Soschn
Dr. Hinkebein
Servus liebe Mitstreiter,
zu dem Thema Arcoxia möchte ich auch was sagen:
Doch ist hier immer wieder auch der Punkt der intraindividuellen Verträglichkeit, Resorption, Verstoffwechslung und dann auch das Wirkungs- Nebenwirkungspotential auf individueller Behandlung zu sehen.
Herzlichst
Sosch
(Klugscheisserin)
zu dem Thema Arcoxia möchte ich auch was sagen:
- im größeren Sinne zählt es ja auh zu den NSAR - auch wenn es selektiv nur cie Cox II hemmt und die COX I eher in Frieden lässt
- ich habe den Selbstversuch gemacht , der von meinen HA unterstützt wurde, gerade wegen der magenschonenderen Wirkung: Statt Naproxen 1000 mg/die nahm ich Arcoxia 90 mg/die. Von der entzündungshemmenden und schmerzstillenden (ich spreche hier von Gelenk- Sehnen- und Muskelschmerz) ist das Arcoxia besser. Als aber mein Blutdruck entgleiste habe ich das ganze wieder rückgängig gemacht - der Blutdruck nahm da aber gar keine Kenntnis und entgleiste sich weiter - ich hab es aber nur noch auf Bedarf-
- ich merkte von beiden Wechseln keine Erscheinungen an mir, die an ein Absetzsyndrom herankamen.
- ich nehme seit 2002 immer wieder, manchmal länger, manchmal kürzer verschiedene Medikamente aus der Klasse der NSAR. Ich hab nie , weder bei einem Wechsel des Stoffes, noch bei zwischenzeitlichen Pausieren/absetzen irgendwas gemerkt und kann dies auch aus meiner klinischen Praxis bestätigen, dass ich noch nie ein Absetz- oder Entzugssyndrom bei NSAR Therapie gesehn habe - man darf es eben nicht verwechseln, dass Schmerzen, die damit behandelt werden, eben wieder mehr präsent sind,. wenn mans nimmer nimmt - aber das ist normale Logik.
- Es wird, gerade bei Schmerzmitteln sehr oft in den sogenannten Boulevardzeitschriften wie "neue Post, Aktuelle, TINA, Bild der Frau, etc." geschrieben, und damit auch eine gewisse Art von Halbwissen verbreitet und Panik gemacht. Im Zusammenhang mit bruchstückhaften Laienwissen kommen dann so nette Dinge heraus, dass NSAR süchtig machen.
- Auch Schmerzpatienten, welche mit Opiaten behandelt werden, entwickeln bei korrekter Dosierung und Anwendung als Retardformulierungen keine psychische Abhänigkeit. Es muss wohl hier nur auf die körperliche Gewöhng beim absetzen geachtet werden, deswegen werden solche Präparate auch langsam abgesetzt, wenns sie nicht mehr von Nöten sind.
- Nehmt es mir abschließend nicht übel, aber gerade diese Sache/Geschichten/Mutmaßungen von medikamenten (egal welche, auch Hormonpräparate), welche abhängig machen, geistert immer mal wieder als Thema herum, meist in wselbsthilfeforen oder in der Boulevardpresse herum und führt dann zu sogenannter Hausfrauenpanik resp. Hausfrauenlogik. Die macht oft mehr kaputt als ein nicht verstandener Beipackzettel.
Doch ist hier immer wieder auch der Punkt der intraindividuellen Verträglichkeit, Resorption, Verstoffwechslung und dann auch das Wirkungs- Nebenwirkungspotential auf individueller Behandlung zu sehen.
Herzlichst
Sosch
(Klugscheisserin)