ich fit :)
     
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  4. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

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    Und Schlaflabor?
    Kati
     
  5. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Wollte ich auch gerade vorschlagen.
    Bevor man vorschnell eine Fatigue diagnostiziert, müssen etliche andere mögliche Ursachen ausgeschlossen werden. Und da gibt es ungefähr so viele, wie Sand am Meer...
    Als Beispiele: Vitamin- oder Mineralstoffmangel (D, B12, Magnesium, Eisen...), Schilddrüsen- oder Nebennierenfehlfunktion, Schlafstörungen (da vor allem die Schlafapnoe), Depressionen, neurologische Geschichten, Krebs, Herz, und und und....
    Das sollte erstmal alles gecheckt werden.
    Was meinen Zustand etwas verbessert hat, ist D-Ribose (gibts z. B. in der Apotheke) und Magnesium.

    Ich bin früher oft während oder nach dem Essen mit dem Kopf fast im Teller direkt am Tisch eingeschlafen. Das passiert mir jetzt Gottseidank nicht mehr, weil ich nicht mehr arbeiten muss und meinen Tagesablauf mehr oder weniger selbst gestalten kann.
    Ich weiß gerade nicht, ob du berufstätig bist, wenn ja, wäre evtl eine Krankschreibung für 1-2 Wochen ganz hilfreich, um die Akkus wieder etwas aufzuladen.
    Ich wünsche dir, dass bei dir schnell der Auslöser gefunden wird und es dir dann möglichst bald wieder besser geht!
     
  6. kekes

    kekes Aktives Mitglied

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    Hallo nochmal,
    Vielen Dank für Eure Antworten:
    sämtliche Vitamine, Mineralstoffe und alles was im die Müdigkeitsrichtung geht wurde bereits durch viele, viele Bluttest abgedeckt. Auch im Schlaflabor war ich schon mit einem nicht wirklich aussagekräftigen Ergebnis. Die konnten mir auch nicht sagen (außer weil ich natürlich Schmerzen habe), warum ich so müde bin (also keine nächtlichen Atemaussetzer oä). Schilddrüsenwerte sind top, auch beim Nephrologen kam in dieser Hinsicht kein Ergebnis.
    Die Diagnose Fatigue stammt sowohl vom Rheumatologen, Schmerzarzt und Hausarzt. Allerdings lassen die Ärzte einen mit der Problematik recht allein. Denn die Aussage, "na dann ruhen Sie sich halt aus, wenn sie müde sind" , finde ich jetzt nicht gerade so vielversprechend.
    Ich habe Gefühl, dass es durch noch länger ausruhen oder schlafen nur noch schlechter wird.
    Ich bin nur an zwei Vormittagen in der Woche noch berufstätig. Aber ich kann mich durchaus mal für eine oder zwei Wochen krank schreiben lassen (wobei die Arbeit eher Erholung ist - daheim warten drei Kids, ein Hund und ein kranker Mann:suru:)
    @Maggy: Was ist D-Ribose? Sagt mit gerade gar nichts. (Magnesium nehme ich schon)
    Was ich noch fragen wollte: Legt ihr Euch denn immer (also wenn eine Möglichkeit gegeben ist) hin, wenn ihr merkt, dass Euch die Müdigkeit übermannt?
    Alles Gute Euch LG Kekes
     
  7. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Meine Kinder sind ja nun schon groß, früher war das für mich auch eine tägliche Herausforderung und ohne Mittags(Nachmittags) schlaf ging gar nichts. Dann durfte die Bande halt Fernsehen gucken, Hauptsache, ich konnte schlafen.

    D-Ribose ist ein Einfachzucker, der die Zellen direkt mit Energie versorgt. Kraftsportler nehmen das wohl auch oft.
    Ich hab einen Becher aus der Apotheke und nehme jeden Tag 1-2 Teelöffel in den Kaffee. Von zu viel kanns Durchfall geben, mehr passiert da nicht.
    Das ist nur ein Problem für Diabetiker, die sollten das vorher mit ihrem Arzt abklären.
    Ansonsten würde ich das einfach mal versuchen, entweder es macht einen Unterschied oder eben nicht, schaden kann es nicht.
     
  8. Satansbraten02

    Satansbraten02 Aktives Mitglied

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    Ich sehe bei mir einen Zusammenhang zwischen der abnormalen Müdigkeit und dem Schmerzlevel. In den schlimmen 2 Wochen war ich quasi ausser Gefecht alleine weil ich ca alle halbe Stunde für 1 bis 5 Minuten weggenickt bin. ich konnte aber nicht wirklich schlafen. Nachts bin ich jede halbe Stunde bis Stunde aufgewacht und musste ne Runde in der Wohnung gehen. Ich war echt am Ende. Aber Schlaflabor hätte nix gebracht. derzeit wache ich nur noch 2 bis 3 mal auf. Leider wache ich die letzten 2 Tage um 4 Uhr auf und kann nicht mehr schlafen. Ins Bett ging ich gegen Mitternacht. Das führt zwar auch zur Müdigkeit aber die ist zwar ganz anders.

    Bei mir ist ja noch alles sehr frisch und akut und ich kann es nicht mit großer Sicherheit und Erfahrung sagen.
     
  9. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Ich denke, dass Kortison die Schlafunterbrechung verursacht. Anfangs dachte ich an MTX, aber jetzt beim Kortisonstoß ist meine Nacht mehrfach (5-6 mal) unterbrochen und deshalb natürlich viel zu kurz, weil zwischen 5 und 6 garnix mehr geht. Da nehm ich dann meine Kortison und stehe auf.
    Um 11:00 kann ich dann stehend einschlafen, aber mit Fatigue hat das eher nichts zu tun, sondern eher mit Kortison-Schlafmangel und einem "geschundenen" Körper. So Entzündungen strengen halt auch an.
     
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  10. Satansbraten02

    Satansbraten02 Aktives Mitglied

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    Ach, das Cortison macht das?!
    Klar machen die vielen Schmerzmittel auch etwas müde und man ist etwas geschlaucht, aber ich wusste es ist gefühlt nicht normal, sondern schon abartig.

    Bei mir wurde quasi gleichzeitig zum Rheuma und zum gebrochenen Handgelenksknochen ja auch die Diabetes Typ 2 festgestellt.
    Da lässt die morgentliche 15mg Cortisondosis ca 6-7 Stunden später den Blutzucker nach oben schnalzen. Dher wird das Corti bereits jetzt ausgeschlichen.

    So, muß jetzt leider wieder zur Apo...
    Gruss
     
  11. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    6 Stunden später passieren bei mir noch andere Dinge. Auch der Blutdruck kann entgleisen, der Zucker kann auch sinken, die Nerven können blank liegen, ich kann grundlos aufgeregt sein und sogar innerlich vibrieren. Und gegen Abend nochmal.

    Ich schreibs nur mal der Vollständigkeit halber, denn manchmal suchen Betroffene (wie ich seinerzeit auch) nach Erklärungen, die von Ärzten nicht gegeben werden (können), weil die wenigsten Patienten dies den Ärzten melden, bzw. die meisten Menschen wohl solche Probleme nicht haben. Aber es gibt sie.

    Ich bin inzwischen (wenn mein jetziger Kortisonstoß vorbei ist)wieder bei 1,5 mg, und all die obg. Probleme haben sich erledigt.
     
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  12. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Ich bin heute auch wieder extremst k.o.Das macht echt keinen Spaß, wenn man nur durch den Tag dümpeln kann und nix gebacken kriegt. :(
     
  13. teamplayer

    teamplayer Registrierter Benutzer

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    Sehr gut kenne ich es und liege, auch deshalb, gerade im Bett.

    Das ist mein Mittel, um die ständige Müdigkeit zu überwinden. Immer wieder aufs Neue. Ebenso wie Schwitzen, ist es, bei mir, eine Folge von zu viel Belastung und Stress. Nur nicht direkt, sondern zeitversetzt. Fatique wirkt sich bei mir sehr stark auf den Geist aus, schränkt mich im Denken ein und reduziert mich schlimmstenfalls auf die Erschöpfung.

    Deshalb achte ich sehr darauf, dass ich mich nicht überanstrenge. Wenn die Kraft für den Moment oder gar Tag verbraucht ist, akzeptiere ich es und mache nichts mehr, was noch mehr verbraucht - falls irgendwie möglich. Dann lege ich mich hin, genieße die Stille, reduziere die Reize, meditiere immer wieder kurz oder schlafe und erhole mich inzwischen sogar etwas.

    Wobei ich tagsüber nur selten schlafe. Außer Samstags, der ist mein fester installierter Schlaftag. Alle wissen, dass ich an diesem Tag auf nichts reagiere. Das brauche ich, letzten Samstag habe ich 20 von 24 Std. geschlafen.

    Antriebslosigkeit ist bei mir immer ein Zeichen von Krankheit. Entsprechend gehe ich damit um.

    Innerliches Vibrieren kenne ich von Cortison, aber auch meiner Mastzellerkrankung, sehr gut. Meine Endokrinologe konnte sofort etwas damit anfangen.
     
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  14. Satansbraten02

    Satansbraten02 Aktives Mitglied

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    Hihi, ich hab grad 5 Min Nap auf dem Sofa (vorm TV) hinter mir nachdem ich in der Apo die Pneumokokkenimpfung und das Prednisolon geholt hab.
    Ich glaube aber auch, daß ich keine Fatigue habe sondern die Müdigkeit durch Schlafstörungen und Medikamente verursacht werden.:1drink:

    Meine Hausärztin hat mich weiter Krank geschrieben bis Anfang Mai und ich falle ab heute ins Krankengeld. So ein Mist, aber es hilft ja nix, da ich es tatsächlich nicht schaffe zu arbeiten. Also hab ich eine Neue Aufgabe, rauszufinden was ich bei der KV beantragen oder angeben muß. :ak:Die Sommerräder muss ich auch aufs Auto montieren. Wie ich das mache, weiß ich noch nicht. Das wird bestimmt heftig. :angryfire:
     
  15. malchatun

    malchatun Registrierter Benutzer

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    Mir gehts auch so, und ich habe damit noch keinen so guten Umgang gefunden, wie du @teamplayer .
    Seit meiner Erkrankung vor 11 Jahren nimmt die Müdigkeit ständig zu, wobei das schon ca. 2 Jahre vorher angefangen hat, wenn ich richtig überlege. Ich habe auch gute Phasen, vorzugsweise im Spätsommer und Herbst. Aber im Moment, seit Jahresanfang ist es wieder ganz schlimm. Richtige Wachheit kenne ich gar nicht mehr.

    Dieses ständige Gefühl der Müdigkeit und Erschöpfung ist eines meiner schlimmsten und belastendsten Symptome, weshalb ich mich nicht mehr in der Lage fühle, meinem Beruf nachzugehen. Seit 4 Jahren bin ich jetzt zu Hause, und das letzte Jahr vor meinem Ausstieg war echt schlimm. Ich habe noch 5 Stunden täglich gearbeitet - sitzende Entwicklertätigkeit am PC - und das war nur mit viel Kaffee zu überstehen, nicht gut für Magen und Darm. Mir sind die Zeilen vor den Augen verschwommen, teils habe ich nur auf den Monitor gestarrt und so getan, als ob ich arbeite...

    Leider wird Fatigue als Grund für Arbeitsunfähigkeit scheinbar nicht wirklich anerkannt. Ich war bei 2 Gutachtern für die Rente, beide haben u.a. Fatigue diagnostiziert, sind aber der Meinung, ich könne noch 3 bis 6 Stunden einer leichten Tätigkeit nachgehen. Ja, aber was denn?
    Sicher ginge das den einen oder anderen Tag, aber die meisten Tage ginge es nicht, da bin ich nach 1 Stunde am PC k.o. Oder nach einer Stunde quasseln mit Freund/Freundin. Erst gestern habe ich mich für 2 Stunden mit einem guten Freund getroffen, es war einfach nur anstrengend, vor allem wenn er redete, mich auf ihn zu konzentrieren. Oder nach 20 Minuten telefonieren mit Sohn - ich kann mich dann einfach nicht mehr konzentrieren und bin total erschöpft. Ich telefoniere schon gar nicht mehr gern und wirklich nur noch selten. Auch Autofahren ist ein Problem geworden, ich fühle mich inzwischen richtig unsicher am Steuer.

    Meinem Arzt klage ich jedes Mal von meiner Dauermüdigkeit. Es steht auch in jedem Arztbrief. Er hält das aber anscheinend für normal. Es könne viele Ursachen haben - meine Grunderkrankung prinzipiell, die vielen Medikamentenwechsel, es können Nebenwirkungen von Medis sein. Ich selbst habe das MTX in Verdacht. Aber ob das so einfach ist. Am Tag nach der Einnnahme ist es jedenfalls noch schlimmer. Ich merke auch, dass ich durch Stresssituationen wieder einen erneuten Schub mit weiter erhöhter Müdigkeit bekomme. Andererseits kann ich durch diese teils lähmende Müdigkeit mit Stresssituationen nicht mehr so gut umgehen wie früher, eigentlich wird inzwischen alles zum Stress, wo ich raus muss aus meiner Komfortzone Wohnung und mit anderen Menschen zu tun habe.

    Besser gehts mir, wenn ich mich moderat bewege, am besten draußen. Aber ich kann mich nicht den ganzen Tag bewegen, das schaffe ich auch nicht. Noch vor 6 Jahren bin ich mehrere Tage lang durch den Hunsrück gewandert mit großem Rucksack, jetzt freu ich mich über jede kleine Runde. Meist ist es in dem Moment besser. Aber mein Job hat herzlich wenig mit Bewegung zu tun (außer Finger auf Tastatur), wenn ich mir vorstelle, ich müsste wieder ins Büro und mehrere Stunden auf dem Stuhl vorm PC sitzen, weil meine Rente nicht bewilligt wird... das kann ich mir nicht vorstellen... :(
     
  16. malchatun

    malchatun Registrierter Benutzer

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    Ich habe über Weihnachten seit ewigen Zeiten mal wieder für 3 Tage 50 mg Kortison genommen wegen meiner entzündeten Schulter, dann langsam wieder reduziert auf meine 4 mg. In dieser Zeit habe ich mich seit langem mal wieder sehr viel fitter und wacher gefühlt. Das war klasse!

    Da fällt mir ein, dass ein Arzt auch einmal Kortison bzw. Kortisonreduktion als Ursache von Müdigkeit nannte. Bei langjähriger Kortisoneinnahme kann die Nebennierenrinde ihre Tätigkeit einstellen. Kann das diese extreme Müdigkeit verursachen?

    Eine Zeitlang bekam ich Fluoxetin verordnet als Stimmungsaufheller und Wachmacher. Das wird wohl auch gern bei MS und Müdigkeit verordnet, meinte die Ärztin. In dieser Zeit bekam ich auch richtige Zitter-"Anfälle" innerlich, aber auch die Hände zitterten, auch nachts. Ich konnte das erst dem Fluoxetin zuordnen, nachdem ich es abgesetzt hatte, denn dann hörte das Zittern und Vibrieren auf.
     
  17. Ducky

    Ducky Registrierter Benutzer

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    Ich habe kein innerliches zittern vom Fluoxetin, äußerlichen tremor von einem anderen Psychopharmakon.
    Ob ich vom Fluoxetin wacher werde sei dahingestellt aber mehr Antrieb als ohne.
     
  18. Satansbraten02

    Satansbraten02 Aktives Mitglied

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    Ich werde die morgen mal anrufen und nachfragen, was zu tun ist. Leider fällt auch mein Nebenjob und deren Einkünfte (Eigenes Gewerbe) unter den Tisch. :ak::angryfire:

    Naja, wenn ich die Räder zur Werkstatt schaffen muss, kann ich die auch selbst ummontieren. Ich will ja auch sehen, wie weit ich gehen kann, da mir auch die Muskelschmerzen und Kraftlosigkeit auf den Keks gehen. Es kann nicht angehen, daß ich selbst beim Wechseln einer Neonröhre meine Probleme habe. Ich will auch Körperlich wieder fitter werden. Hab auch den Eindruck, daß die Muskeln abbauen. Ich denke da schadet etwas "Räder-Training" nicht. Falls ich in Not gerate kann ich einen Kumpel anrufen, der mir dann seinen Mitarbeiter vorbei schickt. Die Kosten interessieren mich nicht. Ich hab in einem Monat über 200 Euronen an Rezeptgebühren und Zuzahlungen gezahlt. da geht ein 30€ Radwechsel finanziell unter.:D
     
  19. malchatun

    malchatun Registrierter Benutzer

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    Ich habe gerade mit einem anderen Psychopharmakum angefangen, und auch bei dem wird "Tremor" unter Nebenwirkungen aufgezählt. Es soll gegen Angst und Grübeln wirken, das tut es m.E. auch, aber die Müdigkeit hat auch nochmal einen Zahn zugelegt. Von daher überlege ich, ob ich mit der Ärztin bespreche, doch wieder Fluoxetin dazu zu nehmen.

    Spürst du das tatsächlich mit dem Antrieb? Nimmst du es morgens, oder wie?
     
  20. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Ja,es hilft Einem im Grunde auch nicht weiter. Bei mir, und sicher auch bei Anderen, wird es gern dahingehend interpretiert, dass es von der Psyche kommen MUSS. Tut es aber definitiv nicht. Wenn dann noch das Schwitzen dazu kommt, weiß ich, dass es für den Moment definitiv zu viel ist und ich mich hinlegen muß.
    Demnächst habe ich den Termin beim Endokrinologen und mein Mann hatte vorhin die blendende Idee, dass der mich doch, falls er nichts findet, in die MHH einweisen könnte. Mein Hausarzt sperrt sich ja dagegen, warum auch immer.

    Ein gewisses Maß an Müdigkeit und Erschöpfung kann ich noch hinnehmen, aber was seit einigen Monaten abgeht, das ist definitiv nicht mehr normal.
    Ein bisschen beruhigt es mich, wenn ich lese, dass es Anderen auch so geht, aber andererseits ist es auch erschreckend, dass es immer noch nichts gibt, was diesen Zustand verbessert.

    Allgemein wird die Fatigue auch nur mit Krebs und MS verbunden. Auch wenn man Infos im Netz sucht, landet man unweigerlich da. In diesen Fällen wird es als normal angesehen, wenn man diese Erkrankungen aber nicht hat, muss man ja zwangsläufig depressiv sein und sich einfach nur überwinden und mehr bewegen .... Heute zum Beispiel ist wieder so ein Tag, an dem ich kaum die Füße voreinander kriege, da wäre an Spaziergang oder womöglich Sport gar nicht zu denken.
     
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