Hallihallo an alle,
wieder sind 3 Monate vergangen und ich möchte ein kleines Update schreiben.
Die Sommermonate waren ganz gut, ich konnte mit meiner Familie in den Urlaub fahren und neue schöne Erinnerungen schaffen.

An meiner Symptomatik hat sich nicht viel verändert. Ich fange mal von oben an:
gelegentlich Kopfschmerzen, sehr oft Nackenverspannungen incl. der Halsmuskulatur ( aber keine Steifheit wie im Frühling mehr), Rückenschmerzen in unterschiedlichen Bereichen (besonders zwischen den Schulterblättern), Schmerzen in den Armen ( Muskelschmerzen sowie Nerven und Sehnenschmerz der bis in die Finge zieht) vorrangig auf der linken Seite, meine Beine sind viel besser geworden. Ich schaffe schon 7000 Schritte täglich ohne großartige Ermüdungserscheinungen.
Anfang Juli habe ich die Vitamine ( D3, Vit B12, Selen, Zink, Eisen, Magnesium) mal für 4 Woche abgesetzt mit dem Ergebniss unfassbarer Müdigkeit. Morgens bin ich aufgestanden, habe gefrühstückt und hätte direkt wieder ins Bett gehen können. Auch meine Beine waren in dem Zeitfenster wieder schmerzhaft. Nachdem ich die Einnanhme der Vitamine dann wieder begonnen habe wurde es schnell besser.
Mitte August hatte ich dann den Termin beim Neurologen/ Psychater ( der kann beides) . Erstgespräch dauerte 10 Minuten. Ich bekam auf Nachfrage einen Überweisungsschein für die Schmerzklink, ein Rezept für Physiotherapie und eine große Schachtel Duloxetin 30mg.
Da es vom Arzt keine Aufklärung bezüglich des Medikamentes gab habe ich wieder selbst recherchiert und die Einnahme vor mir her geschoben. ( Die Liste der Nebenwirkungen ist recht umfangreich und ich überlegte, ob ich das wirklich brauche) Der Arzt meinte, in 50% der Fälle erreicht man eine Schmerzreduktion von 30%. Also wog ich Kosten- und Nutzenfaktor ab und legte die Pillen in den Schrank. Eigentlich waren die Schmerzen mit Bewegung und Wärme ganz gut zu behandeln und ich hatte ja noch die Physiotherapie.
Pünktlich zu Beginn des Herbstes begann dann bei Sturm und Regen immer dieses Nervenziehen in den Armen und Beinen. Leider lassen sich Nervenschmerzen nicht mit Wärme behandeln, Kälte macht es schlimmer. Also blieb mir nur es auszuhalten und mich zu schonen.
Ich habe eine Psychlogin gefunden mit der ich sehr gut auskomme. Sie stärkt mir den Rücken und nimmnt mich ernst.

In unserem ersten Gespräch erzählte sie mir, dass sie bereits seit 15 Jahren in der neurologischen Reha tätig ist. Als ich dann meine Syptome schilderte fragte sie mich ob ich denn mal Covid hatte.
Ich sagte ihr, daß ich das nur vermuten kann da man ja 2023 keine Tests mehr durchgeführt hat. Tatsächlich hatte ich Ende Dezember einen Infekt der mit Magen Darm einher ging und nach einer Woche ausgestanden war. Der zweite Infekt folgte dann direkt nach dem Jahreswechsel und war deutlich schlimmer. Den Husten hatte ich mind. 4 Wochen. Gliederschmerzen und Fieber waren nach 10 Tagen verschwunden.
Sie sagte mir daraufhin, dass sie solche Symptome seit 2021 häufig, ohne nachweisbare Ursache in der Rehaklinik habe und vermutet Long Covid. Ich habe dann wieder recherchiert und fand eine Long Covid Ambulanz in der Nähe. 3 Tage hat es gedauert bis ich da jemanden ans Telefon bekommen habe. Die Aussage war: " Wir brauchen die Befunde vom Rheumtologen, Neurologen, Orthopäden, Kardiologen und Pneumologen. Wenn alle Befunde unauffällig sind dann können Sie sich nochmal wegen einem Termin melden."
Also fing ich wieder an zu telefonieren. Der erste Anruf bei einem Pneumologen war gleich wieder ein Schlag ins Gesicht - Terminvorschlag für nächstes Jahr im April. Ich wusste nich ob ich lachen oder heulen sollte. Ich habe den Pneumologen nach hinten auf die Telefonliste geschoben und bin erstmal zum Kardiologen um die Ecke gegangen. Da hatte ich Glück, ein freier Termin schon Mitte September

. Mein Herz ist gesund!
Meine Mutter hat mich dann zu ihrem Pneumologen geschickt bei dem ich nun im Dezember einen Termin habe. Ich dachte nur: "Gott sei dank, noch in diesem Jahr."
Meinen ersten Termin in der Schmerzklinik habe ich Mitte Januar. Ich hoffe, dass dieser Arzt mir helfen wird eine Reha zu beantragen. Meinen Hausarzt kann ich konsultieren wenn ich einen Krankenschein benötige ansonsten ist der nicht zu gebrauchen. Ich werde demnächst zu einer Ärztin wechseln bei der ich mal zur Vertretung war. Da hab ich mich direkt gut behandelt gefühlt und sie kann mich auch noch annehemn.
Vor ca. 3 Wochen bekam ich dann neue Symptome. Mein linker Fuß fühlt sich an der Plantarfaszie immer wieder verspannt an. Von beiden Achselhöhlen ausgehend entwickelten sich furchtbare Nervenschmerzen die jegliche Tätigkeit sehr schmerzhaft machen. ( Ist heute besser, kann tippen

)
Ich habe dann vor lauter Verzweifelung die Duloxetin rausgeholt und geschluckt. Es folgte ei Tag an dem ich mich fühlte wie auf Drogen. Schwindel, Übelkeit, Darmentleerung, Herzrasen, zittern der Hände und ein merkwürdiges Gefühl im Kopf. Nach 10 Stunden war der Trip vorbei und ich bin ins Bett gegangen. Geschlafen habe ich in dieser Nacht höchstens 3 Stunden. Als ich am nächsten Tag dann aufstand fühlte ich mich als hätte ich Komasaufen veranstaltet und entschied mich gegen einen weiteren Trip dieser Art. In der Folgewoche fühlte sich mein Körper entzündet an, ich war schwach und alles tat weh. Der Schwindel und die Übelkeit hielten noch lange an. Auch mein Darm funktioniert erst seit gestern wieder schmerzfrei.
Morgen werde ich diesen Arzt nochmal konsultieren und fragen ob er noch einen Plan B hat und die Leute immer mit solchen Medis einfach entlässt. Ich finde zumindest eine Überwachung der Herzens und 14 Tage Krankenschein wären bei der Einstellung auf solch ein Medi sinnvoll. ( Sollte das jemals nötig sein dann mach ich das nur stationär)
So, das wars erstmal..
Falls irgendjemand noch einen Rat hat wie man Nervenschmerzen lindert dann immer her damit.
Gruß eure Shildmaid
