Und was macht ihr, wenn eure Psyche extremer wird?

Das ist mein Ergebnis:

  • Schmerzmittel traut sie sich nich zu verändern
  • keine Basistherapie, da es keine mehr gibt, die ich noch nicht probiert habe
  • keine Hilfe bei der Suche nach 'nem Therapeuten, da ich ja selbst aktiv werden müsse, denn sonst würde eine Therapie nichts bringen
Sprich ich bin austherapiert und mit allem scheiß alleine weiterhin da. Bin für heute bedient.
 
Das ist mein Ergebnis:

  • Schmerzmittel traut sie sich nich zu verändern
  • keine Basistherapie, da es keine mehr gibt, die ich noch nicht probiert habe
  • keine Hilfe bei der Suche nach 'nem Therapeuten, da ich ja selbst aktiv werden müsse, denn sonst würde eine Therapie nichts bringen
Sprich ich bin austherapiert und mit allem scheiß alleine weiterhin da. Bin für heute bedient.

Hallo Muckel1986!

Vielleicht habe ich es auch übersehen, aber hast du denn als Therapien auch schon MabThera oder Orencia gehabt?
Und wurden dir als Schmerzmittel schonmal Cox-2-Hemmer wie Celebrex oder Arcoxia verschrieben?
Auf deiner Seite http://jurtenrunde.de/blog/?page_id=137 hab ich sowas zumindest nicht gesehen.

Wenn du diese Medis noch nicht hattest, gibt es doch noch die eine oder andere Therapie, die dir helfen könnte.

LG
Sassi
 
Doch doch, habe die Sachen auch schon gehabt. Auf der Seite nur noch nicht drauf, da ich in der Seite bislang nur die Berichte aus meiner Salzgitter Zeit eingeplegt habe.

Gruß!
 
Guten Abend Muckel1986,

ich war schon lange nicht mehr im Forum, habe zwar ab und zu mal gelesen, aber hatte leider wenig Zeit Beiträge zu schreiben. Heute las ich deine ernüchterne Nachricht, dass du austherapiert bist. Vieleicht gibt es ja in ein paar Jahren eine neue Möglichkeit.

Hast du es schon mal bei mehreren Therapeuten versucht oder mit einer psychologischen Schmerztherapie, es heilt zwar nicht das Rheuma und auch nicht die ernüchterne Diagnose "Austherapiert" aber es könnte deine Lebensqualität steigern.

Versuch doch mal vieleicht neue Leute kennen zu lernen, bei irgendwelchen Veranstaltungen, oder such dir ein 2. Hobby, ich denke das es dir wenigstens dann etwas besser geht. Weil du kommst von dem Denken weg, und vom überlegen, was kann ich, was kann ich nicht.

Ist das BBW wirklich so schlimm wie du schreibst, das ist ja fürchterlich, gibt es keine Möglichkeit, dass BBW zu wechseln? Sind da nur irre weil du schriebst, dass dort viele trinken und agressiv sind das ist ja echt heftig. Lass dir das nicht gefallen, dass dort die Einzelzimmer weggenommen werden, weil du brauchst viel Ruhe und Rückzugsraum.

Ich möchte Dir noch einen Tipp geben, wenn du versuchst gegen den Strom zu schwimmen, hast du noch nicht verloren. Schwimmst du aber mit dem Strom hast du verloren.

Versuche was aus dir zu machen und GEHE UNTER LEUTE

MFG

Pfiffi1950
 
Guten Abend (oder MOrgen) Pfiffi,

das Problem ist ja, das ich bei den Therapeuten nur auf den Wartelisten stehe.

Mit dem Hobby und Leute kennen lernen ist das so eine Sache, wenn man nach der Ausbildung zu ko ist und am Wochenende sich schonen muss um die nächste zu überstehen...

Nein, das BBW kann ich aus vielerlei Gründen leider nicht wechseln.

Ich schwimme meistens gegen den Strom - denn ich will mir ja noch in den Spiegel schauen können. Und zum anderen ist es für mich das selbstverständnis einer Bewegung, in der ich groß geworden bin. Denn die bündsiche Pfadfinderei richtet sich auch heute noch nach der MeißnerFormel:
„Die Freideutsche Jugend will nach eigener Bestimmung, vor eigener Verantwortung, in innerer Wahrhaftigkeit ihr Leben gestalten. Für diese innere Freiheit tritt sie unter allen Umständen geschlossen ein." (Quelle: scout-o-wiki)

Gut Nacht!
 
Guten Morgen

Guten Morgen,

hallo Pfadfinder: Hej, Du hast nichts von Deinem Date bei der Rheumatologin geschrieben (oder habe ich das überlesen?). Wie war es denn nun?

Aus Deinen Zeilen lese ich irgendwie schon länger heraus, dass Du Dich selber auch ausgrenzt/ abgrenzt.
Ich schwimme meistens gegen den Strom
Ich meine, natürlich solte man nicht alle seine Werte über Bord werfen, aber wenn die hehren inneren Werte einen dazu bringen, dass man eigentlich mit seiner Umwelt keinen normalen Kontakt mehr pflegen kann oder will, dann bringt man sich doch selber in die Situation des Alleinseins.
Da musst Du evt. doch mal in Kauf nehmen, dass Du auch mit Menschen in Kontakt kommst, die vielleicht auch etwas von Deinem Bild abweichende Weltbilder haben. Ist doch schon prima, wenn man überhaupt eine Schnittmenge hat, innerhalb derer man sich gut versteht.

Ganz ehrlich: Wenn ich nur noch danach schauen würde, dass die Menschen, mit denen ich "verkehre" 1:1 mit meinen Vorstellungen und Ansichten überein stimmen UND auch noch Verständnis für meine Krankheitserscheinungen aufbrächten - dann hätte ich glaube nicht mehr Viele Sozialkontakte. So habe ich doch lieber einen Haufen Menschen um mich herum, eine/n, mit dem ich mich bei diesem Thema gut verstehe, andere/n für einen anderen Persönlichkeitsanteil von mir.

Es müssen ja nicht gleich drogensüchtige Irre aus einem BBW sein:D (selbst da habe ich damals einen gefunden, der auch nicht so drauf war). Hej, wie kamst Du auf Holz? Hab' ich nirgends geschrieben, stimmt aber:top:

Also: Nich zu dogmatisch werden, bist doch noch jung, und die Idee von Pfiffi finde ich supergut mit der psychologischen Schmerztherapie!

Bitte hüte Dich ein bisschen davor, nun für Alles und Jedes Argumente zu finden, warum das nicht geht. Auch wenn es zunächst vielleicht "unmöglich" oder schwierig erscheint. Wie gesagt: Es gibt IMMER die Möglichkeit in eine entsprechende Notaufnahme zu fahren. Die MÜSSEN Dir helfen, egal, ob um 2:00 Uhr nachts und egal, wie viele andere Patienten da noch sind.

Viele liebe und gutgemeinte Grüße
Erato
 
Guten Morgen,
hatte an sich schon kurz etwas zu dem Termin gestern geschrieben:

Das ist mein Ergebnis:

  • Schmerzmittel traut sie sich nich zu verändern
  • keine Basistherapie, da es keine mehr gibt, die ich noch nicht probiert habe
  • keine Hilfe bei der Suche nach 'nem Therapeuten, da ich ja selbst aktiv werden müsse, denn sonst würde eine Therapie nichts bringen
Sprich ich bin austherapiert und mit allem scheiß alleine weiterhin da. Bin für heute bedient.

Zu der Sache mit gegen den Strom - natürlich habe ich Bekanntschaften, Freundschaften mit Personen, die durchaus andere Weltbilder und interessen haben, das ist nicht das Problem. Zum Beispiel hatte ich an meiner Realschule einen Lehrer, der mir nicht geglaubt hat das ich Krank bin und der Arteste verschwinden lies - sowas nehme ich nicht hin und werde aktiv. Oder hier im Internat, wo ich versuche was gegen das (qualitativ) schlechte Essen zu unternehmen und/oder dagegen, dass die mir das Einzelzimmer weg nehmen wollen. Es ist keine Frage von Weltbildern/Ansichten, sondern eher davon, dass ich ungerechtigkeit nicht tolleriere. (Ansonsten grenze ich mich nur von Menschen ab, die Massive Alkohol und Drogen Probleme haben.

Das ich stationär oder über die Notaufnahme sofort Hilfe bekomme oder auch über die Nummer 112 ist mir klar. Doch suche ich ja nach einem Weg, wie ich das machen kann, ohne meine Ausbildung zu gefährden. Im Sommer werde ich auf jedenfall eine Kur/Reha machen und da auch versuchen, was Psychologisches zu machen. Bin zurzeit auf der Suche nach einer guten Einrichtung.

Unmöglich ist fast nichts - dich in manchen Situationen fehlt einem einfach die Energie und die Kraft noch positiv zu denken. Aber ich bemühe mich ja und Dank dem guten Chat und den netten Usern und auch durch diesen Thread fange ich zumindest an, wieder etwas positiver zu denken. Gut, Abends, wenn ich im Bett liege und einschlafen möchte, ist es noch schwer, da dann das Grübeln an fängt - aber das kenn ich nun seid über einem Jahr.

So, muss neben bei nun noch ein wenig Service im Betrieb machen.
 
Eventuell ein Vortschritt!?

Habe nun meine Krankenkasse kontaktiert und warte auf den Rückruf. Denn sie haben folgendes "Projekt":
Hilfe bei psychischen Erkrankungen

Der DAK-Gesundheitsreport 2005 stellte fest: Während der allgemeine Krankenstand sinkt, wächst die Anzahl der psychischen Erkrankungen - von 1997 bis 2004 um 70 Prozent. Das ist eine ernste Herausforderung, der sich die DAK mit neuen Angeboten stellt. "Das neue Konzept ist Teil des Versorgungsmanagements der DAK“, erläutert Projektleiter Tomas Sellhorn. „Benötigt werden heute Spezialisten, die psychisch erkrankte Kunden durch unser zwar umfangreiches, aber leider auch unübersichtliches Gesundheitssystem begleiten. Darum gibt es in unserem Projekt den persönlichen Gesundheitslotsen, der genau weiß, wo und wie eine optimale Versorgung möglich ist. Er zeigt Alternativen auf, motiviert, leitet die erforderlichen Behandlungen ein und stellt auch die Anschlussversorgung sicher.“
Richtige Diagnose erst nach sieben Jahren

Unbefriedigend ist, dass psychische Erkrankungen in Deutschland vielfach nicht erkannt und erst nach durchschnittlich sieben Jahren richtig diagnostiziert werden. Erst dann beginnt die richtige Behandlung der eigentlichen Krankheitsursache.
Davor liegt oft ein jahrelanger Irrweg durch das Gesundheitssystem. Und da kann man schon mal verzweifeln. Kein Wunder, dass Ärzte und Therapien wechseln, dass nicht wirkende Arzneimittel
verschrieben werden und es zu immer längeren Arbeitsunfähigkeitszeiten und sogar zu wiederholten Krankenhausaufenthalten kommt. Darunter kann die berufliche Tätigkeit leiden. Und manchmal gehen in diesen sieben Jahren auch persönliche Beziehungen in die Brüche.
Alles das ließe sich durch Früherkennung und Begleitung durch einen persönlichen Gesundheitslotsen oft vermeiden. Ist das soziale Umfeld dann aber doch gestört, kümmert sich dieser Gesundheitslotse auch darum, dass es in der sozialen Umgebung wieder stimmt. Im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung heißt sein Stichwort „Rückfallprophylaxe“. Überhaupt ist das Konzept auf die verschiedensten Lebenssituationen ausgerichtet. So gibt es zum Beispiel auch Seminare für ältere Kunden mit psychischen Langzeiterkrankungen, in denen sie zur Veränderung ihrer Lebenssituation motiviert werden sollen.
Größter Handlungsbedarf in Ballungsgebieten

Zum neuen DAK-Projekt gehört auch eine enge Zusammenarbeit mit anderen Versorgungsträgern. „Die DAK baut deshalb vor Ort ein Netzwerk von Therapeuten, Selbsthilfegruppen, Fachärzten und Reha- Einrichtungen auf“, so Sellhorn. Das Projekt ist bereits in den Ballungsgebieten angelaufen. Dort nämlich ist der Bedarf am größten. Zug um Zug wird es noch in diesem Jahr bundesweit ausgedehnt. Bereits im vergangenen Jahr gab es erfolgreiche Tests in Hessen und Rheinland- Pfalz. Dort hat sich gezeigt, dass die meisten Kranken die Unterstützung durch die Gesundheitslotsen der DAK sehr positiv bewerten und sich aktiv beteiligen. Und gezeigt hat sich auch, dass sich auf diese Weise die Versorgungssituation deutlich bessert.
Expertentelefon

Sie wollen mit Fachärzten und Gesundheitsexperten über psychische Erkrankungen sprechen?
Dann rufen Sie an: 01801-325 326
Die Experten sind rund um die Uhr erreichbar. Tag für Tag. Natürlich zum Ortstarif.

Quelle:
dak.de
Bin nun gespannt, was sie machen. Wünsch euch einen schönen Tag!

Edit: meine Kasse schickt mir eine Liste zu und wenn die nicht klappt, dann kümmern sie sich darum. Wenigstens ein kleiner Ansatz.
 
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