R
Resi Ratlos
Guest
Ich nehme seit vielen Jahren Vitamin D und seit einigen Jahren auch Magnesium und Vitamin K, da diese Kombi so außerordentlich gepriesen wird. D3 und Mg werde ich mit Sicherheit nicht absetzen, da ich die gute Wirkung spüre und zuordnen kann; unsicher bin ich mir jedoch beim K, also ob es wirklich nötig ist. Kann mir jemand von euch etwas dazu sagen?
@mondbein: Kalium ist ein Elektrolyt im Blut, dessen Konzentration vor Allem in den Zellen außerordentlich hoch ist (im Blut ca. 4 mmol/l, in den Zellen ungefähr 140 mmol/l). Das bedeutet, dass der Austausch zur Regulierung der notwendigen Kaliumkonzentration im Blut bei Mangel gerne aus den Zellen und bei Überschuss durch Mehrausscheidung über die Niere erfolgt und hier ein gewisser Spielraum besteht.
Eine Überdosierung von Kalium braucht eigentlich nur jemand zu befürchten, der eine fortgeschrittene Niereninsuffizienz hat und/oder jemand, der bestimmte Medikamentenkombinationen nimmt oder Faktoren aufweist, die eine Überdosierung im Blut begünstigen (das sind im Besonderen die Kombinationen aus ACE-Hemmer plus NSAR plus zu wenig Perfusionsdruck in der Niere, der gerne bei Flüssigkeitsmangel u.a. unter Diuretika geschieht und mit oder ohne derartige Medikamente eine häufige Ursache für ein akutes, meist reversibles Nierenversagen ist, in dessen Rahmen es wiederum meist zu einer Übersäuerung im Blut kommt). Eine "normale" Menge an Kalium und Magnesium sind m. E. unbedenklich. Du nimmst ja sicher keine 100 und mehr mmol am Tag zu Dir
Die genannte Azidose (= Übersäuerung im Blut) hat übrigens - der Vollständigkeit halber - rein gar nichts mit der von zahlreichen alternativen Behandlern propagierten "Übersäuerung" zu tun und ist auch nicht im Urin festzustellen, sondern ausschließlich in einer so genannten Blutgasanalyse.

