Moin zusammen,
Familie, Partner, Freunde....heute im hier und jetzt hab ich damit ein grosses Glück. Aber es hat bisdahin viel Tränen, Geduld und Angst gekostet.
Ohne zu reden, seine Krankheit und dessen Einschränkung öffentlich zu machen, ohne unbedingt danach Mitleid zu erregen ist eine Gradwanderung.
Das uns Mitleid nicht weiterhilft, brauch ich ja nicht weiterhin zu erwähnen. ABer diese Gradwanderung, zwischen Mitleid und Mitgefühl ist sehr schwierig.
Das Mitarbeiten meiner seits her, ohne dem ist nichts zu schaffen.
Ich kann von meinem Leben nur so viel verlangen, wieviel ich gewillt bin reinzustecken.
D.h. Wenn ich mich hinter der Krankheit verstecke, mich dem evtl. Mitleid zu ergeben, oder niedergeschlagen reagiere, wenn Kommentare kommen, wie : das wird schon wieder, nunja...halt diese tollen guten Ratschläge halt, so kann ich auch ich nicht wachsen.
Trotz Erkrankung bleiben wir in unserer Entwicklung nicht stehen.
Es ist besonders schwierig gerade für die, die keine Partner haben, die Familie nicht vorhanden ist, oder sich komplett abgewendet haben. Daher kann ich eh nur für mich und von mir persönlich sprechen, so wie ich die Dinge von meiner Sicht aus sehe und sie gehandhabt hatte.
Ich habe mir für meine Familie alles aus dem Internet ausgedruckt , was ich gefunden habe, auch Auszüge aus dem Forum.
Erst dann haben sie kapiert, was Rheuma heisst.
Freunde hab ich ebenso behandelt und davon sind auch einige auf der Strecke geblieben. Aber die , die geblieben sind ( und es sind sogar noch mehr dazu gekommen) , sind einfach klasse.
Wegen mir , muss sich keiner einschränken. Ich habe den Freunden und auch der Familie gesagt: ich mache alles mit, soweit es sich machen lässt. Aber wenn ich mich zurückziehe und euch nur zusehe, so braucht niemand ein schlechtes Gewissen haben und sich mir irgendwie verpflichtet fühlen.
Wenn Freunde z.b. in einen Freizeitpark gehen. Ich gehe mit, auch wenn ich nicht überall mit fahren kann, auch wenn ich wollte. Aber das ist egal....ich bin dabei und das ist mir wichtig.
Die Freunde sind froh das ich dabei bin und müssen sich in keinster Weise eingeschränkt fühlen und so weitermachen wie sie möchten.
Durch mich haben sie selber erst gelernt, sich auch mal Ruhe anzutun, zu relaxen, und die Welt einfach mal langsamer erleben.
Für mich zählt das Motto: dabei sein ist alles.
Wenn mein Mann auf dem Flohmarkt möchte, dann soll er das tun. Entweder bleib ich zuhause, wenn ich wirklich nicht mehr kann, oder ich fahr mit. Geh dann entweder nur ein Gang mit und dann wieder zurück zum auto und warte dort auf ihn oder ich bleib sofort am Auto. Auch als die Kinder bei uns waren, ich hab viel mit ihnen unternommen. Sie aber darüber aufgeklärt, das ich nicht immer volle Pulle fahren kann.
Als wir im Zoo waren, fragte der Grosse (10 jahre) immer wieder, ob ich auch noch kann. Ich habe ihm gesagt, das ich mich schon melden würde, wenn es nicht mehr geht und er mit seiner Schwester alles machen kann, was die beiden möchten und auf mich keine Rücksicht nehmen müssen. Ich werde mich schon melden, wenn ich nicht kann.
Die beiden haben mit mir zusammen die Pausen gemacht, wenn ich eine brauchte und haben die ruhe im Park und das Naturbeobachten dabei sehr genossen.
Das etwas langsamere Dasein, etwas in aller Ruhe erledigen, Nicht alles so eng sehen, fünfe gerade sein lassen, etwas gelassen nehmen, kein HB männchen sein, usw.....
DAS haben die Freunde und Familie von mir gelernt, in meiner Krankseinzeit!!!!!!
Auch von uns , kann am noch viel lernen.
nun reicht es aber auch ...es ist mal wieder ein roman geworden, vielleicht etwas wirr , aber das waren so eine spontane Gedanken zu dem Thema.
Übrigends nicht alle Partnervermittlungen sind Müll. Das können mein Mann und ich bestätigen.
Lieben Gruss Kiki