@Mizikatzitatzi
Hallo Mizi,
Ich kann nicht gut einschätzen, ob es nur mit Corona im Zusammenhang steht. Es waren bei mir seit Beginn der Pandemie inzwischen diverse Covid-Infektionen.
Leider habe ich ein ganzes Bündel an Krankheiten und alle können typischer Weise Erschöpfungs-Symptome hervorrufen. Dazu kommt, dass auch viele meiner Medies müde machen können und neben Schlafstörungen letztlich Erschöpfung bedingen "können".
Es ist also überhaupt nicht mehr möglich einen Auslöser für Fatique auszumachen.
Vermutlich ist es die Gemengelage aus unterschiedlichen Faktoren, die bei mir für Fatique verantwortlich sind.
Was ich aber ganz stark merke ist, dass es mit der Zeit immer schlimmer wird bzw. die Erschöpfung immer schneller erfolgt.
Zum Beispiel, wenn ich Hausarbeit mache oder irgend etwas repariere, es muss körperlich nicht sonderlich anspruchsvoll sein, komme ich schnell an meine Leistungsgrenzen und brauche meist schon nach kurzer Zeit eine Pause. Oft bin ich dann schon so erschöpft, dass ich erstmal schlafen muss und danach komplett steif bin.
Auch im Beruf, bei der Büroarbeit, wird es nach und nach immer heftiger. Ich beobachte die Entwicklung jetzt schon seit einigen Jahren. Anfangs waren es nur zeitweise Konzentrationsstörungen und Müdigkeit zu bestimmten Tageszeiten, so wie es viele andere auch kennen.
Inzwischen habe ich noch die Fähigkeit vormittags nach einiger Anlaufzeit ca. 3 Stunden einigermaßen konzentriert zu arbeiten und nachmittags nochmal ca. 2 Stunden. Den Rest des 8 Stundentages bekomme ich eigentlich meist Geld für meine Anwesenheit.
An manchen Tagen läuft es etwas besser, an anderen Tagen geht auch mal fast Nichts.
Ich bin in der vorteilhaften Sitiuation, dass ich relativ autark arbeite und mich selbst organisiere, daher fällt es nicht weiter auf, dass ich oft kaum etwas auf die Reihe bekomme, bzw. ich kann es noch einigermaßen kaschieren.
Ganz schwierig ist dann immer die Autofahrt nach Hause. Ich fahre mindestens 40 Minuten und muss oft auf halber Strecke anhalten und schlafen, weil absolut nichts mehr geht und weiterzufahren unverantwortlich wäre.
Es ist schwer einzuschätzen wie lange das noch so machbar ist, aber ich merke, dass Fatique mich nach und nach an die Grenzen führt und es wird eher noch Monate als Jahre dauern, bis ich Veränderungen einleiten muss. Letztlich geht es dabei ja auch um Lebensqualität und Verantwortung mir selber gegenüber.
Liebe Grüße und gute Besserung wünscht Manoul
