Guten Abend Seestern, Guten Abend Stammtisch-Runde,
schade das Du nicht kommen kannst ~ doch ich bin mir ziemlich sicher, dass wir an Dich denken werden.
(...)@Tobias, sorry aber ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, was ich dazu schreiben soll.:vb_confused:
Finde es auch besser über solche Dinge persönlich miteinander zu reden. Vielleicht ja wenn ich wieder dabei bin, ja? Das heißt wenn Du dann noch magst.(...)
Das ist nicht weiter schlimm - habe nicht damit gerechnet, dass jemand etwas dazu sagen kann, sagen möchte.
Habe meine Situation gepostet um mir in der Situation einfach Luft zu machen, denke ich. Denn neben dem Stammtisch und einer guten Bekannten/Freundin die circa 75-80km entfernt ist, wüsste ich nicht, wem ich so etwas erzählen könnte.
Einen gute Freundschaft in der man sich auch mal das Negative erzählen kann, fehlt mir halt. Aus diesem Grund auch
mein Blog, in dem ich mir am meisten Luft mache, doch da gibt es eben in den seltensten Fällen mal Feedback.
Persönlich, von Angesicht zu Angesicht ist das immer angenehmer, doch wenn es da niemanden gibt, geht das leider nicht. Die Bekanntschaften, von denen ich früher dachte das es Freundschaften wären, gibt es nicht mehr, da es für die Personen wohl wichtiger war, dass sie zum Beispiel klättern gehen konnten oder ähnliches. Das und andere Sachen gehen nicht mehr, weshalb die Bekanntschaften weg gefallen sind und die drei übrigen sind zur Zeit nicht erreichbar (einer ist für ein Jahr in Südamerika, einer ist bei der Bundeswehr und eine Studiert in der Österreich und ist dort in einer WG auf einem Berg, in dem kein Internetanschluss, Telefon vorhanden ist).
Neue Kontakte haben sich bis auf Euch und ein paar "Virtuellen" nicht gefunden. Während der meisten Zeit lag es daran, dass ich durch die Ausbildung nicht die Zeit und Kraft hatte, in Hannover noch irgend einem Verein bei zu treten oder ähnliches.
Dann kam vor einem Jahr die Lungenembolie, danach spann der Magen rum und zum Ende des Jahres noch der Abzess, der weg musste. Da sich das über das ganze Jahr hin zog, war ich da für gar nichts fit genug.
Nach dem Winter war ich nun etwas fitter. Habe dann ja auch die Arbeit in dem CallCenter versucht, was zu viel war und seit dem bin ich mehr oder weniger im dauer Schub. War nun ja auch bei der Rheumatologin in BS (Vielen Dank für den SUPER TIPP

), die leider auch keine wirkliche Hilfe mehr kennt. Hinzu kamen jetzt die Wetterwechsel, so dass ich körperlich immer noch nicht oben auf bin. Nebenbei gehe ich den Ärger mit den Behörden an, damit ich endlich ausziehen kann.
Dabei bleibt leider auch kein Platz, dass ich irgend einem Verein, Ehrenamt oder ähnlichem beitrehten könnte. Zudem wird das wohl auch erst möglich, wenn ich in BS wohnen kann, da mir Freiwillige Feuerwehren, Sportvereine oder "Spendenvereine" keine Möglichkeiten bieten, etwas Sinnvolles zu machen. Auch die Volkshochschule SZ ließ sich auf keine Absprache, Kompromiss oder ähnliches ein, der mir ermöglichen würde, an einem Kurs teilzunehmen.
Das alles hat die Folge, dass ich eben kaum "soziale Kontakte" habe. Somit auch niemanden, wo ich einfach mal meckern, jammern könnte. Daher eben der Punkt, dass ich hier in der Situation geschrieben habe, wie es gerade ist.
Mit Eltern hat es sich mehr oder weniger wieder eingerenkt, doch mit meiner Schwester gar nicht. Und mit Eltern auch nur, nachdem ich ihnen die Informationen zum "persönlichen Budget", zur "Grundsicherung" ausgedruckt habe und am Seitenrand notiert habe, wie so es nicht oder noch nicht geht.
Somit verbleiben meine Eltern als "soziale Kontakte", Nachbarn die ich mal am Gartenzaun sehe oder wenn die zwei/drei Paare mal bei meinen Eltern sind, eben so selten der Kontakt zu meinen Großeltern und zu den beiden Tanten noch weniger. Mein Großcousin und Großtante rufen nochmal zum Geburtstag, Weihnachten an und selbst auf meine letzte Karte habe ich keine Reaktion bekommen.
Mit Mitte 20 sollte man da eigentlich viel mehr und vorallem eigne Kontakte haben, unter Gleichaltrigen sein, irgendwann 'ne Partnerin finden. Doch das geht eben nicht so einfach, wenn es keine "Vereinsarbeit" gibt, man nicht regelmäßig in einen Club, Disco, etc. kann.
Mein Post sollte eben auch aufzeigen, wieso ich "mental" nicht ständig oben auf sein kann. Und wenn zu diesen Punkten noch die Schmerzen hinzu kommen, kommt es leider auch vor, dass ich dann nicht so viel erzähle.
Vor allem da ich auch nicht wirklich was berichten kann, wenn man 90% seiner Zeit vor dem Fernseher, Radio oder Buch verbringt. Bei dem letzten Treffen konnte ich dann auch mehr erzählen, da ich einen Arbeitgeber kennen gelernt habe, dort auch die Schulungswoche verbracht habe. Doch wenn man nichts erlebt, dann hat man auch nichts, was man erzählen kann.
Nun bin ich wieder ein ganzes Stück ausgeweicht, doch ich hoffe, dass ich euch zeigen konnte, wieso ich das gepostet habe. Erwarte auf solch schwierigen Themen keine Antwort(en). Es ist mir ja bewusst, wie schwierig solche Thematiken sind und das man da im Grunde nur etwas zu sagen kann, wenn man ähnliches selbst erlebt hat.
Kurz um, ein persönliches Gespräch ist immer besser. Nicht ohne Grund fehlt mir "nur" ein Treffen und in dem Zustand in dem ich da war, ging es eindeutig nicht. Komme ja auch, obwohl ich weiß, dass ich es danach für ein, zwei (?) Wochen merken werde, doch das ist mir recht egal, da ihr mir eben wichtiger seid.
Auch wenn es "nur" alles zwei bis drei Monate ist, so freue ich mich auf unsere Treffen und sie sind der Teil in meinem derzeitigen Leben, der noch halbwegs "normal" ist. Doch eine Person, der ich einfach mal erzählen könnte, man einfach mal in Arm genommen wird (ja auch männliche Wesen mögen das; vorallem wenn sie das auch in der Kingheit nicht weiter kennen gelernt haben) und/oder wo die Person einfach mal da ist, habe ich eben nicht.
Hoffe ihr könnt nun verstehen, weshalb ich meine Situation hier gepostet habe und weshalb ich auch nicht immer als so "fit" und "gut drauf" wirke.
Wollte euch damit nicht verunsichern, runterziehen oder ähnliches.
Bis Freitag!
Lieben Gruß Tobias