Dann spiel Vogel Strauss,wenn es dir hilft.
eben schon wieder irrst du. Ich habe acht Jahre nicht "Vogel Strauss" gespielt. Ich habe acht Jahre gekämpft und meine Angst ignoriert. Es hat aber nichts verändert. Meine Bemühungen waren alle umsonst. Jetzt ist meine Angst akut geworden, und meine Depressionen viel schlimmer. Ich schaffe kaum noch meinen Tag, weil ARGE Angst macht, Angst vor Verlust meiner Existenz. Meine Tage sind normalerweise im Frühling etwas leichter. Das ist vorbei. Ich schlafe nicht, ich habe sowieso immer schlecht geschlafen wegen der Angst, und ich hänge tagsüber vor Erschöpfung und Angst und Gelähmtsein nur rum.
Leider kann liegt es mir nicht,den Menschen nach dem Mund zu reden oder zu schreiben.
Mit dem was ich geschrieben habe,sage ich ja aus,das ich es nicht verstehe.
Du steckst ja auch nicht in meiner Haut und hast nicht erlebt, was ich erlebt habe.
Hier sind alle krank,oder ungesund,jenachdem,wie man es nennt.
Auch sind einige von der Arge abhänig.Aber,das sie den Grund ihre Krankheit auf diese Amt schieben,
das habe ich in den langen Jahren hier noch nicht erlebt.
ARGE macht krank. Willst du Studien dazu? Die existieren. Keine Einzelstudien, nein, es gibt mittlerweile jede Menge Studien. Man hat gut untersucht, wie dieses System staatlicher Repression Menschen krank macht.
Studien wirst du in deiner Arroganz aber auch nicht gelten lassen.
Ich mache es deshalb anders und formuliere es allgemein:
Dauerdruck macht krank. Dauerstress macht krank. Unterernährung macht krank. Keine Freude (Arge-Abhängigkeit heißt faktisch: keine Freude mehr, noch nicht mal eine Ortsabwesenheit ist erlaubt, Urlaub, was ist das, geselllschaftliche Teilhabe, Kino, Vergnügen, was ist das, kenne ich alles nicht, ist kein Geld für da), kein Geld für Medikamente, kein Geld für eigentlich nötige medizinische Behandlungen, die aber nicht kassenfrei sind, kein Geld für Klamotten, diese ganze auswegslose Situation, aus der ich trotzdem versucht habe, zu entkommen, macht krank. Das Wissen, dass ich immer kränker werde und älter, und sich nichts ändern wird, macht krank. Kein Geld für irgendwas ausser irgendwie acht Jahre überleben und trotzdem probieren, mit aller Kraft, da raus zu kommen, das alles macht krank.
Hat nicht geklappt, da raus zu kommen.
Ist ja auch klar: Die Menschen sollen ja da nicht raus kommen. Das System ist so angelegt, dass sie auf immer abhängig bleiben, damit sie dem "Arbeitsmarkt", als billige Arbeitssklaven zur Verfügung stehen. Klar: Wer Angst hat, geht auch für umsonst arbeiten, man muss ja nur ein bisschen mit Sanktionen drohen. Und alle die, die noch reguläre Arbeit habe (regulär= gut bezahlte Lohnarbeit), haben auch Angst, arbeitslos und ARGEabhängig zu werden. Sowas ist politisch gewollt (war es damals auch, es gibt Aussagen der dafür verantwortlichen Politiker dazu, dass Lohndumping und die Schaffung eines Niedriglohnsektors politisch gewollt war),
aber die Menschen dabei, die waren den Verantwortlichen egal.
So hat man also ein System der Unterdrückung und Repression geschaffen. Dort stecke ich seit Beginn drin, als zwar Freiberufler, was aber nichts zu sagen hat, denn mit dem Hungergeld von HartzVier kann man faktisch nichts machen, es ist einfach zu wenig. Es ist ja noch nicht mal genug, um sich anständig zu ernähren. - Probiert habe ich es trotzdem und bin gescheitert.
Leute, die Geld haben, können zum Beispiel in guten Galerien ausstellen. Ich nicht. Ich bin auch gut. Aber ich habe kein Geld. Weil ich kein Geld habe, werde ich nicht gesehen, kann nicht ausstellen. Damals habe ich noch einen kleinen Verlag geführt und Bücher raus gebracht. Ich konnte die Bücher nicht bewerben, weil kein GEld. Deshalb ging das natürlich daneben. Ohne Werbung geht da gar nichts.
Ich war immer gut. Ich habe viele Dinge mit Kraft und Leidenschaft erschaffen.
Aber wenn man nur H4 bekommt, kann man so gut sein, wie man will, es hilft nicht, wenn man gut ist. Man kommt da nicht raus. Weil kein Geld da ist, für absolut nichts, was helfen würde, da raus zu kommen. Oder für gute Ausstellungen. Und so weiter. Um als Freiberuflier raus zu kommen, braucht es Geld und Ruhe, um in Ruhe arbeiten zu können.
Das gibt es alles nicht wenn man ARGEabhängig ist. ARGE unterstützte von Anfang an nicht meine Eigenbemühungen, sondern sagte und sagt mir offen, dass das, was ich tue, nichts wert ist. Natürlich haben die jeweiligen Sachbearbeiter weder Ahnung von Kunst noch von Literatur. Hat aber nichts zu sagen. Unterdrücken tun sie trotzdem und beleidigen und demütigen.
ARGE hat mich fertig gemacht und klein gehalten und immer wieder klein gemacht.
Das ist der Unterschied zwischen mir und einem normalen Freiberufler. Ich kriege auch nirgendwo her Geld, in meiner Position.
Das, was ich gemacht habe, war also alles ziemlich umsonst. Der ganze Kampf und meine Bemühungen. Weil: Ich sollte da ja auch gar nicht rauskommen. Tja und jetzt bin ich krank. Damals war ich noch gesund und voller Mut und habe gearbeitet ... war ein Fehler. Na ja ich habe es wenigstens versucht, was nicht jeder von sich sagen kann.
Deshalb lasse ich mir von keinem hier etwas vorwerfen.
Wenn dir das alles nicht klar ist, was wahrscheinlich so sein wird, weil du nicht mein Leben gelebt hast, tust du mir leid. Dir steht aber auch kein Urteil zu. Auch keine pauschale Meinung, nein, denn pauschale Meinungen sind immer ungerecht Einzelnen gegenüber. Ich bin hier derjenige, den du versuchst, zu verurteilen, Schuldzuweisungen hast du schon von dir gegeben.
Deshalb beende ich an dieser Stelle diese unsägliche Diskussion. Danke noch an Sprodde für dein Verständnis.