Bis hierher schon mal ganz lieben Dank für eure vielfältigen und teils sehr offenen und ausführlichen Beiträge. Ich bin mir bewusst, dass es manchmal garnicht so einfach ist öffentlich darüber zu schreiben.
Um so interessanter finde ich, dass im Grunde alle ganz unterschiedliche Umstände beschreiben, die wahrscheinlich zur Erkrankung geführt haben.
Es scheint, als wenn wirklich ganz verschiedene Auslöser in Frage kommen können. Vorerkrankungen, genetische Vorbelastung, Virusinfektionen durch Insektenstiche, übermäßige psychosche Belasungen über längeren Zeitraum, tote Zähne usw. sowie verschiedene Kombinationen einzelner Faktoren.
Was ich zu diesem Zeitpunkt aus euren Beiträgen herausziehen kann ist, dass sich Autoimunerkrankungen kaum vermeiden lassen, gerade weil es so viele unterschiedliche Auslöser gibt.
Was aber grundsätzlich zu gelten scheint und bestimmt eine gewisse Allgemeingültigkeit hat ist, dass jede/jeder gut beraten ist immer gut auf sich aufzupassen. Achtsamkeit sich selbst gegenüber und auch gut für sich selbst zu sorgen, ist bestimmt eine gute Vorsorge gegen Erkrankungen.
Könnte ich heute die Zeit bis vor der Erkrankung zurück drehen, würde ich einiges anders machen. Ich würde heute wahrscheinlich viel eher aus dem krankmachenden Job ausgestiegen und auch familiär hätte ich viel eher sehr deutliche rote Linien gezogen.
Wenn ich heute versuche jüngeren Menschen einen Weg aufzuzeigen, die sich einer herausfordernden Lebenssituation ausgeliefert sehen, stoße ich schnell an meine Grenzen, weil mein Erlebnishorizont natürlich ein völlig anderer ist, als der von heutigen jungen Leuten.
Aber merkwürdiger Weise werde ich trotzdem ab und an mal um Rat gefragt. Was mir dann immer am Herzen liegt, ist nicht zu belehren oder eine Meinung zu vermitteln oder definierte Ratschläge zu geben, sondern Mut zu machen, dass es sich lohnt ja sogar unheimlich wichtig ist ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ich rate dann immer: "Mach dein eigenes Ding und geh deinen eigenen Weg. Hab Mut dich auszuprobieren und lass nicht zu, dass andere dein Leben leben. Es ist meist schwierig herauszufinden, was einen glücklich macht, dass heißt aber nicht, dass es sich nicht lohnt es zu entdecken".
Ich glaube ein glückliches oder zumindest zufriedenes und selbstgewähltes Leben mit einer zuversichtlichen, positiven Einstellung kann nicht nur bei der Bewältigung von Schiksalsschlägen und Erkrankungen helfen, sondern auch bis zu einem gewissen Grad vor Erkrankungen schützen. Natürlich kann es auch Auslöser geben auf die wir auch im größten Glück des Lebens keinen Einfluss nehmen können, z.B. erbliche Faktoren oder Virusinfektionen. Vielleicht bleibt hier nur die Chance, die Lebensumstände so gut wie möglich zu gestalten, um mit einer Erkrankung einigermaßen klar zu kommen.
LG Manoul
