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Und was macht ihr, wenn eure Psyche extremer wird?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Muckel1986, 9. August 2008.

  1. Muckel1986

    Muckel1986 Neues Mitglied

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    Guten Abend,

    ich finde den Thread "Was macht Eure Psyche" wirklich sehr gut. Dich mich würde interessieren, was ihr macht, wenn ich extremere Probleme habt. Denn seid über einem Jahr ist meine Psyche eigentlich nur noch unten und allmälich kommen immer schlimmere Gedanken.

    Gut, ich war schon bei einem Neurologen Fachrichtung Psychologie. Doch einen Termin für eine VT (Verhaltenstherapie) bekomme ich einfach nicht. Stehe seid Dezember nur auf Wartelisten :sniff:

    Daher meine Frage, was euch in Akutsituationen hilft.

    Gruß Muckel/Tobias

    P.S.: ein neuer Thread, da es ja schon ein etwas anderes Thema ist und ich den anderen Faden nicht kapern wollte.
     
  2. Mupfeline

    Mupfeline Neues Mitglied

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    @Muckel1986

    Du willst es ganz genau wissen :)

    Ich bin so ein Fall meine Depris sind hart an der Grenze zum stationären Klinikaufenthalt. Wenigstens ab und an. Dann hilft mir nur mich zurückzuziehen. Ich kann dann durchaus schon um 18 Uhr im Bett liegen. Ich weine, ich schreibe Tagebuch, ich lese Tolkiens Silmarillion oder HdR oder die Gedichte daraus und ich denke nach. Schwarzer Kaffee hilft mir gut. Oder nachts auf dem Flachdach sitzen und die Sterne betrachten, einen schönen Sonnenuntergang- Und vor allem - ich MUSS in diesen Phasen allein sein. Es kann also durchaus sein dass ich mich in den Keller schleiche und eine Runde weine. Dann wische ich die Tränen weg, wasche das Gesicht mit kaltem Wasser und tue als wäre alles bestens.

    Ein Sch*leben"

    Diese Phasen sind Gott sei Dank absolut selten aber sie sind schrecklich.
     
  3. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo muckel1986,

    du kannst in einer derart bedrohlichen situation ohne anmeldung zu deinem ha gehen! du kannst auch ins kh gehen ohne anmeldung und deine gedanken schildern. unternimm zeitig genug etwas!
    wenn du freunde hast, ruf sie an, damit du persönlichen kontakt hast.

    alles gute! marie
     
  4. Muckel1986

    Muckel1986 Neues Mitglied

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    Was heißt es genau wissen zu wollen - suche eher nach Wegen, wie es mir besser gehen kann. Aber irgendwie habe ich das auch schon durch und es bringt mir zurzeit nichts mehr. Und das mit Sternen draußen gucken, was wirklich gut wäre, kann ich nicht machen - denn dann kann ich mich am andern morgen nicht mehr bewegen vor schmerzen - leider...

    Naja - bunt ist die Welt - drum sollten wir lernen, die hellen Farben zu finden ;)
     
  5. Erato

    Erato Guest

    Ausnahmesituation

    Hallo Muckel1986,

    also, ich war schon einmal in einer Ausnahmesituation. Zwar nicht in der Art wie Du (das gab's bei mir auch schon, aber dazu gleich), sondern ein akut traumatisches Erlebnis. Das äußerte sich in "nur-noch-zittern" und an den Rest kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich bin dann auf eigenen Wunsch mit meinem Partner zu einer nahe gelegenen "Psychoklinik" gefahren.

    Eine direkte Notaufnahme gibt es dort nicht, aber eine nette Ärztin hat mir dennoch trotz der nächtlichen Uhrzeit Einlass gewährt. Das Gespräch hat mir SEHR geholfen. Sie bot mir an, wenn ich wolle, könne ich dort auch stationär bleiben. Da ich mich wieder stabiler fühlte, ging ich und sie gab mir noch die Visitenkarte eine ambulanten Ärztin mit. Die habe ich bisher nicht benötigt.

    Ich kann also nur empfehlen, in akuten Situationen sich NICHT zu scheuen, irgendwo "einzufallen", wo Fachkompetenz vorhanden ist. (In einer anderen, aber auch akuten Phase in der Pubertät habe ich mal eine Psychologin aus dem Bekanntenkreis in meiner Not angerufen, was mir ebenfalls SEHR geholfen hat.


    So, doch nun zu "diesen Gedanken". So selten, wie Du denkst, sind die nicht. Viele Menschen setzen sich irgendwann in ihrem Leben damit auseinander.

    Es ist dann sehr wichtig und gut, jemanden aufzusuchen, um das zu bearbeiten.

    Es spielt leider auch die Therapieform eine Rolle. Nicht alle werden in allen Fällen von der Kasse übernommen. Ganz gut kenne ich mich damit leider nicht aus. Jedenfalls bin ich mal aus ähnlichen Gründen auch zu einem Psychologen. Ich wollte eine Gesprächstherapie, aber die wäre von der Kasse nicht getragen worden. Er bot mir eine Analyse vor, die ich aber nicht wollte, weil ich Angst davor hatte (ist sehr intensiv und mir fehlte die Kraft dafür) und ich auch nicht gern liegen wollte.

    Wie auch immer: Ich habe aufrecht gesessen :D, war "nur" einmal die Woche dort und ich glaube, es war dann so ein "Mischmasch" aus beidem.
    Das Ganze ging so über 2 Jahre und hat mir bezüglich "dieser Gedanken" bis heute sehr genutzt. Nicht, dass es heute nicht auch mal wieder Phasen gibt, an denen ich abrutsche seelisch. Aber wie ich damit umgehe, das hat sich dadurch geändert, und das war mein erklärter Wunsch.

    Vielleicht solltest Du entweder

    a) Dich akut irgendwo melden (Notaufnahme)
    b) die Therapieform, die Deine Kasse übernimmt, abchecken
    c) Dir einen Psychologen suchen, der keine solchen Wartezeiten für solche Probleme hat. Darüber wundere ich mich schon etwas. Vielleicht musst Du die Dringlichkeit noch deutlicher machen.

    Viele Grüße und hier besonders: Gute Besserung!

    Erato
     
  6. Muckel1986

    Muckel1986 Neues Mitglied

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    Das Problem ist nur, dass alle Therapeuten in meiner Region voll sind und die Wartelisten haben. Stationär.....das hätte zur folge, das ich meine Ausbildung verlieren würde, da ich im letzten Ausbildungsjahr zu viel Fehlzeiten wegen Medi einstellung hatte.

    Das mit der PTBS kenne ich leider auch zur genüge, daher soll ich ja auch die VerhaltensTherapie machen - nur ohne Therapeuten gehts ja leider nicht.

    Aber vielen Dank für eure Antworten!:o

    Gruß Muckel/Tobias
     
  7. Muckel1986

    Muckel1986 Neues Mitglied

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  8. Kristina cux.

    Kristina cux. Küstenkind

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    Hallo Muckel,

    du bist doch auch in einem Berufsbildungswerk.... haben die dort denn nicht auch Psychologen???

    Also ich bin ja im Berufsbildungswerk Bremen und dort haben die neben den Ärztlichen Dienst (Betriebsarzt) auch Psychologen. Ich selbst gehe (wenn ich in Bremen bin, hatte 7 monate Pause) 1 mal die Woche zum Gespräch da simmer 1 Stunde geht. Es hilft, aber es ist manchmal auch extrem, wo ich am liebsten "rausrennen" will.

    Falls du Intern bist in dem BBW dann hast du auf deiner Wohnetage ja auch einen oder mehrere Betreuer? Auch mit denen kann man über Probleme reden. Falls du zu denen vertrauen hast.

    Das mit den Freunden, dass die auch genug zu tun haben, kann ich nur teilweise nachvollziehen.

    Ich habe mit mir auch selbst viel zu tun und bin trotzdem für meine Freunde da. Was mir auch wichtig ist, sie wissen das ich immer für sie da bin, vor allem 1 Freund hat es zur Zeit sehr schwer, ich helfe ihn indem wir darüber reden. Dadurch wächst man noch mehr zusammen und festigt auch die Freundschaft seeeeehr.

    Liebe Grüße

    Kristina
     
  9. Muckel1986

    Muckel1986 Neues Mitglied

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    Ja, die haben hier einen PD - nur leider ist jener unfähig. Denn die ziehen einen mehr runter und weißen einen ein. Da red ich dann lieber dreimal die Woche mit meiner Physiotherapeutin.

    Der Betreuer Schlüssel soll offiziell bei 1zu12 liegen. Die realität ist bei 1zu100 und mehr. Von daher haben die zum einen keine Zeit und zum anderen mache ich hier mit dem Haus nichts, da es sch* ist und ich da meine Meinung zu sage (bin ja regelmäßig in Kontakt mit der Geschäftsleitung).

    Gruß und Danke für eure Tipps.
     
  10. ErikaSt

    ErikaSt ErikaSt

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    Hallo Tobias,
    wenn es Dir akut derart schlecht geht, hast Du die Möglichkeit, die Telefonseelsorge anzurufen. Einfach, um für diese Minute, diese Stunde jemanden zu haben, mit dem Du reden kannst. Der Dir dann auch alleine durch sein / ihr Zuhören hilft, keinen "Mist" zu bauen.

    Dann solltest Du Dich dringend um weitere Therapeuten kümmern. Kristina hat ja bereits einige Ideen gehabt, sie kennt sich bestimmt besser aus als ich, da sie in einer ähnlichen Situation lebt wie Du, und auch noch in Deinem Alter ist.
    Ich kann Dir nur raten, lass Dir von Deiner KK eine Liste sämtlicher Psychotherapeuten in Deinem Umkreis geben, rufe auch sämtliche Therapeuten an, denn es ist ein Unding, einen Menschen so lange warten zu lassen! Du hast ein recht auf 5 probatorische Sitzungen, die auch von der KK bezahlt werden, bevor Du Dich für jemanden entscheidest. Den ersten Termin der 5 Sitzungen solltest Du auch sehr schnell erhalten, innerhalb von ca. 3 Wochen.
    Ich weiß, dass Du pro Quartal leider nur eine Überweisung zu einem Psychotherapeuten erhalten kannst, aber Du kannst bereits vorab im ersten telefonischen Gespräch erspüren, ob Du mit dem Menschen klar kommen könntest oder eher nicht. Dann solltest Du Dir unbedinkt während der Telefonate Notizen machen, auch schon vorher Stichpunkte notieren, die Du fragen möchtest. Und wenn Du dann im besten Fall bei mehreren Therapeuten erste Termine erhalten hast, zahle die zusätzliche Peaxisgebühr, auch wenn 10,00 EURO für einen jungen Menschen in der Ausbildung verdammt viel Geld ist. Aber es geht schließlich um Dein Leben! Und darum, einen vertrauensvollen Psychotherapeuten zu finden, mit dem du idealerweise mehrere Jahre zusammen arbeiten wirst. Da ist diese leidlich Praxisgebühr sinnvoll ausgegebenes Geld.

    Zu den von der KK gezahlten Therapieformen: Es gibt nicht nur die Verhaltenstherapie, sondern auch noch die tiefenpsychologisch fundierte Therapie und die Psychoanalsye. Dann gibt es Therapie als Einzelstunde oder in der Gruppe, oder auch in Kombination. Wenn Du Therapie in einer Klinik machst, gleich ob Tagesklinik ambulant, oder Klinik allgemein ambulant oder in dringenden Fällen auch stationär, dann gibt es dort auch noch mehr Therapieformen, die mit der KK abgerechnet werden kann. Kliniken haben andere Möglichkeiten als niedergelassene Therapeuten.

    Ich persönlich meine, dass eine tiefenpsychologische Therapie Dir mehr bringen könnte als eine reine Verhaltenstherapie, denn dort wird, wie es der Name bereits sagt, stärker auf der Verhaltensebene gearbeitet. Was super ist, wenn "kleinere" Störungen im Vordergrund sind, wie z. B. Zwangsstörungen oder Ängste. Aber auch die sollten später tiefer angegangen werden, um die zugrunde liegendemn Ursachen möglichst erkennen zu können und anschließend bearbeiten zu können. Einfach, um für die weiteren Jahre stabiler zu werden. Grundlagen zu erfahren, um spätere seelische Abrutscher nicht nur weniger erleiden zu müssen, sondern auch bereits im Vorfeld erkennen und effektiver angehen zu können.

    Ich wünsche Dir viel Kraft, auch dass Dir geholfen wird.
    Liebe Grüße
    Erika
     
  11. Erato

    Erato Guest

    Gute Idee

    Hi,

    gute Idee, Kristina! Da fällt mir auch noch ein, dass ich sowohl einen Psychologen vom Integrationsdienst einige Zeit aufgesucht habe (das wäre auch eine kleine "Überbrückungsstation" und auch die Behindertenberatungen bei den hiesigen Bezirksämtern haben Psychologen. (Fand ich nicht so brauchbar, aber das wird sicher überall anders sein).

    Tobias: Ja, das ist wirklich Mist mit den langen Fehlzeiten und der Ausbildung. Aber jetzt mal ganz ehrlich: Wenn Du wirklich in einer solchen Situation bist und DIESE Gedanken hast, dann ist nur eines wichtig: Das wieder in den Griff zu bekommen. Vielleicht solltest Du das Problem offen angehen und ggf. mit dem Ausildungsbetrieb / einer Vertrauensperson von dort sprechen. Vielleicht kannst Du ja die Ausbildung nach einer stationären Auszeit fortsetzen.

    Ich sage mal vorsichtig: Wo ein Wille, da ein Weg.
    Es ist einfach so: Wenn Du die möglichen Wege alle für nicht gangbar erklärst, dann gibt es Stagnation. Du musst Mut aufbringen, in irgendeine Richtung den ersten Schritt zu tun, dann bewegt sich auch was. Wirklich. Wenn es vielleicht erstmal nicht der optimale Weg ist, so nimm lieber den zweit-optimalen ;), ja? Ist besser, als gar nicht loszulaufen....

    Freunde: Freunde sind wirklich nicht dafür da, einen Psychotherapeuten/eine Therapie zu ersetzen. Viele Menschen sind schlicht mit sowas überfordert und man sollte keinem übel nehmen, der das deutlich macht. Das ist Selbstschutz. Niemand, der nicht innerlich SEHR stabil und gefestigt oder dafür ausgebildet ist, mag die Verantwortung für einen Suizidgefährdeten übernehmen.
    Ein guter und wahrer Freund wird einen genau dahin befördern, wo man dann auch hingehört: Zum Fachmann / zur Fachfrau.

    Wenn es "noch nicht so schlimm" ist, dann mag ein Gespräch unter Freunden mal kurzfristig übern Berg oder besser durchs Tal helfen, die Auseinandersetzung mit sich selbst ersetzt das auch nicht.

    Viele Grüße und gute Besserung!

    Erato
     
  12. Mupfeline

    Mupfeline Neues Mitglied

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    @ErikaSt

    Ich muss mich mal einmischen - die Telefonseelsorge habe ich mehrmals als Notanker angerufen. Es kam nie ein vernünftiges Gespräch zustande.

    Ich will niemanden vergraulen aber ich würde diese Nummer nicht mehr wählen!

    @Tobias

    Lieber Tobias, wenn es ganz schlimm kommt dann ist Tagebuch schreiben ein gutes Mittel - kann ein probates Mittel sein. Es hilft sich mit den Problemen auseinander zu setzen.

    Es gibt noch ein gutes Mittel:

    Auf einem Zettel wie ein Kaufmann eine Spalte mit Gut und Böse einrichten.

    Die guten und die bösen Gedanken auflisten. Was stört mich - was freut mich. Was ist gut - Was ist schlecht. Was hält mich froh - was macht mir das Leben schlimm.

    Meistens wirst Du sehen dass die gute Seite überwiegt.

    Liebe Grüße Mupfeline
     
  13. Muckel1986

    Muckel1986 Neues Mitglied

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    Guten Abend,

    ich suche ja seid Dezember aktiv nach einem Platz - aber stehe nur auf Wartelisten. Stationär möchte ich nicht - war schon viel zu oft in Krankenhäusern und das wäre zurzeit nur schädlicher für mich.

    Habe die Liste der DAK und der AOK rauf und runter telefoniert und auch über eine Internetseite und GelbenSeiten gesucht - aber leider alles kein erfolg.

    Bis lang hab ich mich ja im Griff. Nur ich merke halt, das es immer schwieriger wird und immer öfter solch Fragen kommen, wieso man überhaupt noch kämpft etc.

    Erato hat meiner Meinung nach damit recht, das Freunde dafür nicht da sind. Doch wenn jene nicht mal die Zeit / Kraft haben für smaltalk kann man sich halt auch nciht über sie ablenken. Aber einen vorwurf kann ich den dreien, in ihrer Situation nicht machen.

    Werde Dienstag meine Rheumatologin bitten, dass sie versucht mir einen Termin zu machen. Vielleicht hat das mehr Erfolg.

    Naja, werd nun mein Bedarf nehmen und mcih dann ins Bett legen und hoffen das ich schlafen kann.

    Gruß und vielen vielen Dank
    Muckel
     
  14. Erato

    Erato Guest

    Schlaf gut

    Hallo lieber Tobias,

    gute Idee, das über die Rheumatologin zu versuchen.

    schlaf gut! (morgen findet sich vielleicht noch eine andere Idee)

    Gruß
    Erato

    PS: Bitte zögere NICHT, Dich im Ernstfall an einen Deiner drei Freunde zu wenden. Sie können Dir helfen, dann die richtige Entscheidung zu fällen oder Dich in eine Klinik/ zu einem Therapeuten begleiten. Sie sind alle erwachsen und wissen, wieviel sie sich zumuten wollen oder können.
    (Ich hoffe, Du weißt, wie ich das gemeint habe, mit "können keine Therapie ersetzen)
     
  15. Muckel1986

    Muckel1986 Neues Mitglied

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    Werde das morgen ausprobieren und mal schauen, ob es wirklich so ist. Bezweifle das gerade - aber es wird sich zeigen.

    Erato:
    Ja, denke ich weiß, wie Du es gemeint hast. Doch wie gesagt, sie haben selbst genug Probleme.
     
  16. ioani

    ioani Neues Mitglied

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    hallo,
    ganz ohne scheiß. darf ich mir schnell meinen schlafanzug anziehen? mach keinen blödsinn - in der zwischenzeit es kann hart sein

    bussi ioani
     
  17. Mücke

    Mücke Guest

    @ erato,

    wenn therapeuten keinen platz haben,ist da leider gar nichts zu machen.

    mir ging es ende 2002 sehr schlecht, wie hier einige von den älteren usern noch wissen und mich auch nach kräften unterstützt haben

    ich habe 16 therapeuten angerufen. die meisten wollten nicht mal wissen was los ist.
    ich habe dann über eine bekannte in köln und deren psychologin ein vorgespräch hier bei mir vermittelt bekommen-leider auch nur ein vorgespräch...
    einen therapieplatz konnte sie mir nicht anbieten, aber sie wollte sich darum kümmern, ( es war kurz vor weihnachten)dass ich direkt im neuen jahr einen platz bekäme
    ich habe dann noch die adresse der therapiezentrums für suizidgefährdete hier an der uniklinik bekommen..die aber auch nur normale öffnungszeiten haben
    ansonsten musst du dich in der psychiatrischen notaufnahme melden
    ihr hinweis, dass sie mich eigentlich einweisen müsste, war nicht sehr erbaulich und ich habe es auch damals nicht mehr bis zum neuen jahr geschafft..bin noch davor nicht wirklich freiwillig in die psychiatrie gekommen..aus meinen gedachten paar tagen -wollte im januar wieder arbeiten wurden 18 monate...

    aber ein ambulanter thera kann sowas nicht sehen, wenn er dich noch nicht gesehen hat...

    @erika
    wer hat dir denn das mit den 3 wochen gesagt..bzw wo wohnst du, dass sowas geht???
    das habe ich noch von keinem gehört
    tiefenpsychologisch mag vielleicht besser sein ( mache ich derzeit) dauert aber auch wesentlich länger bis ein erfolg da ist...
    und es kommt natürlich auf das thema an, was man bearbeiten möchte..ich habe erst trauma, dann verhaltens und jetzt eine bs art der tiefenpsychogie gemacht/bzw bin noch dabei


    @muckel, was du noch tun kannst, ist dass du nochmal zu dem psychiater gehst.
    meine psychiaterin nimmst sich für die leute die keine therapie haben, mehr zeit und man häufiger zu gesprächen kommen
    oder schauen ob es eine psychiatrische institutsambulanz an einer der kliniken gibt, viell haben die ehr einen platz bzw können erstmal einspringen
    ansonsten wie schon gestern gesagt/geschrieben...
    die absagen sammeln und dann zu jemanden gehen der keine kassenzulassung hat...sind nicht die schlechteren theras!!!
    dort wird dann mit dem kostenerstattungverfahren gearbeitet..dafür braucht aber die kasse die absagen, damit sie sieht, dass du derzeit keinen platz woanders bekommen kannst.

    der psychiater hat auch die möglichkeit dir ein antidepressivum zu verschreiben..eigentlich sollte man dieses nur in verbindung mit therapie zusammen machen...das medikament ,ist sozusagen nur die schnellere überbrückung bis die therapie wirkt
    aber wenn nichts anderes geht, dann versuchen
    wir haben ja gestern auch schon überlegt

    all das was die anderen vorgeschlagen haben, sind gugte ideen und versuch es einfach

    mir ist noch eingefallen in bezug auf die nächtlichen grübeleien...das man mir in der klinik ab und an einfach ne heiße miclh mit honig gemacht hat...es hat nicht wirklich gegen die grübeleien geholfen, aber es gab für kurze zeit ein schönes gefühl

    was mir ansonsten einfällt

    wie andere auchs chon geschrieben haben
    tagebuch
    gedichte schreiben
    malen/zeichnen -hilft mir sehr
    sonnentagebuch führen--dort kommen nur schöne sachen rein, fotos, witze etc..und man schaut es sich an, wenn es einem schlecht geht
    je nachdem ob es dir gut tut..eine schöne dusche oder warmes bad zur entspannung
    musik, hörbücher
    mandalas zum ausmalen
    lesen
    rausgehen, soweit es geht
    mit bekannten freunden etwas machen...
    kuscheltier ;) viell brauchst du nur ein neues
    einen betttag oder pyamatag machen
    und auch mal fünfe gerade sein lassen
    duftlampe anmachen etc

    einen notfallplan erstellen--was mache ich wenn es mir so und so geht

    jemanden anrufen,
    zum hausarzt gehen,
    zum psychiater gehen,
    oder in die klinik gehen -man kann dort übrigens auch anrufen..
    manche städte haben ausser der telefonseelsorge auch noch andere stellen an die man sich wenden kann---müsstest du mal im telefonbuch oder im netz schauen oder
    dich an den sozial-psychiatrischen dienst deiner stadt wenden

    öhm, glaube ich beende den roman hier mal ;)

    dir alles gute

    bekommst gleich noch die versprochene pn
     
    #17 9. August 2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9. August 2008
  18. ErikaSt

    ErikaSt ErikaSt

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    @ Mupfeline,
    Du vergraukst keinen. Es tut mir leid, dass Du mit der Telefonseelsorge ungute Erfahrungen gemacht hast. Mir ist durchaus bewußt, dass die Mitarbeiter nicht immer sofort die richtigen Worte finden, aber mein Vorschlag hatte auch mehr den Hintergrund, ÜBERHAUPT mit jemandem reden zu können, bevor ein Mensch sich derart im Kreise dreht, dass er keinen Ausweg mehr sieht. Und ich denke, dass dann dies Gespräch schon hilfreich war, seinen Sinn erfüllte. Denn der Sinn kann manchmal sein, nur diese Stunde weiterzusehen, nur den nächsten Morgen erwachen zu sehen. Um dann über weitere Hilfsmöglichkeiten nachdenken zu können.

    @Tobias,
    ich gewinne den Eindruck, dass Du bereits durch diesen Thread wieder etwas positiver in Deine Zukunft sehen kannst. Deinen Gedanke, mit Deinem Rheumatologen zu sprechen, halte ich auch für gut. Denn ihm ist sehr wohl bewußt, in welche Tiefen Deine Erkrankung einen jungen Menschen stürzen kann. Allerdings auch jeden anderen Menschen, gleich ob jung oder älter.
    Die Idee mit dem Tagebuch finde ich auch gut. Eine Möglichkeit, die Du ja in ähnlicher Form bereits seit längerer Zeit machst. Konkret: Schreiben hier bewirkt auch eine gewisse Klärung, denn jedes Gefühl, welches in Worte gefasst wird, hilft dem menschen, für sich Klarheit zu finden. Und wenn diese Klarheit auch nur ein winziger Lichtschimmer am Horizont ist, dem zarten Schimmer ähnlich bevor die Sonne den Tagesbeginn ankündet.

    Schlaf gut, und sorge hartnäckig dafür, dass Dir ein Therapeut seine Aufmerksamkeit gibt. Und scheue dich nicht, auch um Hilfe in Kliniken zu bitten.

    Liebe Grüße
    Erika
     
  19. Kristina cux.

    Kristina cux. Küstenkind

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    Hallo Erato,

    dem Freund, der zur Zeit viel mit mir über seine Situation usw. redet ist bereits seit mehreren Jahren in Psychologischer Behandlung und wird bald wieder einmal für 3 Monate in Psychosomatische Klinik gehen. Es ist ganz klar, das Freunde niemals einen Fachmann ersetzen können. Das merke ich an mir selbst auch. Ich hatte mal eine Freundin die wirklich extrem eeeextrem war (viele Suizidversuche) und das war mir zuviel und das sagte ich ihr auch, seitdem haben wir keinen Kontakt mehr.

    Wichtig finde ich auch, dass die Familie einen stets unterstützt und einen auffängt. Auch wenn das nicht immer gelingen mag. Konflikte gibt es überall.

    Ich war jetzt 7 monate ohne Psychologische Betreuung und mir ging es solala, also ich weiß das ich, wenn ich in 1 Woche meine Ausbildung wieder fortsetze, wieder zur Psychologin hingehe.

    Tobias, du bist in einer wirklich blöden Situation und ich hoffe für dich, dass du bald einen Platz bekommst. Übrigens, die Etagenbetreuer MÜSSEN Zeit für dich haben, wenn du ein Gespräch brauchst. Wenn es bei mir hart kommt, es war einmal der Fall wo ich reden musste und mein Betreuer immer wenig Zeit hat, da er auf der Etage der einzige ist (Selbstständigenetage, da gibt es nur 1 Betreuer), nimmt er sich aber immer Zeit um zu reden, das finde ich echt super, und damit habe ich zu ihm im BBW auch mit am meisten vertrauen.

    Hast du Huastiere? Falls ja, dann kannst du dich ja auch mit Ihnen beschäftigen?

    Liebe Grüße

    Kristina
     
  20. ErikaSt

    ErikaSt ErikaSt

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    Hallo Mücke,
    Du hast insofern Recht, dass die speziellen Therapeuten für Trauma, Analyse, Persönlichkeitsstörungen etc. deutlich längere Wartezeiten haben. Auch kann es durchaus schwierig sein, wenn man noch recht jung ist, denn nicht jede/r Therapeut hat auch Erfahrungen mit jungen Erwachsenen, viele scheuen sich einfach, verweisen auf die Therapeuten für Jugendliche - die aber nicht mehr zuständig sind.
    Vielleicht gibt es aber die Möglichkeit, über diese Therapeuten Namen und Adresse von Kollegen zu erhalten, die Erfahrung mit Jugendlichen und Erwachsenen haben. Hier könnten auch Kliniken Tipps geben.

    Möglich, dass ich zu "idealistisch" bin, aber meine Erfahrung hier in Dortmund samt Umkreis von 50km zeigte mir, dass ich zwar von all den angerufenene Therapeuten lediglich 1/4 positive Antworten bekam, genauer ein Erstgespräch innerhalb eines Monats angeboten bekam. Aber immerhin nicht nur Absagen.
    Ich hoffe doch sehr, dass diese meine Erfahrung keine Ausnahme ist.

    Liebe Grüße
    Erika