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Candela, du könntest dich direkt an ein Labor wenden und dort direkt es machen lassen. Sie nehmen oft selbst das Blut ab. Hier kostet das Blutabnehmen ca. 4 Euro und 17 Euro die Antikörper inkl. Interpretation.
Aktuell hat die RheumaLiga zur Booster Auffrischung informiert (https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/impfstoffe-gegen-corona-hinweise-fuer-rheuma-betroffene):
„
Besonderheiten für Personen mit geschwächtem Immunsystem
- Eine zweite Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff nach abgeschlossener Grundimmunisierung und erfolgter 1. Auffrischimpfung empfiehlt die STIKO gesundheitlich besonders gefährdeten bzw. exponierten Personengruppen (ab 70 Jahre, Bewohner in Einrichtungen der Pflege, Menschen mit Immunschwäche ab 5 Jahren sowie Tätige in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen).
- Die zweite Auffrischimpfung soll bei gesundheitlich gefährdeten Personengruppen frühestens 3 Monate nach der ersten Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen. Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen soll diezweite Auffrischimpfung frühestens nach 6 Monaten erhalten.
- Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und intensiver immunsuppremierender Therapie (=schwer immundefizienten Patienten) können im Rahmen der Grundimmunisierung eine dritte Impfung bereits vierWochen nach der zweiten Impfung erhalten. Wann danach eine Auffrischungsimpfung erfolgen soll, muss im Einzelfall entschieden werden.
- Unter einer schweren immunsupprimierenden Therapie verstehen STIKO und DGRh beispielsweise Patienten unter einer Therapie mit Rituximab und Abatacept. Aber auch Patienten unter hoher Methotrexat-Dosis (z.B. > 20 mg/Woche) oder Therapie mit Mycophenolat-Mofetil (MMF), Azathioprin (ab 2 mg pro kg Körpergewicht pro Tag), Ciclosporin (ab 2.5 mg pro kg Körpergewicht pro Tag) und Cyclophosphamid fallen hierunter. Die Aufzählung ist nicht abschließend.
- Außerdem zählt die STIKO Patienten mit einer „Kortison“-Therapie von 10 – 20 mg/Tag (für mehr als zwei Wochen) oder hoch dosierter bzw. sehr hoch dosierte Stoßbehandlung zu en schwer immunsuppremierten Patienten, die nach vier Wochen eine dritte Impfung erhalten können. Die DGRh empfiehlt dies erst ab 20 mg „Kortison“ pro Tag.
- Patienten mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen, die während eines Schubs geimpft worden sind, sollten nach individueller Risikoabschätzung bereits ab vier Wochen eine dritte Impfung erhalten können.“
Sprich: wir RheumatikerInnen kommen für die 4. Impfung infrage. Der Abstand zur 3. Impfung sollte mind. drei Monate betragen (natürlich abhängig von der jeweiligen Situation, Medikation, Antikörper etc.).
Am besten mal mit dem behandelnden Arzt Rücksprache halten!
Das habe ich auch gelesen von der Empfehlung für Menschen die im Gesundheitswesen und Pflege etc. berufstätig sind, aber habe es jetzt nur auf mich bezogen in meiner letzten Antwort und auf mich trifft es so nicht zu das ich jetzt unbedingt schon nach drei Monaten die vierte Impfung schnellstens brauche, so hatte ich das jetzt gemeint. Finde deine Beiträge und Infos sehr gut und informativ @Katinka7 , also falls da jetzt mein Beitrag anders bei dir ankam, war das keineswegs dahingehend abwertend gemeint. Du gibst dir sehr viel Mühe in deinen Beiträgen und Infos und dafür möchte ich dir noch ein Danke sagen/schreiben.Ja, das ist sicher ein gutes Vorgehen, @Laguneman muss es eben individuell je nach Immunlage einschätzen.
Ich werde auch 4-5 Monate Abstand halten und meine Rheumatologin fand das sinnvoll.
Die Empfehlungen der Fachgesellschaften sind ja nicht einfach ausgedacht, sondern fußen auf wissenschaftlichen Daten. Und wer den Beitrag der RheumaLiga gelesen hat, konnte ja auch sehen: nicht nur alten und immungeschwächten wird eine 4. Impfung empfohlen, sondern auch Menschen im Gesundheitswesen, Pflege etc. Und das aus gutem Grund, denn die Wirksamkeit des Boosters nimmt durch die Mutationen ab und der Schutz vor Infektion beträgt nach bisherigen Erkenntnissen nach rund 100 Tagen noch 35-40%. Wohlgemerkt: der Schutz vor Hospitalisierung und Tod wird höher sein. Wer sich einlesen will: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/Ausgaben/07_22.pdf?__blob=publicationFile (ab S. 41).
Daher am besten immer die individuelle Lage mit dem behandelnden Arzt sprechen.