Soooo, ich erzähle mal und versuche mich kurz zu fassen.
Wer keinen Bock auf eine schon-wieder-negative-Doc-Geschichte hat, hört hier einfach auf zu lesen

.
Anfang April schickte mich mein Augenarzt zur Kontrolle in die Augenklinik, weil er selbst die nötige Fluoreszenzangiographie nicht machen kann. Dabei wird ein Farbstoff gespritzt, der sich im Auge verteilt und vom Auge werden dann Fotos gemacht, so sieht man, ob sich in der Netzhaut neue Gefäße gebildet haben, die da nicht hingehören. Ob gelasert werden soll, sollte dort entschieden werden. Weil die Klinik einen so guten Ruf hat (in fachlicher Hinsicht), bin ich gerne wieder dort hin gegangen und habe die bekanntlich langen Wartezeiten in Kauf genommen, war morgens um 8 da, bin abends um 18 Uhr (!!!) wieder raus. Die Oberärztin hatte eine gute Mitteilung für mich, keine dramatischen Veränderungen, ich sollte nur ein paar wenige Stellen lasern lassen und mir pro Auge einen Termin geben lassen. HURRA !
Ich gehe also zum ersten Termin - ein anderer Oberarzt, der mich noch VOR der Behandlung anraunzte, ich solle unbedingt auch das andere Auge während der Behandlung offen lassen und er hätte keine Lust, mir das 25 Mal zu sagen, weil sonst säße er ja noch heute abend da .........
Dann die Hiobsbotschaft: Sie brauchen auf dem Auge noch mindestens zwei weitere Termine ! Ich: ????????????? Ich meinte noch, ich könne nicht verstehen, wie zwei so unterschiedliche Aussagen zustande kommen können. Keine Antwort.
Ich gehe zum zweiten (regulären) Termin, derselbe Doc, schnauzt mich wieder an, ich schnauze diesmal kräftig zurück, plötzlich ist er ganz klein mit Hut. Trotzdem dann die Hiobsbotschaft: Auf diesem Auge brauchen Sie auch zwei weitere Termine ! Ich: ????????????? Ich meinte wieder, ich könne nicht verstehen, wie zwei so unterschiedliche Aussagen zustande kommen können. Diesmal bekam ich zur Antwort, dass man mit der Linse, die man beim Lasern benutzt, eine bessere Vergößerung hätte und die Lage besser beurteilen könne. Immerhin eine Antwort.
Ich gehe zum zweiten (zusätzlichen) Termin für mein rechtes, sowieso schlechteres Auge. Glücklicherweise diesmal eine andere Ärztin. Ich schildere ihr vorsichtshalber die Sachlage mit den zwei unterschiedlichen Einschätzungen und sie meint, dass wäre schon in Ordnung, dass da nochmal gelasert wird. OK, jetzt stand es 2:1 und ich lies die Behandlung durchführen.
Gestern ging ich zum dritten Termin für mein rechtes Auge. Wieder eine andere Ärztin, sehr jung, wir (mein Mann war zur Begleitung dabei, nahm sich jedesmal Urlaub) haben uns schon amüsiert, weil die dauernd mit einem Parfümerie-Täschchen rumlief, in der sie doch tatsächlich ihre Arbeitsutensilien herumschleppte. Während der Behandlung rutsche ihr dauernd die Linse aus meinem Auge und ich war wirklich nur ein einziges Mal selbst daran Schuld. Mindestens 10 mal wurde die Linse neu eingesetzt. Naja, ich dachte mir, jeder fängt mal an ....... Nach ca. einer halben Stunde Tortur kommt eine andere Ärztin in das Zimmer und ruft die Tussi ab zum Chefarzt ! Sie meinte noch, "eigentlich würde ich das hier gerne noch fertig machen", packte dann aber ihre Sachen. Ich war ziemlich sauer, hab das auch lautstark ! kundgetan und meinte nur, ich würde unter keinen Umständen noch ein weiteres Mal kommen, nur weil sie hier ihre Organisation nicht auf die Reihe kriegen. Zu meinem Glück, wie sich dann gleich herausstellen sollte, wurde mir gesagt, eine Oberärztin solle sich kurz mein Auge anschauen und dann entscheiden, wie weiter vorgegangen werden soll.
Diese Ärztin war nun glücklicherweise die Ärztin von der Eingangsuntersuchung, die damals entschied, es müsse nur jeweils einmal gelasert werden. Sie schaute meine Unterlagen an und meinte nur zu ihrem Kollegen "wie kommt DER dazu, weitere Termine anzuordnen? Das ist doch völlig unnötig ........."
Ich bin fast vom Stuhl gekippt. Den anschließenden Wortwechsel muss ich hier wohl kaum wiedergeben. Fakt ist aber, dass das mit der "besseren Vergrößerung" Quatsch war, entscheidend sind allein die Fotos von der Angiographie und die sagen eindeutig aus, dass zum jetzigen Zeitpunkt eine Laserbehanlung des peripheren Bereichs NICHT NÖTIG ist. Und die haben mir dort völlig unnötigerweise in zwei Terminen die periphere Netzhaut großflächig gelasert. Jeder Laserpunkt hinterläßt eine kleine Narbe auf der Netzhaut, nach jedem Lasern KANN es sein, dass man etwas schlechter sieht und das war bei mir auf dem rechten Auge bisher immer der Fall.
Nicht genug, durch das ständige Herausnehmen der Linse bei der gestrigen Behandlung ist mein Auge böse malträtiert worden. Als gestern abend die Betäubung nachliess, habe ich Höllenqualen gelitten, das Auge schmerzte heftig, besonders wenn ich es schließen wollte. War also nix mit schlafen die letzte Nacht. Damit ich nicht durchdrehte, hab ich mir von Herrn Bon Jovi per Walkman laut ins Hirn schreien lassen. Seit dem Morgen sind die Schmerzen weg, aber ich gucke nur durch einen kleinen Schlitz und werde wohl noch ein paar Tage ein Matschauge haben. Und das, obwohl alles gar nicht nötig war.
Ich habe vor, mich nochmals schriftlich beim Chefarzt der Klinik zu beschweren, wenn mir auch klar ist, dass sich deshalb nichts ändern wird. Von innen sehe ich DIESE Klinik hoffentlich nie wieder, weil ich nach einer Alternative suchen werden.
Grüße von Easy
die mal wieder mit Sonnenbrille am PC sitzt