ein paar Infos zu Weihrauch-Präparaten
Unterscheiden muss man zwischen Präparaten aus Weihrauch-Harz und solchen aus alkoholisch extrahiertem Trockenextrakt, sowie homöopathischen Potenzen.
Die harzhaltigen Produkte werden meist als Tabletten oder Körner im freien Markt als Räucherwerk und Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Oft verlocken sie aufgrund eines recht geringen Preises. Die Harzkörner sind nicht zur innerlichen Einnahme geeignet!
Zur inneren Einnahme gibt es die Trockenextrakt-Kapseln. Denn Weihrauch ist schwer verdaulich und kann Magenbeschwerden machen. Auch hier tummeln sich wieder viele Händler im Segment Nahrungsmittelergänzung, mit sehr unterschiedlichen Qualitäten und Dosierungen. Es gibt auch von der Weihrauchpflanze verschiedene Unterarten, nur eine davon ist in Studien erprobt.
Dann gibt es noch homöopathische Potenzen, meist z.B. als Olibanum D1 genannt. Olibanum ist kein klassisch homöopathisches Mittel, sondern eine moderne Ergänzung, zu der es noch wenig Erfahrungen gibt.
Soll ein Weihrauch-Präparat bei einer schwerwiegenden Erkrankung wie Rheuma oder Morbus Crohn eingesetzt werden, dann müssen Dosierung und Qualität des Präparates und Überwachung des Patienten stimmen:
- In den seriös medizinisch eingesetzten Präparaten
(H15 oder Sallaki, beide Fa. Gufric, Bombay, identisches Präparat)
sind 400mg Boswellia serrata-Extrakt enthalten.
- H15/Sellaki ist in verschiedenen Studien an Unikliniken in der Erprobung.
- Die Anfangsdosis liegt meist bei 1200mg/Tag.
Wird zu gering dosiert, können sich die Beschwerden verstärken
- Die Kapseln immer nach dem Essen einnehmen,
um evt. Magenbeschwerden vorzubeugen.
- Selten kann es allerdings zur allergischen Reaktion kommen!
- Ansonsten nebenwirkungsfrei!
- Es verträgt sich mit anderen Medikamenten,
z.B. NSAR, Cortison, Basis-Rheumatika
- Die schulmediz. verschriebenen Basistherapeutika/Cortison sind keinesfalls einfach abzugesetzen. Denn auch H15/Sallaki braucht ca. 4 Wochen, bis es überhaupt wirkt. Und, wie auch bei schulmed. Basisrheumatika, nicht bei jedem Patienten hat die Therapie Erfolg!
H15/Sellaki ist über internationale Apotheken zu beziehen, dazu braucht man ein ärztliches (privat-)Rezept. Über diese "Rezept-Pflicht" soll einfach sicher gestellt sein, dass kein unqualifizierter Eigenversuch vorgenommen wird, sondern der Rheumatologe/Hausarzt eingebunden ist.
Z.B. über die Apotheke im Rott, Mannheim, liegt der Preis für 100Kapseln Sellaki bei 25€ plus Porto. Also bei 3x3 Kapseln/Tag liegt man dann bei 67,50€ im Monat.
Man kann auch bei der gesetzlichen Krankenkasse die Kostenübernahme beantragen. Dies wird im Einzelfall entschieden. Dazu benötigt man vom behandelnden Arzt eine Begründung, warum bei der Diagnose das H15/Sellaki für sinnvoll erachtet wird.
HTH,
Silja