Hallo in die Runde,
ich frage mich auch seit ca. zwei Jahren, ob ich in einer dauerhaften Remission bin und ob es so etwas überhaupt gibt. Ich habe RA mit enorm hohem Rheumafaktor diagnostiziert 2008 oder 2009. Ich wurde die ersten ein bis zwei Jahre mit Cortison und Rheumamedikamenten in Tablettenform behandelt (Sulfasalazin, Malariamedikament? - hab die Namen vergessen), dann mit Metex. Hat alles nicht geholfen, dann gab es Humira und das war der Durchbruch. Das war dann ca. 2012. In meiner Erinnerung ist es so, dass ich nach einem Jahr, in dem ich mir Humira plus Metex gespritzt habe und gering dosiert Cortison eingenommen habe, keine rheumatische Beschwerden mehr hatte.
Seit 2017 nehme ich kein Kortison mehr. Gespritzt habe ich in immer größeren Abständen, zum einen weil ich oft erkältet bin, zum anderen weil ich es einfach vergessen habe. Und da ich eine alte Schisserin bin und natürlich auch Angst vor Schädigungen durch die Medikamente habe, spritze ich seit der Covid-Pandemie immer seltener. In der Uniklinik wurde mir gesagt, ich soll wenigstens alle 3 Wochen Metex spritzen (7.5 mg) und dass ich mit mittlerweile Hulio experimentieren kann. Es ist dann so gelaufen, dass ich ca. 1 x im Monat Metex gespritzt habe und alle 2 Monate Hulio. Letzte Woche war ich wieder in der Uniklinik zum Regeltermin und da musste ich berichten, dass ich seit fast 3 Monaten gar nichts mehr gespritzt habe (hab mich selber erschrocken, als ich das auf dem Kalender recherchiert hatte). Der Rheumatologe hat mir dann wieder gesagt, dass ich eigentlich zu jung bin um davon ausgehen zu können, dass die Krankheit "ausgebrannt ist", wie er es formulierte. Ich weiß ja, dass es eine chronische Erkrankung ist und immer bei mir bleibt. Aber er meinte auch, dass ich auch wieder mit den Medikamenten anfangen kann wenn die Symptome zurückkehren. Und vielleicht wäre ich ja so ein seltener Glücksfall in dem die Remission anhält.
Liebe Grüße an alle und gute Besserung
Pia