*mischt nochmal mit*
" Was die Archäologen von unseren Urzeitlichen Essgewohnheiten sagen, beruht auf gesammelten Indizien aus denen Theorien gesponnen werden. Doch wir wissen z.B. was unsere nächsten Verwanden die Primaten Essen, bei ihnen sollen die Krankheiten mit denen wir konfrontiert werden, nicht auftreten. Also können wir uns an ihnen orientieren und wie Du selbst weist essen sie roh. Das Tierische in ihrer Nahrung beträgt 1-2%! Meistens Kleingetier und Insekten roh, der Rest sind vorallendingen Früchte ein paar Blätter, Nüsse und Wurzeln roh. Mit dieser Nahrung haben sie unsere Probleme nicht!"
Hallo,
mir sind noch ein paar Dinge eingefallen, die ich gerne noch losgeworden wäre......
1. meine Schwester ist Archäologin, mein Schwager auch....sie essen Fleisch, gern sogar
2. Soweit ich da überhaupt mitsprechen kann, gingen das Wachstum unseres Hirns und das vermehrte Essen von Fleisch Hand in Hand einher. Angefangen haben die Homos mit Aas (Löwen mit Steinen wegtreiben und so), als dann das Hirn wuchs wurden Waffen erfunden (und auch Kleidung, Wohnung....Komfort), so entwickelte sich der Mensch zum Jäger, auch wenn er eigentlich zu langsam und zu schwach war. Mängel werden halt durch Intelligenz ausgeglichen, das ist bei den Menschen doch auch jetzt noch immer so.
Die Jagdmethoden wurden effektiver, das erlegte Wild mehr - das Hirn wuchs weiter, und irgendwann erfand der Mensch die Zucht. Letztendlich hat er es - weil er begonnen hatte Fleisch zu essen - so weit gebracht, dass er sich in Wohlstand auf der faulen Haut ausruhen konnte. Nun hatte er Zeit, sich um andere Dinge zu kümmern - auch um zweitrangiges wie langes Leben und das Kurieren der neuen Wohlstandskrankheiten. Damit hat er der Evolution einen Riegel vorgeschoben - und das ist meiner Meinung nach der Grund, warum wir Rheuma haben.
Um die Ecke gedacht ist natürlich jetzt immernoch das Fleischessen schuld daran....weil wir uns ohne ja nicht weiterentwickelt hätten.
Aber......die Affen haben wohl eher deshalb keine Zivilisationskrankheiten, weil natürliche Feinde und "unheilbare" Krankheiten wie Erkältung und Durchfall die Schwachen dahinraffen.....nicht, weil sie wenig Fleisch essen. Die Rheumatiker unter ihnen werden halt aussortiert, und pflanzen sich demnach nicht fort....
Und.....in den Zeiten, als die Menschen noch kein Fleisch assen, hiessen sie noch garnicht Mensch, sondern noch Affe......
Das würde ich doch gern berücksichtigen, wenn es um mich und meine Ernährung geht.
Wer sagt übrigens, dass Affen kein Rheuma bekommen können? Wahrscheinlich sterben sie einfach sofort nach Erkrankung, weil sie vor Schmerzen vom Baum fallen, oder weil die Nieren versagen, der Herzbeutel platzt oder sie vom Primatenclan verstossen werden und vom nächstbesten Fleischfresser verputzt werden? Wer hat schon alle Affen Afrikas einem ANA-Test unterzogen?
Übrigens: Schweine sind den Menschen die nächsten Lebewesen, Organe und Blut sind verblüffend ähnlich.
Mein Vater hat bei seiner Herz-OP auch keine Affen-Herzklappe implantiert bekommen, sondern eine vom Schwein.
Und Schweine sind meines Wissens nach Allesfresser. Die Schweine in unserem Dorf krigen dank des "Schweineeimers" auch massenhaft gekochtes oder gebratenes Fleisch....und ich kenne keines, das Rheuma hat!
Es ist wohl wahr, dass die Ernährungsumstellung des Menschen - evolutionär betrachtet - noch nicht lange genug her ist, als dass der Körper sich vollkommen hätte anpassen können. Der Darm wird wohl noch ein bisschen schrumpfen, die Zähne werden vielleicht nicht mehr reisserisch werden (warum auch....Fleisch wird gekauft und ist weich). Aber an jeden Schritt der Evolution musste man sich erst mal ein paar tausend Jahre lang anpassen...
Als aus dem Urwald die Sahara wurde, waren auch nicht schwuppdiwupp ganz andere Tiere da....die mussten sich auch Zeit zum Entwickeln lassen....soll unser Darm sich halt auch Zeit lassen.
Zu behaupten, dass der Mensch vor über 60.000 Jahren eine falsche Entscheidung getroffen hat, weil er dem Löwen die Antilope geklaut hat - das finde ich doch ein bisschen weit hergeholt.
Warum hätte die Evolution damals (als der Mensch noch nicht selbst denken konnte) einen so entscheidenden Fehler begehen sollen, als sie ihm den ersten Brocken Fleisch in den Mund legte ....und warum hat die Evolution diesen Fehler nur beim Menschen begangen, und ihn danach mit Intelligenz belohnt?
Trotz der Gefahr, mich zu wiederholen:
richtige Ernährung ist wichtig.....Fastfood und zerkochtes Gemüse hat nichts mit Evolution und Intelligenz zu tun. Gekochtes Fleisch und Buttergemüse jedoch sehr wohl. Die Menschen sind intelligent genug (die meinsten zumindest) "schlechtes" von "gutem" Essen unterscheiden zu können.
Jeder sollte deshalb für sich selbst herausfinden, mit welcher Ernährung es seinem Körper gut geht. Punkt.
Grüsse aus dem Süden,
Ann-Kathrin