@ calacyra Zitat : "psychisch gesunde Menschen brauchen sowas nicht! Psychisch gesunde Menschen wollen keine Krankheit und sehen da auch keinen Sinn drin, in Krankheit! Wie kann man nur in Krankheit einen Sinn sehen! Das einzige, was Sinn macht, ist ein erfülltes Leben, mit Wünschen, Zielen, Sehnsüchten, denen man aktiv nachgehen kann, wofür man aktiv was tun kann, und dabei behindert Krankheit nur."
Wenn das keine Verallgemeinerung ist... das ist DEIN Standpunkt, deine Ansicht....
nein, das ist allgemein so. Frag mal einen Psychologen, was psychische Gesundheit ist. Jeder Psychologe wird dir bestätigen, dass ein gesunder Mensch keinen Sinn in Krankheit wird erkennen können.
Du hast nicht verstanden, dass der "Sinn" nicht in der Erkrankung steckt.... dass aber eine Erkrankung eine Veränderung der Sichtweise auf die Dinge bewirken kann und dass es Menschen gibt, die davon profitieren.
das habe ich verstanden.
Ich mag aber nicht, wenn diese Tatsache (nämlich dass es Menschen gibt, die durch Krankkheit eine Veränderung ihrer eigenen Sichtweise erfahren
könnten), auf andere übertragen wird.
Davon abgesehen, gibt es genügend Leute, die eben durch ihre Krankheit
keine Veränderung in ihrer eigenen Sichtweise erlangen. Die sogar ganz normal psychisch reagieren, indem sie ihre Krankheit eben nicht gut finden, und nicht begrüßen, und nicht Halleluja schreien, wenn ihnen der Arzt diagnostiziert: "Sie sind chronisch krank". (Ich übertreibe jetzt mal ein bisschen, um deutlich zu machen, was ich meine.)Das ist ja fast eine Lust an der Krankheit, was ich teilweise wahrzunehmen glaube. Lust am Leid trifft es besser. Eine richtig selbstquälerische Lust am Leide.
Was ist mit diesen Menschen, die sich nicht mit ihrer Krankheit abfinden? Sind die laut Dahlke alle böse? Oder dumm? Oder unfähig? Oder renitent?
Des weiteren mag ich nicht diese Schuldzuweisungen. Es wird klar behauptet, dass Menschen selbst schuld sind an ihrer Krankheit. Das ist so nicht und deshalb mag ich das nicht, noch weiter gehend: Ich finde solch eine Sichtweise haarsträubend, menschenverachtend!
Dahlke (unter anderem, gibt noch mehr von diesen Spezies), impliziert den Leuten, dass sie selbst Schuld sind und dass sie froh sein dürfen, krank zu sein, und dass sie sich gefälligst anständig verhalten sollen, dann werden sie auch wieder gesund (aber nur wenn sie schön brav sind). Das hat für mich einen ziemlich deutlichen Charakter einer Ersatzreligion.
An der Tatsache der Erkrankungkann man nunmal wenig ändern, wie man damit umgeht, ist doch bitte jedem selbst überlassen. Einer ignoriert, einer verzweifelt, einer sucht, und ein anderer versinkt im Selbstmitleid, Wut oder Hass oder Neid steuert den Nächsten, usw.
ja natürlich.
Wir diskutieren aber hier über das o.genannte Buch. Also ich diskutiere nur darüber. Ich diskutiere nicht darüber, was du mit deinen Patienten für Erfahrungen machst oder gemacht hast. Da lass mich bitte raus. Dazu sage ich nichts, weiß ich dich nicht kenne und deine Patienten auch nicht.
Wenn ich sowas hier lese:
Zusammen mit Thorwald Dethlefsen teilt Dahlke in
Krankheit als Weg die Auffassung, Kranke seien selbst verantwortlich für ihre Erkrankung. Beispielsweise behaupten die Autoren: „Der
Hörsturz ist die Aufforderung nach innen zu horchen und der inneren Stimme zu gehorchen. Taub wird nur der, der für seine Innere Stimme schon lange taub ist.“
dann krieg ich die Krise! Das ist ja Körperverletzung, sowas zu behaupten!