Das könnte sich rächen, pass' bitte gut auf Dich auf.
Nach der Sepsis (2014) konnte ich es nicht anders machen, nach der HWS-OP haben die Pflegedienste mich ausgebremst. Von beidem habe ich mich gleichzeitig erholt und das erst dieses Jahr, besser gesagt, habe ich angefangen, mich zu erholen.
Anfangs habe ich im Bett »gewohnt« und es wirklich nur für Termine hier im oder außer Haus verlassen. Im März oder April begann ich langsam, es zu verlassen und tagsüber aufs Sofa umzuziehen. Erst stundenweise, dann immer länger. Im Mai war ich immer noch so kaputt, dass ich nach 300m vor Erschöpfung gek*tzt habe. Heute war ich zwei Stunden in der Stadt, habe lecker eingekauft und liege jetzt auf dem Sofa.
Okay, heute Mittag brannten die Augen vor Müdigkeit, also habe ich mich hingelegt und ausgeruht.
Natürlich habe ich immer noch Tage, die ich im Bett verbringe und sehr viel schlafe, jede Woche mindestens einen. Ich gehe meistens gg. 19:00h ins Bett, weil die Kraft alle ist. Aber es gibt immer mehr wache Tage.
Ganz wichtig ist für mich, wie wach ich mental bin. Wenn das nicht passt, nützt auch körperliche Fittness nichts. Wie ist es darum bestellt, Maggy? Es könnte auch eine lavierte Depression sein. Daran muss ich bei Deiner Müdigkeit denken, denn zur Krankheitsverarbeitung hast Du ja nicht viel Unterstützung zu Hause.
Es kostet sehr viel Kraft, gegen Müdigkeit und Erschöpfung anzuleben. Kraft, die ich für mich besser nutzen möchte. Funktioniert habe ich lange genug.