Vitamin D Mangel bei Rheumatikern

Mein Vitamin D ist auch total im Keller, Bechterew und das wurde gleich von Anfang an vom Rheumatologen gemessen. Allerdings ist auch auf eine sehr zügige Analyse zu achten, da bei ungekühlter Handhabung bzw zu langes liegen lassen im Labor ist der Wert sowieso nonsense. Ein Arzt sagte mir mal, lange nicht jeder Wert von Vitamin D ist richtig gemessen, wegen den schwierigen Umständen...

Kelvin
 
Meine Rheumatologin hat immer Vitamin D mitgetestet.
Ich hatte auch von Anfang an einen Vitamin D Mangel.
Mit zu wenig Sonne oder mangelnder Bewegung kann das bei mir nix zu tun haben.
Habe einen Garten zu versorgen und war immer gerne und oft draußen in der Sonne.
Daneben hab ich, so lange es ging, immer Sport gemacht.
Und trotzdem Vitamin D Mangel ???
Ich denk eher, dass es was mit dem Rheuma zu tun hat.
Ich kenne inzwischen viele Rheumatiker, die Vitamin D Mangel haben.
Meine Ärztin war gerade auf einem Kongress in den USA, der sich speziell mit diesem Thema beschäftigte.
Leider gibt es keine neuen Erkenntnisse.
Aber irgendwie muss es da einen Zusammenhang geben, vielleicht können Rheumatiker Vitamin D nicht so gut verwerten?
Hab schon überlegt, ob ich es einfach mal mit Lebertran versuche (iih, bääh...).
Früher war es üblich, Kindern jeden Tag ein Löffelchen zu verabreichen. :D
 
Hallo zusammen!

Die Vermutung, dass gerade Rheumatiker oft einen viel zu niedrigen Vit. D Spiegel haben stimmt anscheinend.

Patienten mit rheumatoider Arthritis sollten Vitamin-D-Mangel vorbeugen

Sehr viele Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) leiden unter einem Mangel an Vitamin D, womit sich das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen sowie Gelenkschmerzen erhöht. Betroffene sollten daher beim Arzt ihren Vitamin-D-Blutserumspiegel messen lassen und - falls nötig - einem bestehenden Mangel durch Nahrungsergänzung mit Vitamin D entgegenwirken. Das raten die Rheumatologen des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh) in Bad Aibling. „Vitamin D wird zu 80 bis 90 Prozent mithilfe der UV-Strahlen der Sonne in der Haut gebildet – daher kann es gerade in den Wintermonaten zu einem ausgeprägten Vitamin-D-Mangel kommen“, erläutert Prof. Dr. Klaus Krüger vom wissenschaftlichen Beirat des BDRh und praktizierender Rheumatologe im Münchener Praxiszentrum St. Bonifatius, der eine eigene Studie zur Vitamin-D-Versorgung mit 89 seiner RA-Patienten durchgeführt hat.

Jeder Vierte weist extremen Mangel auf

Wie Krügers Studienergebnisse (die auch in anderen Untersuchungen bestätigt wurden) zeigen, weisen rund 70 Prozent der RA-Patienten einen Mangel an Vitamin D auf – das heißt nur knapp jeder dritte Rheumatiker ist ausreichend mit dem Vitamin versorgt. „Jeder Vierte weist sogar einen extremen Mangel mit Serumwerten unter 10 ng/ml auf“, berichtet Krüger. „Ein solches Defizit kann im Extremfall auf die Dauer sogar tödliche Folgen für die Betroffenen haben, da sich damit sowohl die Häufigkeit von Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen als auch die Gesamtsterberate verdoppelt. In früheren Studien ist bereits nachgewiesen worden, dass Vitamin D die Fließeigenschaften des Blutes positiv beeinflusst und so Venenverengungen oder -verschlüsse verhindern kann. Vitamin D wird außerdem benötigt zur Aufnahme von Kalzium aus dem Darm und ist daher wichtig für eine Kräftigung sowohl der Knochen als auch der Muskeln. Ein chronischer schwerer Vitamin-D-Mangel erhöht daher das Risiko einer Knochenausdünnung (Osteoporose) oder Knochenweiche (Osteomalazie), während ein milder oder mäßiger Vitamin D-Mangel vor allem diffuse Schmerzen und andere nicht-spezifische rheumatische Beschwerden fördert.“

Weniger Schmerzen und mehr Lebensqualität

Menschen mit chronischen Schmerzbeschwerden kommen mit deutlich weniger Schmerzmitteln aus, wenn ihr Vitamin D-Spiegel im Blut normale oder optimale Werte erreicht. „Durch eine gezielte Nahrungsergänzung mit Vitamin D können Patienten ihre Schmerzen lindern und ihre Lebensqualität deutlich verbessern“, betont Krüger. „Entscheidend für die Versorgung mit Vitamin D ist ein hinreichender Aufenthalt im Tageslicht und die Zufuhr von Vitamin D als Nahrungsergänzung - die Ernährung allein kann hingegen Defizite nicht beseitigen. Praktikabler als ausgedehnte Sonnenbäder ist gerade in den Wintermonaten eine Substitutionstherapie. Zu beachten ist allerdings die Einhaltung der vom Arzt verschriebenen Dosis, da eine massive Überdosierung von Vitamin D auch negative Auswirkungen haben kann.“
Quelle: Rheumatologen im Netz

Mein Vit D wurde noch nie untersucht.

LG
Sassi

edit: Die deutsche Rheuma-Liga hat übrigens eine Broschüre mit dem Titel „Erst Rheuma - dann Osteoporose?" herausgebracht, die man bestellen kann:

Bestelladresse:
Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V., Maximilianstr. 14, 53111 Bonn, Fax: 0228-7660620, Email: bv@rheuma-liga.de oder per Info-Telefon: 01804-600 000 (20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, bei Mobiltelefon max. 42 Cent).

(Aus dem Artikel Rheuma erhöht Osteroporose-Risiko)
 
Zuletzt bearbeitet:
Huhu,

mein Rheumaarzt möchte abklären, woher der Vit.D Mangel kommt und deshalb soll das Parathormon bestimmt werden ( nicht einfach so Vit.D geben - OTon ). Nun bin ich gespannt, was dabei heraus kommt und vor allem, ob es mir mit Vit D insgesamt besser gehen wird.... das wäre fein.

puffelchen, ich weiß irgendwie auch nix genaues und ärgere mich nur, dass der Arzt da nicht schon vorher drauf gekommen ist. hatte ja auch mal darauf hingewiesen, dass ich Osteoporose habe... schon bevor ich Cortison bekam. Berichte mal, was bei dir herausgekommen ist.

Ich frage mich immer noch,ob bei Rheuma diese Krankheit mehr Vit D verbraucht oder ob der Vit D Mangel erst die Krankheit "begünstigt ".

Liebe Grüße,Tina
 
huhu tina,

wie gesagt, ich habe auch einen vitamin d mangel. bei mir hat mal wieder keiner das parathormon bestimmt. trotzdem soll ich evtl. etwas kriegen. das forsteo zum spritzen.

wer hat bei dir das parathormon bestimmt??? und wie???

wie hängen parathormon und vitamin d überhaupt zusammen??? bin grad etwas verwirrt...dachte, das wärn 2 völligst verschiedene paar schuhe???!!!
 
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